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Edda Archiv

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Ffxiv 30012017 183453

Aktuell
Man sieht sie ständig mit Schwert und Bogen vom Dorf des Nebels nach Gridania wandern, Tamanegi und Nira immer im Schlepptau. Sie nimmt es wohl sehr ernst, dass sie Abenteurerin werden will. Schrammen und blaue Flecken hat sie auch immer wieder mal.

Sie spielt wieder mit diversen Haarfarben herum. Und mit Frisuren. Einfach ignorieren... ("DAS SCHÖNE BLOND!" - entsetzte Oma aus dem Dorf.)

Nennt sich selbst immer wieder mal gerne "Akari die Schreckliche" - zumindest ist das ihr Ziel ... auch einfach ignorieren. Kopf tätscheln und ignorieren...</p>
Sternenlichtrose
. . .
Akari ist eine sehr kleine und sehr zierliche Raen. Sie hat sehr helle Haut, die - abgesehen von rot - resistent gegen jegliche Bräunung ist. Das weißblonde Haar trägt sie immer offen. Der Pony verdeckt die großen, himmelblauen Augen.

Fiele ihre Lieblingsfarbe nicht auf ein kräftiges Dalamudrot, mit dem sie all ihre Kleider färbt, fiele die junge Raen wohl gar nicht auf.

Am rechten Arm ist eine Schnittwunde, die verheilt. Es wird wohl eine kleine Narbe übrig bleiben. Überhaupt sind auf ihren Armen viele kleine, runde Narben, die man allerdings fast nicht sieht, dank der hellen Haut.


Ihre Schätze
. . .
Akari besitzt nicht viel. Alles passt in eine etwas größere Reisetasche: Ein Satz Wechselkleidung, ein Satz Badekleidung, eine Bürste, ein Cremetiegelchen, ein abgenutztes Plüschtier - es war mal ein Häschen. In einer Gürteltasche, die unter ihrem Oberteil versteck ist, verstaut sie die Dinge, auf die sie nie verzichten kann.

Seit Neuestem schleppt sie ein "Zwiebelchen" mit sich herum. Sie nennt es "Tamanegi-chan". Es wackelt meistens fröhlich vor sich hin, wird es nicht gerade als Schutzschild missbraucht.

Im alchemagischen Allerlei erstand Akari zwei Bücher über Kräuterkunde.

Von Micaiah hat sie eine Haarspange mit roten Veilchen geschenkt bekommen. Und eine kleine Pandadame, die nun liebevoll aufgepäppelt (und erzogen) wird. Sie heißt Nira.

Tenzin schenkte ihr das, was von Rin noch da war: Bücher und ein paar Zeichnungen. Diese bewahrt sie wie einen Schatz.

Sie wohnt im Fockmast in der Wohnung ihres Bruders.

Das Amulett mit Kaleidoskop von Naurion.</p>


Was sie bei sich trägt
. . .
*Eine geringe Menge Gil
  • Ein Säckchen mit Honigwaben
  • Ein Notizbuch mit fernöstlichen Schriftzeichen und einer stilisierten Rose darauf (Die Seiten sind aus einer Art Reispapier) [Es ist voll. Mist.]
  • Einen Kohlestift - zerbrochen.
  • Ein Quietscheentchen aus dem Badehaus. Warum trägt sie das mit sich herum? Squeak! [Ist in die Reisetasche umgezogen]
  • Einen Dolch von Azama
  • Eine gelbe Wüstenblume von Hilio, die als Lesezeichen jn ihrem Buch fungiert.
  • Zwei löchrige Schals, einer rosa, der andere blau, "Geschenke/Leihgaben" vom Streuner.
  • Eine Kontaktperle. Natürlich in rot.</p>


Wie sie ist
. . .
Anfangs ist sie immer noch ein wenig schüchtern, wenn sie jemand Neues trifft. Mittlerweile scheint sie sich aber doch sehr schnell wieder zu fangen und offener zu werden. Das Stottern hat auch aufgehört - oder geschieht nur, wenn sie wirklich Angst hat.

Um ihre wenigen Freunde kümmert sie sich sehr gluckenhaft, es soll ihnen schließlich an nichts mangeln! Im Gegenzug scheint sie selbst nicht gerne begluckt zu werden. Sie errötet sehr schnell, da sie viele Dinge - vor allem im zwischenmenschlichen Bereich - einfach nicht kennt und wohl doch immer noch das kleine, schüchterne Blondchen ist.

