FANDOM



Aktuelles

Arbeitet für die Legion, Tag und quasi Nacht. Lebt für sie.


Einleitung

Rhage ging durch die Marktgassen Ul'dah's.. seine große Axt über die Schulter geworfen und sah sich um. Nicht, dass er nach Frauen ausschau gehalten hätte. Nein, ihn interessierte anderes im Leben.Die Frauen jedoch schienen mehr Interesse für den Schönling zu haben als für ihren Weg... und so lief eine gar in ein Marktbrett als sie sich so nach ihm umgedreht hatte. Es war für viele herum belustigend doch verzog er selbst keine Miene. Das Gesicht wie immer aus Stein gemeißelt, trat er zu der jungen Frau und deren zwei Freundinnen um ihr wieder auf die Beine zu helfen mit der freien Hand."Ihr solltet besser aufpassen. Nicht, dass Ihr Euch noch verletzt." seine Stimme war unglaublich tief, was man seinem Aussehen nicht unbedingt entnehmen würde.

Die Frau errötete deutlich, auch die Freundinnen daneben starrten ihn an. Rhage war ein groß gewachsener Hyuran, seine Haut an den Armen wie Gesicht war von der Sonne gebräunt und das durch die Sonne auch relativ helle, blonde Haar wehte im leichten Wind. Er kümmerte sich nicht großartig um diese, daher hingen sie ihm eher in "Fetzen" ums und übers Gesicht. Die blauen Augen verrieten ebenso wenig wie sein Ausdruck.

"J...ja also.. d..danke.." das Mädchen verschluckte beinahe ihre Zunge, so kam es ihm vor aber er widerstand dem Drang die Augen zu verdrehen. All diese Aufmerksamkeit mochte er nicht und so drehte er sich um. Nur wenige Schritte weiter hörte er das Gekreische eben jener Weiber hinter sich und ein kurzer Blick über die Schulter zeigte, dass diese aufgeregt miteinander redeten aber zum Glück sonst nix war. Vielleicht ja ne Ratte... wer weiss.

"Ich hasse das." und mit diesen gebrummten Worten zog er weiter.


Aussehen

Rhage ist groß gewachsen, sogar und vor allem für einen Wiesländer. Daher gehen Gerüchte um, dass er ein 'Mischling' sein soll. Die Haut ist gebräunt von der Sonne und das mittellange Haar blond. Die Gesichtszüge wirken abweisend mit den hellblauen Augen, doch das Gesicht scheint beinahe perfekt. Nur die narbe am rechten Auge ist auffällig. Da er immer einen Zweihänder bei sich trägt und Soldat der Legion ist seit bald 15 Jahren, ist sein Körper dementsprechend auch trainiert. Ein recht grosses Tribal ziert die Hälfte des linken Armes, welches sich über die linke Brust ausbreitet, den Hals etwas und nach hinten über die Schultern. Ausserdem hat er Nippelringe, die er vor 10 Jahren hat machen lassen. Bisher nahm er sie nie raus.


Verhalten

Hält sich prinzipiell neutral im Hintergrund, wenn ihn das Thema per se nicht betrifft und wirkt nach aussen ruhig und unnahbar. Früher sah man ihn nie lachen - mittlerweile grinst er hier und da bei einigen Witzen frech was seine Grübchen hervorhebt. Der Mann raucht ab und zu (zur Zeit etwas öfter als gewollt) eine Fluppe, trägt Kräuter bei sich die er kaut und trinkt gern und sehr oft Rum. Daher ist er auch trinkfest. Zudem ist er ein verfressener Sack.


In Besitz
  • Eine Kette mit einer roten Kugel, zeigt eine mit Äther kontrollierte Flamme. Trägt er immer um den Hals, meist aber unter der Kleidung.
  • Gezeichnetes Bild das ihn und eine Frau zeigt
  • Schwarze Kontaktperle
  • Tabak & Papier für Kippen sowie Streichhölzer
  • Beutelchen mit Kaukräutern


Fähigkeiten
  • ★★★★✰ unbewaffneter Kampf
  • ★★★★★ mit Zweihandwaffe (ausgenommen Speer)
  • ★✰✰✰✰ soziale Kontakte / Umgang
  • ★★✰✰✰ Ordnung
  • ★★★★★ Tattoo's und Piercings stechen


Beziehungen und Gesinnung
Beziehungen

FamilieBearbeiten

Vater = Ian von Raigen (†)

Mutter = Helene Sawyer

Ziehschwester = Syele Ajisai

Schwester = Irina Sawyer (†)

Schwester = Marissa Sawyer

Schwester = Emelie Sawyer

BekanntschaftenBearbeiten

Ryavin Lafflirratril

Du bist stets ehrlich zu mir und die einzige Person, der ich immer vertrauen konnte. Ja, du bist seit vielen Jahren an meiner Seite und nimmst mich, wie ich bin. Und darum will ich sein, was du willst und verdienst.

Micaiah Larin

Ich bin dir dankbar für deine Hilfe damals, ohne diese wäre ich wohl bereits tot in einer Ecke aufgefunden worden. Es gibt aber Dinge, die ich dir nie glauben konnte - und es nie werde.

Ereko Starkschild

Alter Kauz - wo bist du abgeblieben?

Nanashi Yukiji

Interessantes Tattoo, das du wolltest.

Shiro Akhabila

Hmm

Shanya Lukambi

Na.. erst ein Tattoo und dann dieses Piercing. Tut mir leid um deine Privatsphäre, als ichs gestochen hab.

Natsu Matsuo

So ein grosses Tattoo...und dann an der Stelle. Ich sag mal nicht was ich dauernd vor Augen hatte dabei. Aiaiai

Ryan Ainsworth

Lustigerweise sagtest du damals zu mir, weil ich blond bin, dass ich schwul sei. Und wer ist nun mit einem Mann verheiratet wie ich vernahm? Sooosooo...

Sora & Hiiro

Ihr zwei Fellballen habt mir das Leben erschwert und teils zur "Hölle" gemacht. Ihr habt viele Narben hinterlassen.

In ErinnerungBearbeiten

Ren Saeki

Mein Freund, für dich habe ich so viel in Kauf genommen. Ja, ich blutete für dich. Und dann haust du ab, ohne ein Wort. Freundschaft? Lächerlich...

Natsume Nagae

Du bist wohl mit Ren untergetaucht. Machs gut.

Irina Sawyer (†)

Ich habe dich sterben lassen...

Ian von Raigen (†)

Ich hasse dich mit der Glut von tausend Sonnen - zum Glück für dich bist du tot. Sonst würd ich dich ausweiden.


Gerüchte
Gerüchte

Rhage ...

  • ... soll schwul sein
  • ... ist 'die' männliche Hure von Ul'dah
  • ... soll schnell austicken
  • ... soll bereits Frauen im zweistelligen Bereich geschwängert haben
  • ... arbeitet bei der Legion
  • ... schubst gern schlafende Dodos um
  • ... ist ein Säufer
  • ... ist ein Kiffer
  • ... ist gemeingefährlich
  • ... soll ein guter Tänzer sein
  • ... mag die Farbe rot
  • ... soll Dreck am Stecken haben
  • ... hält sich zwei Miqo'te als "Haustiere"
  • ... soll ein Haus geerbt haben
  • ... soll dauernd pleite sein
  • ... gehört das Studio "zum stechenden Kaktor"

(Wahrheit oder nicht gilt es herauszufinden)

Kontakt

RP:

  • Kontaktperle wer die Synchro hat
  • Über seine Freunde
  • Über die Legion

OOC:

  • Flüstern (Rhage Sawyer)
  • Discord: Rhage#8836


Vergangenes
Ihr dürft es lesen, aber kein Meta-Wissen nutzen. Bitte. Danke! :)
Feierlaune und Nachwirkungen

Wasser plätschern.

Rhage sass in der Wanne seiner Schwester. Den Kopf hatte er zurückgelehnt.. die Arme ausgebreitet am Rand und die Beine soweit er konnte ausgestreckt. Daran hätte er sich gewöhnen können. Mit geschlossenen Augen lag er so da und dachte an die letzten Tage. Er hatte Urlaub, wenn auch kurz. Und hat bisher nur... gefeiert, so kam es ihm vor. Erst bei Ren, nun mit Syele. Es tat gut, das Leben zu feiern und auszukosten. Und trotzdem war er unruhig. Seine Haut engte ihn ein und es fühlte sich an, als würden Nadeln durch seine Haut stochern und das ohne Unterbruch. Er war bis aufs Äußerste angespannt trotz allem, was er bisher unternahm.