Alles in Allem ist Akari aber ein doch recht fröhlicher Zeitgenosse. Sie kann sogar aufbrausend sein, wenn ihr irgendwas nicht passt.

Einzig ihre Vorliebe für Tee mit einem Pfund Zucker darin ist etwas merkwürdig. Ach - und sie isst kein Fleisch.</p>


Was sie kann
. . .
blah
Im Kampf
Äther
Alltag
  • Bogen schießen: ♣♣♧♧♧
  • Schertkampf: ♣♣♧♧♧
  • Sie sagt, sie kann mit Tieren kommunizieren.
  • Ätherpotential durchaus vorhanden . unausgereift.
  • Kochen/Backen: ♣♣♣♣♣
  • Haushalt: ♣♣♣♣♣
  • künstlerische Tätigkeiten: ♣♣♣♣♧
  • Umgang mit Tieren: ♣♣♣♣♧
  • Umgang mit anderen: ♣♣♣♧♧
Was sie nicht kann
Kampf
blah
blah

Mit anderen Waffen umgehen.

blah

blah

Wen sie mag
Die Familie

Der große Bruder. - Kaum habe ich dich gefunden, schon verschwindest du wieder. Bitte, komm wieder.

Nira


Der enge Kreis

Naurion - Und selbst das zweite Grauen der Kindheit ist ein Freund geworden!
Tenzin - ...always....
Micaiah - Sei stark, Micaiah Larin.

Rin - Du bist zurück. Ich fass es nicht. du bist zurück.
Der weite Kreis
Rion - Ich glaube, du bist ganz in Ordnung.

Numoh - Das Elezen... Ich weiß nicht, was du bist und das macht mir Angst.
Nijah - Er ist niedlich. Und so lieb. Und so niedlich!
Hedda - Ich glaube, ich mag dich.
Streuner - Du bekommst deine Schals zurück. Und deinen Pudding. Ohne Pfeffer.

Gesehen
Fowan - Danke, dass du da warst.

Der weiße Kater und Der schwarze Kater - Passt mir ja auf meinen Bruder auf, sonst werd' ich böse.
Azrael - Brav sein und mich dann dauernd mit dem Schweif streichen? Wie soll das gehen?
Roan'a - Hrm. Nicht jeder Ziehvater ist wie meiner. Das muss ich mir merken.
Rey - Tut mir leid, dass ich deinen Namen dauernd vergesse.
Lenah
Kambi Tamabi
Echo Micharo
Naru
Kisame Oda Sozo Nanashi</p>

Gehasst
Hilio Mohim - Komischer Kerl. Aber er hilft. Vielleicht. Er ist wohl doch ganz nett.

Garlear.
Die, die Rin niedergestochen hat.
Sprechende Zauberhüte.
Ihre Ziehfamilie.
</p>

Vermisst
Azama - So kurz die Wiedersehensfreude. Wo auch immer du bist, pass auf dich auf.
'</p>



Was sie über andere Völker denkt

Eigentlich geht sie recht offen auf andere Völker zu. Unter Ihresgeichen ist sie definitiv entspannter.




Wie man sie erreicht

* per /tell

  • Andere von <Nymeh> nerven
Was man über sie spricht

Interaktive Sektion. Grober Schwachfug wird gelöscht.

Gerede
  • Sie mag Briefmarkensammlungen. Ganz bestimmt! [Oh ja!]
  • Nehmt dem Kind die Haarfarben weg! Das schöne Blond! Das schöne schöne Blond! [entsetzte Bäuerin auf Farm Nr 8254 in La Noscea]
  • Sie sitzt ständig mit dem Panda und der Zwiebel bei den Chocobos und redet mit ihnen... Kweh!.. Ja, wirklich! Und dann essen sie Kekse? [verwirrter Bauer von Farm 1423 in La Noscea]
  • Die? Der hab ich an'n Arsch gegrapscht...hab noch nie so'n Tritt in'ne Eier bekomm'n! [Versoffener Pirat]