Unkoordiniert patschte er mit einer Hand nach seiner Hose und suchte in einem kleinen Beutel nach einem seiner Blätter. Als er eines angeln konnte, stopfte er es sich in den Mund und kaute darauf herum. Es entspannte ihn ein wenig, doch blieb die Unruhe in ihm. In diesem Zustand war nicht so gut mit ihm zu spaßen und ihm blieb wohl nichts übrig, als sich anders Entspannung zu verschaffen... einmal mehr. "Ich hasse das... aber ich muss ausgeglichen bleiben." brummte er mit tiefer Stimme vor sich hin und hob eine Hand an sein Ohr. Eine melodische Frauenstimme meldete sich. "Schön dass du dich meldest." "Mhm. Heut Abend. Hast Zeit?" mehr kam nicht von ihm, die Stimme wie immer tief und ernst. "Klar doch. Wie immer, nehme ich an." er brummte nur erneut als Zustimmung und senkte die Hand wieder.

Es musste sein. Zum Glück war sie nicht kompliziert wie die meisten anderen Frauen. Sie verstand es. Verstand ihn und quengelte nie. Darum funktionierte das auch. Mit diesen Gedanken stand er auf, rutschte beinahe in der Wanne aus und griff nach einem Tuch, das er sich um die Hüfte wickelte.

Wütende Freunde

Rhage war auf dem Weg zurück nach Ul'dah... mit schmerzender Nase, welche leicht geschwollen war. Noch immer hielt er das Tuch von Micaiah ab und zu an die Nase, rein um zu überprüfen ob es wirklich nicht weiterblutete. Die Schwellung an der Nase war harmlos... und er hatte auch etwas dagegen bekommen, es benutzt hat er bisher aber nicht. Als er so die Tore der Stadt sah, versank er in Gedanken...

[etwas zuvor]

Schwitzend, genervt... und leise schnaubend kam er aus dem Gästezimmer in Ul'dah. Die Kontaktperle hatte er in die Hand genommen und war versucht, sie wegzuwerfen oder gar zu zerstören. Das hatte ihm echt die Entspannung vermasselt... Und so stapfte er los in Richtung Kelchkuppe. Auf dem Weg da hin, legte er sich einige Dinge die er loswerden wollte zurecht. Man hätte ihn als Außenstehender schon beinahe für Irrer erklären können, da er mit sich selbst sprach. Gerade als er die Strassen entlang ging in Richtung des merkwürdigen Hauses wo Ren arbeitete, sah er die kleine Gruppe am Wasser stehen vor einem Heilerhaus. Ren, seine kleine Freundin und die andere Goldschuppe. Bingo, gefunden! Mit noch immer schlechter Laune trat er heran. "Was sollte das Ren?!" es war klar, dass er nicht zum spaßen hier war. Es war aber die Reaktion von seinem Freund, welche ihn überraschte und stoppte in seinem Vorhaben. Sofort wurde Rhage am Hemd gepackt und Ren wollte ihm doch tatsächlich ins Gesicht schlagen.. während die Frauen abzogen - womöglich besser so. Den ersten Schlag, den Ren austeilen wollte... wurde ohne weiteres geblockt. Als sein Kumpel dann auf dem Boden sass, kniete sich Rhage zu ihm und redete auf ihn ein. "Wegen meinem Rat? Blödsinn. Beruhig dich mal." weiter verteidigte sich Rhage auch nicht. Auch wenn er es konnte, so wollte er ihm nichts tun. Zudem wusste er, wie befreiend es sein konnte, wenn man jemandem eine knallt... BAM! Der zweite Schlag seines Kumpels hatte gesessen und Rhages Kopf flog etwas zurück dabei. Ein kleines Rinnsal kam aus der Nase gelaufen, es störte ihn aber wenig. "Gehts dir jetzt besser?" er hielt Ren die Hand hin um ihm auf die Beine zu helfen. Noch einmal fing er sich eine, wenn auch weniger fest. Gut, das war verdient. Er hatte ihn ein klein wenig gestichelt. Eine Hand an der Nase und die andere an Rens Rücken gelegt, gingen sie los, um die beiden Frauen aufzusuchen.

"Rhayer...?" "mhm..?"

"Diese Stimme... war sie gut?"

Ren grinste ihn breit an.

"Ja, das war sie."

Bromanzeprügelei.png
Liebesbrief?

Rhage stand still und stumm unter der Gemeinschaftsdusche. Die Schwellung im Gesicht war bereits verschwunden und er sah zu Boden. Das warme Wasser lief ihm am Körper nach unten, das mittellange blonde Haar klebte ihm an der Haut und teils im Gesicht, da er zu Boden sah. Er liebte diese Momente. Genau in dieser Zeit hatte er die vollkommene Ruhe und es entspannte ihn ungemein, er brauchte das einfach. Lange stand er da, bis er eine Hand hob und die Dusche ausmachte. Die letzten Tropfen perlten an ihm runter, während er bereits nach seinem Tuch griff um es sich um die Hüfte zu wickeln.

Als Rhage dann so aus der Dusche stapfte und zu seinem Zimmer gehen wollte, stand da ein Blumenstrauss vor der Tür. "Was...." kam es nur und schon wurde er unterbrochen von seinen Kollegen. "He Rhage, sag mal.. was hast du in deinem Urlaub so getrieben?" klare Andeutung auf den Strauss, ohne Frage. Aber wer würde schon sowas tun? Er hatte weder eine Freundin noch sonst gäbe es Grund dazu... nicht einmal Syele tat sowas. Er ging in die Knie und bemerkte den Brief, der da so beim Strauss war. Er griff danach und hoffte inständig, dass es keine liebestolle Frau war, die ihm im Nacken sass. Der Brief wurde geöffnet... und er las ihn. Natürlich standen alle neugierig hinter ihm und sahen von oben her nach unten, sie selbst wollten den Brief auch lesen ... was sie taten.

Das Getuschel hinter ihm fing an. ".. Hand ausgerutscht..? Rhage, sag mal hat dir jemand einen runterg..." - "Klappe, nein!" - " .. Abendessen?" sagte ein weiterer und noch ein anderer fügte an: "In Liebe, Ren? Wer ist das? Klingt wie'n Kerl! Sawyer, sag an!!! Ich wusst's doch immer!!"

Rhage kniete noch immer am Boden und funkelte das Stück Papier an. "Schnauze! Ren ist die Abkürzung von... Renate! Idioten!" log er und nahm dann den Strauss, ging mit diesem ins Zimmer und knallte den anderen die Tür vor der Nase zu.

"Ren du Kröte.. na warte. Das verlangt nach Rache.. Rache der besonderen Art." er hob einen Mundwinkel und grinste diabolisch vor sich hin.

Wer mit wem?

Mit einem unheimlichen Kopf-brummen öffnete Rhage die Augen. Die halbe Flasche Rum so schnell zu trinken war keine gute Idee gewesen so im Nachhinein.. er hätte sich einfach schlagen lassen sollen. Er hob die Hand an sein Gesicht und knautschte es grob, gähnte leise... Warum musste es immer so enden wenn er auf Ren traf? Als er versuchte aufzusitzen... ließ er sich wieder zurück ins Bett fallen und ließ den Abend Revue passieren...

Nachdem er gestern einfach ins Zimmer der beiden reingeplatzt war, musste er die Rache einfach ausüben. Besonders scharf auf den Kuss war er nun auch nicht gewesen, aber Strafe musste sein... so beugte er sich zu Ren runter, zwischen den beiden Goldschuppen und drückte ihm eher grob einen Kuss auf die Lippen. Kurz darauf sprang Ren auf und verließ das Zimmer. Bingo, Treffer! Ihm selbst wurde leicht übel dabei und er ging zur Wanne um sich den Mund auszuwaschen.. dabei erschauerte er. Die kleine Freundin von Ren hatte sichtlich Spass an dem Szenario und lachte nur während die andere Goldschuppe irgendwie Nasenbluten bekam. Seltsam, was solls...

Gerade als Ren wieder rein kam, wollte Rhage sich einem normalen Thema widmen doch... wurde er quasi angefallen. Wollte die liebestolle Schwuchtel ihn doch tatsächlich weiter abknutschen?! Sofort wich Rhage zurück... und beide platschten ins Bad. Es spritzte.. beide rangelten bis am Ende Ren sich zurückzog mit den Worten: "ich bin nicht gern unten." Hah, gewonnen!

Nach der Rangelei stand Rhage dann doch auf und sah sich kurz um.

Er hatte sein klatschnasses Oberteil ausgezogen. Nichts hasste er mehr als nasse Kleidung die an ihm klebte. Zum Vorschein kam sein durchtrainierter Oberkörper, das Tribal das so über seine linke Schulter nach hinten verlief und die kleinen Ringe an seinen Brustwarzen, welche er sich vor einigen Jahren stechen ließ. Nicht, dass ihn das störte dass ihn jemand so sah. Doch die Goldschuppe hatte bereits wieder Nasenbluten. Nur ein wenig beugte er sich vor, zu ihr runter und hielt ihr das Taschentuch hin, welches sie ihm vor zwei oder drei Tagen gegeben hatte.