Meta
Eins
Draußen zwitscherten die ersten Vögel. Sanfte Sonnenstrahlen schienen durch das kleine Fenster in das kleine Zimmer, in dem die kleine Raen vor einem kleinen Schrein saß. Andächtig hatte sie die Hände gefaltet, den Kopf leicht gesenkt. Das weißblonde Haar hing ihr in struppigen Strähnen ins blasse Gesicht. Die Kleine hatte ihre Beine unter den Körper gezogen, saß bewegungslos dort. Die Sonnenstrahlen ließen die Wangen des Kindes verräterisch glitzern – Tränen liefen über die bleiche Haut und die bleichen Schuppen. Lautlos formten die Lippen Worte, die Hände wurden fest aneinander gepresst. Die kleine Raen betete. Sie betete, bis ihre Tränen versiegt waren. Mit einer Verbeugung stand sie auf und wischte sich mit dem Handgelenk über die Augen. Der Blick war stets auf ihren Schrein gerichtet. Eigentlich war der Schrein eine kleine, abgenutzte, sehr alte Kiste, über die eine alte, abgenutzte Decke mit ausgeblichenen Sternenstickereien gelegt wurde. Auf der Decke saß ein kleines, altes, abgenutztes Plüschkaninchen.

Viel mehr war in dem winzigen Zimmerchen, in dem das Kind hauste, auch nicht. Am Boden lag im Moment noch eine Matte, ein dünnes Kissen und eine dünne Decke. Daneben lag ein schlichtes Kleidchen in einem einst kräftigen Rotton. Mittlerweile war er aber so ausgebleicht, dass man sich nicht sicher sein konnte, ob das Kleid nun rot oder rosa war. Dennoch schlüpfte das Kind in das Kleid. Es passte ihr immer noch, obwohl sie es seit Jahren besaß. Nun, sie wuchs auch nicht wirklich viel. Ihre Cousins und Cousinen, die allesamt jünger waren, hatten sie schon überragt. Selbst die anderen Kinder im Dorf waren alle größer. Und jedes Mal, wenn die Xaela-Familien ins Dorf kamen, um Handel zu betreiben, lachten die Kinder – vor allem ein gewisser Junge – sie aus, weil sie weder wuchs noch an Gewicht zulegte. Mit zitternden Händen rollte das Mädchen ihre Schlafstatt ordentlich zusammen. Kissen und Decke wurden zusammengefaltet und auf die Rolle gelegt. Dann baute sie schweren Herzens ihren Schrein ab, faltete auch die alte Decke zusammen und öffnete die Kiste. Bevor die Decke und das Kaninchen in die Kiste gelegt wurden, griff das Kind nach einer alten angelaufenen Silberbürste, um sich das lange Haar zu kämmen. Sie band es mit einem schmalen Streifen Stoff zu einem Zopf zusammen. „Hoshi Akaribara! Kommst du endlich, du faules Stück? Die Köchin wartet auf dich!“ Von unten ertönte die nicht sehr freundliche Stimme ihrer Großtante. Akari stieß ein leises Seufzen aus, antwortete mit einem zaghaften „Ich komme sofort!“ und legte ihre Bürste wieder in die Kiste. Ja, die Köchin wartete auf sie. Sie sollte dankbar sein, dass Tante Jiu sie aufgenommen hatte und bei sich wohnen ließ, ja dass sie ihr sogar erlaubte, ein paar Stunden Unterricht zu nehmen – wenn sie denn die Zeit dafür fand. Dass sie aber ausgerechnet heute, an ihrem zehnten Geburtstag, so böse klang, das schmerzte das kleine Mädchen sehr. Mit einem bedauernden Blick auf ihre Kiste verließ Akari ihr Zimmer unter dem Dach. Als sie an ihrer Ziehmutter und ihren Ziehgeschwistern vorbeikam, verbeugte sie sich tief und huschte sofort in die Küche. Auch dort verbeugte sie sich erst einmal tief vor Miu, der alten Köchin. Diese starrte ihre Küchenhilfe finster an und schimpfte mit ihr, da sie zu spät gekommen war. Als jedoch die Hausherrin wegging, um mit ihrer Familie zu frühstücken, hellte sich das Gesicht der älteren Raen ein wenig auf. Sie schob das Kind an den Tisch in der Küche und stellte ihm eine Tasse mit Kirschtee hin. Und einen Kirschstreußel. Große, ungläubige blaue Augen musterten erst das Frühstück, dann die Köchin. „Alles Gute zum Namenstag, kleine Akari. Iss schnell, damit sie es nicht merkt, und dann hilf mir.“ Das ließ sich Akari nicht zweimal sagen. Schnell waren sowohl der Tee als auch das süße Gebäck verputzt. Miu hatte an ihren Namenstag gedacht! Die kleine Raen blinzelte schnell die aufkommenden Tränen weg. Sie hatte heute Morgen schon einmal geweint, sie durfte jetzt nicht schon wieder weinen. Die anderen Kinder würden sie wieder hänseln, wenn sie das rausfanden! Akaris Aufgaben im Haushalt waren eher Botengänge. Sie bekam meistens einen Zettel in die Hand, auf dem die gewünschte Ware draufstand, und wurde dann ins Dorf geschickt. So auch heute. Nach ihrem doch sehr leckeren Frühstück nahm das Kind den Korb, der für die Pilze gedacht war, und verbeugte sich vor Miu. Sie wollte etwas mit Pilzen machen und deshalb musste Akari die Pilze sammeln gehen. Diese wuchsen am Waldrand. Also stand der Kleinen ein Gang durchs Dorf bevor. Sie hasste es. Draußen hörte man schon das Geschrei der anderen Kinder. Da es lauter was als sonst, bedeutete das, dass die Xaela-Familien gekommen waren. Mit einem leisen Seufzer trat Akari zur Hintertür, um in ihre Schuhe zu schlüpfen – und schrie erst einmal kreischend auf. In ihrem rechten Schuh lag eine tote Ratte! Um die Ecke hörte sie ein boshaftes Lachen, kurz darauf erschien ein Xaelajunge. Entsetzt starrte Akari von der Ratte zu dem Jungen. „Na endlich, Milchgesicht! Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr raus!“ Azama starrte sie breit grinsend an. Sie hatte keine Ahnung, was sie ihm jemals getan hatte, aber seit dem ersten Tag ärgerte und quälte der Ältere sie, wo er nur konnte. Er gab ihr schlimme Namen, versteckte tote Tiere in ihren Sachen oder packte sie und setzte sie einfach ins nächste Schlammloch. Fing sie dann auch noch an zu weinen, lachte er nur noch mehr. Da sie heute nun schon sowieso aufgewühlt war, starrte sie Azama einfach nur an. Tränen sammelten sich zwar in ihren Augen, aber sie schluckte sie herunter. Möglichst würdevoll nahm sie das tote Tier mit Spitzenfingern am Schwanz, schlüpfte in ihre Schuhe – es schmatzte ein wenig – und nahm die Ratte mit sich in Richtung Wald. Natürlich stiefelte der Größere hinter ihr her und bedachte sie mit allen Schimpfnamen, die ihm gerade einfielen. „Na komm schon, Kleinhorn. Habe ich nicht wenigstens eine Begrüßung verdient? Immerhin war ich lange weg!“ Oh nein, da vorne bog ein Blondschopf um die Ecke, dessen Gesicht sofort zu strahlen anfing, als er Akari entdeckte – und im selben Moment zu drei Tage Regenwetter wechselte, als er sah, wer Akari hinterhertrottete. Naurion lauerte ihr also auch auf. Bei allem, was ihr heilig war, warum musste das ausgerechnet heute sein? Verzweifelt sah Akari sich um. Hinter ihr war das schwarze Grauen, vor ihr das Blonde. Ihr blieb nichts anderes übrig, als nun beide mit sich zu schleppen in Richtung Wald. So gut es ging, versuchte sie die beiden zu ignorieren. Aber die zwei waren sowieso damit beschäftigt, sich gegenseitig zu beleidigen. Am Waldrand angekommen wurde die tote Ratte so gut es ging beerdigt: Akari fand eine Kuhle, in die sie das tote Tier legte und es dann mit Blättern zudeckte. „Hast du gerade ein Gebet für das tote Vieh gesprochen?!“ Azama lachte. Er lachte sich krumm und schief. Naurion hingegen plusterte sich auf und stellte sich schützend zwischen den Schwarzen und Akari. „Das macht man eben so, wenn man jemanden beerdigt! Man spricht Gebete! Weißt du das nicht, du aufgeblasener Vollarsch!“ Akari nutzte die erneute Kabbelei zwischen den beiden – sie gingen schließlich aufeinander los – und verschwand im Wald. Zwar konnte sie sich nicht so gut tarnen, aber sie wusste, wo die besten Pilze wuchsen und schlich sofort da hin. Das Geschrei der beiden Jungen wurde allmählich leiser. Irgendwann hörte sie, wie sie ihren Namen riefen, aber sie antwortete nicht. Mit gefülltem Korb machte sie sich schließlich auf den Rückweg. Von den beiden Streithammeln war keine Spur mehr zu sehen. Erleichtert atmete die kleine Raen auf. Sie schaffte es sogar, ohne weitere Zwischenfälle nach Hause zu kommen. Dort erlebte sie allerdings eine Überraschung. Naurion lungerte doch tatsächlich vor dem Kücheneingang herum und starrte die Köchin mit großen Kulleraugen an. Als diese schließlich in Akaris Richtung zeigte, drehte er den Kopf. Sofort erhellte ein strahlendes Grinsen sein Gesicht. „Akariiiiiiieeeeee!“ Naurion stürmte auf sie zu. Sie konnte gerade noch so den Korb abstellen, ehe sie geknuddelt wurde. „Akariakariakariakariakari! Wowarstdu! Ichhabmirsorgengemacht!“ Naurion sprach so schnell, dass er selbst das Luftholen vergaß. Schließlich ließ er von ihr ab und wühlte in seiner Hosentasche herum. Er überreichte ihr ein mehr schlecht als recht eingepacktes Geschenk. „Alles Gute zum Namenstaaaaaaag!“ Erwartungsvoll - fast wie ein Welpe, der auf Leckereien wartet und dabei mit dem Schwanz wackelt – starrte der Blonde sie an. Misstrauisch öffnete Akari das Geschenk und starrte fassungslos auf einen Zierkamm mit eine rgroßen, roten Blume darauf. „Eh…danke. Eh…Naurion.“ „Gefällt er dir? Gefällt er dir? Ja? Wirklich? Ja? Oh, wie toll!“ Wieder wurde sie stürmisch gedrückt, ehe der Wirbelwind sich verdrückte. Akaris Großtante war aus dem Haus getreten, um nach dem Lärm zu sehen. Finster starrte sie ihre Ziehtochter an, nahm ihr wortlos den Kamm ab und schickte sie in die Küche. Pilze waschen.