In der Gegenwart brummte er erneut kurz auf... zog die Augenbrauen zusammen...http://de.ff14-shiva.wikia.com/wiki/Nanashi_Yukiji#


Ren hatte gerade Natsume ins Bett gesteckt und blieb wohl noch etwas dort, als Micaiah ihm ein Handtuch zuwarf und mit dem Zweiten seine Haare trocken 'wuschelte'. Vorsichtig trocknete er seinen Oberkörper ab. "Danke." und schon legte er sich kurz darauf mit dem Rücken aufs Bett, die Augen geschlossen. Wow, war das Bett weich. Sowas hatte er bei der Legion nicht. "unfair" kam es gemurmelt von Micaiah neben ihm und er öffnete doch kurz die Augen wieder... sah, wie Micaiah ihn quasi mit den Augen verschlang. Nichts Neues, daher reagierte er auch nicht weiter und setzte sich auf. Dabei bewegten sich die Muskeln erneut. "Du bist .. mehr..." das bezog sich auf seine Muskeln. Mehr als Silvaire? Ja, das Spitzohr wirkte recht schlaksig in der Tat. Bereits jetzt dröhnte leicht sein Kopf von dem merkwürdigen Mix, den Ren ihm brachte. Und die Kleine hatte schon von einem Schluck zu viel wie es schien. Da hörte er ein Geräusch hinter sich, was...?! Trieb er es etwa hinter ihnen mit Natsume? Rhage stand auf mit dem Vorhaben, Ren ebenso zu stören. So. wie er bereits einmal unterbrochen wurde. Doch Micaiah hielt ihn mit Aussagen und Fragen zurück... bis Ren hinter ihm breit grinsend auftauchte. "Mensch, mach sowas nicht! Reicht schon dass die das in der Legion so machen!" Irgendwie wurde Micaiah immer offener und Rhage war deutlich überfordert mit der Situation. Die Kleine meinte doch, dass sie mit Syele Stress hatte... daher wollte er sich da nicht noch mit reinziehen lassen. Würde er jetzt nachgeben und mit Micaiah schlafen, dann hätte er bestimmt ebenso Ärger am Hals. Zudem war sie betrunken.... und was tat Ren dann? Er bekräftigte es noch! Boah...

Als er draußen mit Ren sprach, holte Rhage sich kurz darauf noch die Flasche des besten Rums und trank sie bis zur Hälfte. Nun immer mehr vom Rum beeinflusst legte er sich auf das Bett... erneut auf den Rücken und die Rumflasche in der Hand. Nur, um diese kurz danach nach Ren zu werfen nach der Aussage: "Er kriegt so keinen mehr hoch." Die Flasche verfehlte das Ziel um Weiten.. leider. Naja.. nun sollte er aber Ruhe haben... Da setzte sich Micaiah zu ihm und begann, ihn zu befummeln. Spätestens als eine Hand seine Hose fand zuckte er ruckartig weg. So fest wollte er das gar nicht, aber er rollte übers Bett und fand den Boden. Ihm war sooo schwindelig... ob er sich noch übergeben musste? Vorsichtig kroch er wieder aufs Bett.. Ren hatte die Goldschuppe weggenommen. Gut... so konnte er sich schlafen legen.

"Du bist in einer Beziehung", sprach Micaiah zu Ren. Da die beiden so gern quasselten konnte er nicht schnell einschlafen und bekräftigte Micaiah's Aussage... während Ren völlig durchdrehte und aus dem Haus rannte.

Ich... klär das morgen...

Jetzt war morgen und er konnte sich kaum rühren... doch er musste einfach mit der Freundin von Ren sprechen.

ImZimmerVonRenUndNatsu.png
Ren's Panik

Immer wieder ist Rhage eingeschlafen... sein Kopf dröhnte und pochte heftig nach dem Alkohol. Das gestern hatte es wirklich in sich, vor allem auf derart nüchternen Magen. Langsam schwang er die Beine über die Bettkante und stand auf. In einer fließenden Bewegung hob er die Arme angewinkelt und streckte sich genüsslich wie auch lang. Sein Körper dehnte sich dabei bis man sogar laut und deutlich das Knacksen der Knochen vernehmen konnte. Das tat gut!

Erst jetzt bemerkte er Micaiah, die da war und ihn ansah. "Guten.. Abend." Abend..? Hatte er ernsthaft einen Tag verschlafen... an dem er arbeiten sollte? Na, wenn das mal keinen Ärger gibt.

Micaiah hob ihm doch tatsächlich das Oberteil auf und hielt es ihm hin. Wusste auch nicht, was gestern geschehen war allem Anschein nach. Was für ein Glück. "Eh, Danke." sofort bedeckte er seinen Körper mit dem Stück Stoff, nicht dass er die Kleine bereits wieder 'ablenkte'. Nur grob gab er ihr gewisse Ereignisse wieder wie: "Rock ausgezogen und betrunken." Zudem versicherte er ihr, dass nichts geschehen war.. also zwischen ihnen. Dass sie ihm in dem Zustand gar an die Hose gefasst hatte, musste er ihr ja nicht auf die Nase binden. War einfach besser so seiner Meinung nach. "Mensch mein Kopf platzt gleich..." er wollte nun wirklich nicht jammern, aber das war nicht ohne.

Freundlich wie immer bot sie ihm eine Tablette an und die beiden gingen ins Lazarett. Als er dann die Pille geschluckt hat mit einem Glas Wasser, sah er sich erstmals im Lazarett um. Zweckmäßig war es eingerichtet - wenn man von den Plüschies die ihm die Nackenhaare aufstellte mal absah im Vorraum. Der Blick traf irgendwann das Teleskop, dass dort stand und er ging zu jenem, sah auch hindurch. Irgendwie kamen sie auf seine Schwester zu sprechen und er verzog das Gesicht. Er wollte sich wirklich nicht einmischen. Das sagte er Micaiah auch sehr direkt.

"Versuchen wir doch Ren zu erreichen" oh, das war einmal eine gute Idee. Micaiah hob den Arm mit dem Band und der Kontaktperle an ihr Horn, während Rhage sich zu ihr beugte um mit zu lauschen und wenn nötig, mit Ren zu sprechen. Erst einmal kam sehr lange nichts, das Signal aber ging durch... bis sich eine Frauenstimme meldete. Wenn er mit irgend'ner Frau nun.... "Da warn Kerl der hat mir die einfach so geschenkt. Hat uns beim Tanz zugesehen." - Moment.. tanzende halbnackte Frauen? Ohne dass er dabei war?! Leider war Funkstille bevor er weiter nachhaken konnte.

Allem Anschein nach bemerkte auch Micaiah, dass er sich das gern angesehen hätte und bot ihm an, für ihn zu tanzen. "Eh. Das sind welche, die das professionell machen. Sag, ist es unhöflich nach Essen zu fragen?" sein Magen knurrte und außerdem musste er dringend das Thema wechseln.

Kurz darauf sass er in der Küche und aß etwas leckeres, was er nicht genau definieren konnte. Dazu ein Stück Brot. "Ich muss zur Arbeit aber falls du nicht gefragt wurdest: wir wollen nach Coerthas." Wir...? Wer war 'wir' und wozu sollte er diese Personen begleiten wollen? Micaiah war aber bereits weg.

Nachdem die Goldschuppe zur Arbeit gegangen war, schlenderte Rhage etwas unorientiert durch die Gänge. Er öffnete diverse Zimmer - mitunter wohl sogar das Zimmer des Spitzohres.. er war versucht, neugierig einzutreten aber ließ es sein.

Als er endlich das Zimmer fand, auf dem Ren und Natsumes Namen standen an der Tür, trat er ein. Da sass die kleine Freundin von Ren vor dem Kamin und las in einem Buch. Irgendwie musste er ihr beibringen, dass Ren abgehauen war gestern. "Hey." begann er recht unbeholfen und setzte sich auf die Couch beim Kamin. Irgendwie musste er es ja hinter sich bringen... und so beichtete er, dass Ren die Fliege gemacht hatte nach dem Thema "Beziehung". Zu seinem erstaunen war sie nicht besonders besorgt, eher ein wenig bedrückt und traurig. Na toll.. genau das wollte er eigentlich nicht erreichen. "Du, wir Männer sind eben doof. Wir reagieren manchmal so, ginge mir wahrscheinlich nicht viel anders. Nimms ihm nicht übel." So versuchte er, die Wogen ein wenig zu glätten. Die beiden kamen sogar kurz auf den Abend gestern zu sprechen, an welchem Natsume einiges verpasst hatte. Das heiterte sie anscheinend wieder in klein wenig auf, als Rhage erzählte wie direkt Micaiah war und was da noch alles vor sich ging. 

"Wenn er bis morgen Früh nicht zurück ist, werde ich ihn suchen gehen."

Schön. Das wars, was er hören wollte. "Klar mach ich mir Sorgen, er ist mein Kumpel. Auch wenn wir uns öfters fetzen... so sind wir nunmal." entgegnete er ihr noch, als sie auf nette Art und Weise zu ihm sagte, dass Ren froh sein kann einen Freund wie ihn zu haben. Naja... wenn sie da mal nicht falsch lag. Bisher brach immer Hektik aus, wenn er da war. Kurz darauf.. verschwand er in Richtung Ul'dah.