Zwei
Natürlich hatte sie das Geschenk von Naurion nicht wieder bekommen. Stattdessen trug es jetzt ihre Tante selbst. Warum auch sollte sich Akari hübsch machen? Sie war nie bei den Festivitäten dabei und im Haushalt oder beim Lernen brauchte sie keinen hübschen Blumenkamm. Wenigstens hatte sie ein neues Kleid bekommen. Und es war sogar in ihrer Lieblingsfarbe. Das Kleid kam von Urgroßmutter. Die alte Frau war zwar nicht wirklich ihre Urgroßmutter, aber so etwas in der Art. Sie kannte ihre Familie schon lange und kümmerte sich ab und zu um das „arme Ding“. Anscheinend wusste sie auch mehr über die Umstände, wie ihre Eltern zu Tode gekommen waren, jedoch wollte sie dem Kind davon nichts erzählen. Sie sorgte lediglich dafür, dass das kleine Mädchen ein paar Mal die Woche etwas Unterricht bekam, damit sie Lesen und Schreiben lernte. Sie zeigte ihr auch, wie man Reispapier herstellte. So bastelte sich die kleine Blonde nach und nach ein dickes, kleines Notizbuch. Sie schien ein gewisses Talent für die traditionelle Tuschemalerei zu besitzen, denn Urgroßmutter behielt jedes einzelne „Werk“ der Kleinen und hängte es auf – oder verkaufte es und sparte das Geld für Akari. Die Zeit, in der die Xaela im Dorf weilten, war immer sehr schlimm. Nicht nur, dass sie ständig gehänselt wurde, nein, auch dass sich Naurion und Azama ständig prügelten ging ihr gewaltig auf die Nerven. So störte es das Mädchen überhaupt nicht, wenn es den ganzen Tag eingesperrt im Haus saß und das Tafelsilber polierte. So schön hatte das Geschirr schon lange nicht mehr geglänzt! Nebenbei lernte sie ein wenig für den Unterricht. Viel bekam Akari nicht beigebracht, nur das Nötigste wie Lesen und Rechnen und Schreiben. Schließlich sollte sie irgendwann einfach nur heiraten und hatte dann Besseres zu tun, als sich mit großen Studien zu beschäftigen. Dennoch hielt diese Tatsache die kleine Blonde nicht davon ab, alles Wissen, was sie nur irgendwie bekommen konnte, in sich aufzusaugen. Da sie auch viel Zeit in der Küche mit Miu verbrachte, lernte sie eben von der alten Köchin alles, was es in der Küche zu wissen gab. Und natürlich auch das, was man so im einfachen Leben zu wissen hatte. Nach einer Woche Stubenarrest durfte Akari endlich das Haus wieder verlassen. Natürlich lungerte Naurion in der Näher rum und natürlich passte er sie ab – dabei fröhlich mit den Schwanz wedelnd. "Rööööööscheeeeeen! AKAAARIIIIIIIIIII!" Seufzend bliebt das Mädchen, welches sich eigentlich an ihm vorbeischleichen wollte, stehen. Sie trug einen Korb in den Armen, gefüllt mit Honiggläsern. Sie stellte ihn ab, wurde er doch schwer. Der Blonde brauste heran, blieb nur Zentimeter vor ihr stehen und grinste bis über beide Ohren. "Wo warst du? Hast du wegen mir Ärger bekommen? Das tut mir Leid." Sofort senkte es traurig den Kopf, starrte zu Boden...oder eher zum Korb? Er hob ihn prüfend hoch. "Mensch, Röschen. Das ist doch viel zu schwer! Warum schleppst du den mit dir herum?! "Weil ich es muss. Und jetzt gib ihn her, sonst krieg ich wieder Ärger wegen dir. "