Konsequenzen

Nur das Geräusch eines immer wiederkehrenden Tropfens war zu vernehmen. Ansonsten war es... ganz still. Rhage öffnete die Augen. Gerade als er mit der linken Hand an an seinen Kopf greifen wollte, durchzuckte ihn ein deutlicher Schmerz in eben dieser Schulter. Den Kopf drehte er leicht zur Seite und versuchte etwas zu erkennen. Hmm... er lag ja so im Gang...

[einige Stunden zuvor]

Nachdem Rhage einen ganzen Tag der Arbeit ferngeblieben war, ohne es zu melden waren seine Mitbewohner wie auch der Vorgesetzte in ganz übler Laune. Vor allem der Vorgesetzte. "WO warst DU?!" kam es ums Eck gebrüllt, als Rhage durch die Gänge spaziert kam spät abends. "Entschuldigt, aber mir ging es nicht so gut." - "Wenn es einem nicht gut geht, dann LIEGT MAN IM BETT!" er deutet zur Tür.. zur Tür von Rhages Räumen mit den anderen. "Da warst du aber nicht. Und wirklich krank wirkst du auch nicht!" Er verzog das Gesicht.. du meine Güte, musste der Kerl so brüllen? Naja.. Roegadyn halt... und er war auch nicht klein. Nein, er übertraf Rhage bei weitem.. in der Höhe und Breite sozusagen. Sein Kopf begann wieder etwas zu pochen. "Hört bitte auf zu brüllen... es ist mein Kopf." Skeptisch besah er Rhage und schüttelte den Kopf. "Du hast gesoffen! In deiner Freizeit kannst du tun, was du willst.. aber NICHT wenn du die Arbeit dadurch vernachlässigst!" Rhage nickte und hörte sich die Brüll-Predigt an des Roegadyn. Als er schon fast fertig war, machte sich Rhage auf den Weg an ihm vorbei.. oder wollte es zumindest.

Seinen Vorgesetzten packte die blanke Wut bei der Gleichgültigkeit, die Rhage zu Tage legte. So hob er ihn einfach mit der Rechten am Kragen hoch und drückte ihn an die Wand. Fest knallte er dagegen, leider nur mit der linken Schulter und der Kopf wurde auch in Mitleidenschaft gezogen dabei... und das, wo er eh schon Kopfschmerzen hatte! Rhage zuckte fest zusammen und verzog das Gesicht deutlich. Biss sich jedoch auf die Lippen und gab keinen weiteren Mucks von sich. Statt diese Reaktion als gut zu befinden, donnerte der Roegadyn ihn nochmals gleich an die Wand und ließ ihn zu Boden fallen. "Komm ja nie mehr zu spät...! Ist das klar?" Benommen nickte er nur und hielt mit der Rechten die linke Schulter. "HAST DU VERSTANDEN?!" kam es nun wieder gebrüllt und Rhage erhob das Wort. "Ja, verstanden." dann zog sein Vorgesetzter ab.


Rhages Schulter pochte wie wild... aber er ignorierte das Gefühl. Nachdem er endlich die letzte Kartoffel geschält hatte, ging er in Richtung Kelchkuppe um Ren zu suchen... Langsam aber sicher war er wirklich ernsthaft besorgt, so panisch reagierte er bisher nie. Wie ein aufgeschreckter Dodo, nachdem man ihn ins Wasser geschubst hatte.

Als er das Haus des Spitzohres betrat, wars absolut still. Er sah nur wie eine kleine Xaela mit weißem kurzem Haar herumsaß.. gelangweilt. "Ist sonst jemand da?" diese verneinte es. "Nein... sau langweilig..." sie musterte Rhage kurz aber beachtete ihn nicht weiter. Also ging er weiter durch den Gang bis er den Zettel fand von Micaiah. Heilerhaus? Hmm.. vielleicht wusste sie ja mittlerweile mehr. Gehn wir mal hin...