Akari nahm dem Hunderaen den Korb wieder ab und machte sich auf den Weg zum Dorfladen. Dort sollte sie die Honiggläser abgeben. Leise ächzend schleppte das Kind den schweren Korb mit sich, schlängelte sich an den anderen Bewohnern vorbei. Niemand achtete auf sie. Sie war das Waisenkind, was hier nur ungern aufgenommen wurde. Sie sollte dankbar sein, bei ihrerh Ziehfamilie leben zu dürfen. Also sollte sie sich auch nicht so anstellen und kräftig im Haushalt mithelfen. Dass sie nun schon wieder von dem blonden Jungen begleitet wurde, wurde nicht gut aufgenommen. Natürlich trug man diese Information an die Familie des Jungen weiter! Vor dem Ladenlokal blieb Akari ruckartig stehen, so dass Naurion in sie hineinrannte und sie den Korb fallen lies. Ein paar Gläser zerbrachen. "NAURION! Was soll das? Toll, jetzt krieg ich wieder Ärger!" "Ehhh! Was bleibst'n du auch einfach stehen?!" "Was läufst du mir auch hinterher wie ein treudoofer Hundewelpe?!" Das Gezanke der beiden rief die Aufmerksamkeit eines Xaelajungen auf den Plan. Fies grinsendschlenderte Azama zu den beiden, bückte sich und hob ein Honigglas auf. "Uh, Honig. Danke!" "Heeee, gib es her!" Akari rannte dem Jungen hinterher, der pfeifend mit seiner Beute davon schlenderte und wagte es sogar, ihm auf den Rücken zu springen. Dummerweise war sie nicht schnell genug, um sich fest zu halten. So landete sie wieder im Dreck. Der Schwarze lachte nur schallend. "Tja, Milchgesicht. Du bist einfach zu schwach!" Natürlich wurde Akari später am Abend bestraft. Erneut gab es Stubenarrest. Dieses Mal sogar länger. Und das nur bei einer kleinen Ration Essen am Tag. Sie musste den finanziellen Schaden, den sie angerichtet hatte, schließlich bezahlen. Ihr Ziehvater kochte vor Wut. "Du undankbares kleines Miststück! Was kannst du eigentlich? Mit deinen zehn Jahren bist du schon so ein Flittchen! Statt zu arbeiten buhlst du um die Aufmerksamkeit von zwei Straßenstreunern! Was hätte ich auch anderes erwarten sollen? Ich war immer dagegen, dich aufzunehmen! Und statt dankbar zu sein, machst du nur Ärger!" So ging es weiter. Stundenlang. Dabei rauchte er wie ein Schlot. Akari stand stillschweigend mit gesenktem Kopf daneben. Stumme Tränen liefen über ihre Wangen. Sie gab keinen Ton von sich. Selbst dann nicht, als er ihren Arm packte und die Zigarre auf der zarten weißen Haut ausdrückte. Sie kniff lediglich die Augen zusammen. In ihrem kurzen Leben hatte sie bisher sehr schnell gelernt, ihrem Ziehvater bloß keine Schwäche zu zeigen, denn sonst würde er sie genau dafür auch bestrafen. Auf ihrer hellen Haus sah man die Brandwunde zwar für eine Weile, doch von der Narbe würde man schließlich fast nichts mehr sehen. Zudem besaß sie eine Tunika mit langen Ärmeln. Niemand würde etwas bemerken.

Drei

Die nächsten Jahre vergingen recht ereignislos. Akari badete immer noch nach Verhalten der beiden Au Ra Jungen aus, indem sie viel Zeit im Haus verbringen musste, mal mit mehr, mal mit weniger Zigarrenabdrücken auf den Armen. Mittlerweile entwickelte sich das Kind zu einer jungen Frau – auch wenn sie immer noch zu klein, zu dünn und zu blass war. Um einfach in Ruhe gelassen zu werden, begann Akari, ihre Kleidung in schlichteren Farben zu halten und verzichtete quasi ganz auf ihr geliebtes rot. Einzig ihr Satz "Guter" Kleider war rot. Diese waren aber bei der alten Frau gut versteckt. Mit den Jahren wurden auch die Besuche der Xaela weniger. Je weiter die Garlear vordrangen, desto weniger kamen die Nomadenfamilien ins Dorf zum Handeln. Irgendwie vermisste Akari ihr "Grauen" aus der Kindheit, wie sie Azama im Stillen nannte. Er ärgerte sie zwar die ganze Zeit und prügelte sich mit Naurion – aber die beiden Jungen waren immer an ihrer Seite gewesen. Doch schon seit einiger Zeit war sie nun alleine. Auch der Kontakt zu Naurion brach immer mehr ab, da sie immer mehr im Haus helfen musste und fast nicht mehr nach draußen kam. Für Botengänge waren nun andere zuständig. Akari sollte Gesellschafterin und Zofe für ihre Ziehschwestern spielen. Ganz so schlimm war das nicht, da sie immerhin ordentliche Kleidung erhielt und auch an deren Unterricht teilnehmen durfte, wenn es ums Lesen und Schreiben ging. Alles andere hatte sie nicht zu interessieren und so wurde sie zur Köchin geschickt, wenn die Mädchen die spannenderen Fächer hatten. Akari lernte stattdessen, wie man kochte. "Eines Tages wird dir das nützlich sein, kleines Röschen, glaube mir." Das waren Mius Worte, jedes Mal, wenn Akari leise weinend zu ihr ging. Die kleine Raen blieb klein, irgendwann hörte sie einfach auf zu wachsen. Auch blieb sie immer spindeldürr, was ihr natürlich den Spott der anderen einbrachte. So würde sie weder einen Mann finden noch gesunde Kinder zur Welt bringen. Dass der Blonden das eigentlich nur Recht war, da sie lieber alleine blieb, als sich erneut unter die Fuchtel eines aufbrausenden Mannes zu stellen, das wusste niemand. Stets lief sie mit eingezogenem Genick und demütig gebeugtem Kopf durchs Dorf, sie wollte um keinen Fall auch nur ansatzweise die Aufmerksamkeit von irgendjemandem auf sich ziehen. Einfach unsichtbar sein, so hatte sie die letzten Jahre am Besten gelebt. An ihrem sechzehnten Namenstag, da passierte es. Wie jedes Jahr sprach sie ein stummes Gebet für ihre Eltern, weinte stumme Tränen und hoffte, dass es ihnen dort, wo sie waren, gut ging. Wie jedes Jahr ignorierte ihre Ziehfamilie den Namenstag. Einzig Miu und Großmutter dachten daran. Von der Köchin bekam sie – wie jedes Jahr – einen Kirschstrudel. Im Gegenzug bekam die Köchin jedes Jahr ein neues Bild ihres Lieblingsvogels, einer Schwalbe. Die beiden waren mittlerweile ein gut eingespieltes Team und die alte Frau konnte sich immer öfter zurückziehen, während Akari sich um die Verpflegung des Haushaltes kümmerte. Großmutter hingegen brachte ihr dieses Jahr etwas völlig anderes. Sie gab Akari einen dicken Umschlag. "Öffne ihn erst, wenn ich nicht mehr bin, mein Kind." Mit dieser kryptischen Botschaft verabschiedete sich die alte Frau. Da es ihr gesundheitlich immer schlechter ging, wolle sie ans Meer fahren, um Gesund zu werden. Tief im Inneren spürte Akari, dass dies ein Abschied für immer sein würde. Der Namenstag sollte aber noch seltsamer werden. Natürlich tauchte wie aus dem Nichts Naurion auf. Wo auch immer er gewesen war, es sah aus, als sei er aus einem mit Stroh vermischten Matschloch gekrochen. Und natürlich folgte er ihr den ganzen Tag überall hin und trug ihre Körbe. Und grinste dabei dämlich vor sich hin. Sogar sein Schweif schlug freudig hin und her. Akari blieb nichts anderes übrig, als das Ganze seufzend zu ertragen. Immerhin schien Naurion gelernt zu haben, dass man ihr keine teuren Geschenke machen durfte. So schenkte er ihr lediglich ein dalamudrotes Haarband, auf dem..."Naurion, was ist da drauf?" … irgendwas... "Na, 's sin' Ros'n! Sieht man doch!"… Rosen gestickt waren. "Hab ich selbs' gemach'!" Der sowieso schon große Kerl schien vor Stolz noch ein paar Stückchen zu wachsen. Akari tätschelte ihm den Arm und band sich dann das Haarband um. Ja, jetzt strahlte der Blonde noch mehr. Auch das Grinsen verging ihm definitiv nicht mehr, vor allem, als er Akari nach Hause brachte und den schweren Korb mit den Einkäufen in die Küche stellte. Er zwinkerte ihr zum Abschied zu, umarmte sie... und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. Und ließ sie dann stehen. Verwirrt. Und Schockiert. Und zur Salzsäule erstarrt. Sehr spät am Abend erst konnte Akari zu Bett gehen. Ihre Ziehschwestern hatten eine Teeparty veranstaltet, die ein wenig ausgeartet war und sie hatte den Saustall beseitigen müssen. So fiel die kleine Blonde totmüde auf ihre Schlafstatt. Gerade noch so war sie dazu in der Lage, sich ihr Nachtgewand anzuziehen und die Haare noch einmal zu bürsten. Das Haarband von Naurion wurde in die Kiste zu ihren anderen Schätzen gelegt. Lange lag Akari noch wach da und starrte durch ihr winziges Fenster in den Sternenhimmel. Gerade, als sie fast eingeschlafen war, ertönte ein sehr schrilles und hysterisches Kreischen im Haus. Sofort waren alle auf den Beinen und tummelten sich in den Fluren. Das Kreischen – gefolgt von einem schmerzhaften Aufschrei – kam aus dem Zimmer der Tante. Akaris Zieheltern hatten getrennte Schlafzimmer, da sie sich sonst nur an die Gurgel gehen würden. Nun also stand die komplette Familie samt Dienerschaft vor der Zimmertür, die schließlich aufgerissen wurde. Eine zu Tode empörte Tante, hochrot im Gesicht, flüchtete sich in die Arme ihres Mannes und schrie etwas von wegen "Perversling!" "ekelhaft!" "Widerlich!" Als Akari ins Zimmer blickte, traute sie ihren Augen kaum. Auf dem Bett der Tante saß ein sehr spärlich bekleideter Naurion, dessen Miene sich natürlich sofort erhellte, als er Akari erblickte. "Röschen! 'ch...ehm...'ch habs Zimmer verwechsel'. Woll' zu dir, weißt'e?" Viel Zeit zum Antworten blieb nicht, denn die Diener und der Ziehvater beförderten den ungebetenen Gast direkt aus dem Haus. Er wurde den Behörden übergeben. Auch Akari kam nicht ohne Bestrafung davon. Ihr Ziehvater schlug sie. Er schlug sie grün und blau. Bewusstlos. Sie hatte Schande über die Familie gebracht. Und diese Schande wäre nie wieder zu beheben. So kam es, dass man, nachdem man im Dorf gehört hatte, was geschehen war, den Jungen und seine Familie nie wieder sah. Auch das Mädchen sah man nur noch selten, und wenn, dann nahm man sie nur als vorbeihuschenden Schatten wahr.



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