Kurz darauf steht er vor besagtem Heilerhaus und betrachtet die Aushänge vor seiner Nase. Das Phantombild von Syele war beinahe eine Beleidigung... sie sah besser aus! Kurz davor, die Aushänge einfach abzureißen besann er sich eines besseren. Er wollte sich NICHT einmischen... reiß dich zusammen Mann. Also trat ein einfach ein. Noch bevor die Tür wieder hinter ihm geschlossen wurde sah Micaiah ihn. Heute trug sie einen Stab, den er noch nie gesehen hatte und er trat heran. Sprach mit ihr, ob sie denn Ren gefunden hätte. Leider Fehlanzeige. Auf einmal wurde er aus versehen vom Stab getroffen an der Schulter... Schmerz lass nach! Er zuckte leicht und verzog das Gesicht, reagierte nicht weiter. Erst als Micaiah immer wieder auf die Schulter piekte und drückte bracht er am Ende beinahe ein und er gab nach... sie wollte ihn behandeln? Okay soll sie das tun...

Unten ließ er sich untersuchen und abtasten. Alles halb so wild... er zuckte erst weg als Micaiah ihm einen Armschutz mit KRAGEN anlegen wollte. Was war er... ein verletzter Hund? Blinzelnd schüttelte er den Kopf und letzten Endes ließ er sich breit schlagen, eine andere Schiene zu tragen. Immerhin kein Kragen....

Wieder oben am Empfang versprach er ihr sich zu melden, sollte er Ren finden... dann verschwand er auch schon wieder.

Aussetzer am Strand

Wütend wie eine aufgescheuchte Herde kam Rhage die Treppen zum Strand runter. Er war mit den Nerven völlig am Ende durch das, was heute Morgen vorgefallen war. Und Ren war irgendwie Schuld daran... Schon erblickte er den Übeltäter da im Wasser sitzend mit Natsume. Zielstrebig und mit schnellen Schritten ging er auf die beiden zu. "REN!" brüllte er dabei schon. Er war wie auf Nadeln...

Nachdem Rhage endlich mit Ren etwas abseits reden konnte, geigte er ihm ganz schön die Meinung. "DU hast das provoziert. DU warst das und DU wirst das auch bereinigen." die Drohung kam wohl an.. wenngleich Rhage am liebsten zugeschlagen hätte... er würde seine Hand nicht gegen Ren erheben. "Ich hab nur gesagt, sie soll direkt sein. Nicht, dass sie dich anfallen soll." irgendwie.. war ja klar, dass das Gespräch am Ende wieder zu nichts wirklich führen würde. Rhage musste sich beruhigen.. irgendwie. Also schlüpfte er aus dem Shirt, den Schuhen und ging ins Wasser. Es half ein wenig und er war froh darum.. gerade als er aus dem Wasser trat, kam Micaiah auch schon dazu und Ren rannte an ihm vorbei. Was.. war los? Alles ging viel zu schnell .. schief, so könnte man das nennen. Ren war mal wieder ausgerastet ob eines kleinen Scherzes und Natsu und Ren verzogen sich auch einfach recht schnell. Wunderbar... er wollte nicht zum Strand, kommt doch und am Ende sitzt er fast alleine da. Nur Micaiah war bei ihm.

"Kannst du nicht schwimmen?" überrascht sah er zu Micaiah runter, die bereits schwimmen musste als er noch locker stehen konnte. Naja schwimmen konnte man das nicht nennen, sie paddelte.. wie ein Hund der versuchte sich über Wasser zu halten. Eigentlich lustig anzusehen, leider war ihm nicht nach lachen zumute. Aufmerksam wie er eben dann doch ist, ging er um sie herum und hob den gesunden Arm damit sie sich halten konnte und nicht noch ersaufen würde. Alles halb so wild, auch als sie ihn mit Wasser anspritzte. Unangenehm wurde es für ihn erst, als er etwas an seinen Beinen unter Wasser spürte. Erst dachte er, es könnte ein Fisch oder eine Schlange sein... dann bemerkte er den goldenen, schuppigen Schweif von Micaiah. Er trat was weg und wollte sie leicht abschütteln.. schon biss sie ihn in die Schulter. "uhmm.." er starrte sie an und spannte die Muskeln an, damit sie abrutschte mit den Zähnen. Er brauchte wieder seine Blätter, leider waren alle aufgebraucht.. alle, die er für die Woche hatte waren bereits weg. Du meine Güte...

Dann rastete er aus.

Als wenn ihn der Tod persönlich jagen würde, ging er los in Richtung Strand aus dem Wasser raus. "Lass mich los." befahl er Micaiah und sie tat das auch.. kurz darauf, rannte er erst einmal ein paar Meter und verkroch sich. Beruhigte sich... bis sie schon wieder neben ihm stand. Herje... und ihr Angebot darauf, machte es nicht besser - im Gegenteil. So stand er auf, ballte die Hand zur Faust und knallte diese unsanft neben Micaiah an die Wand. Er beugte sich zu ihr runter und schwor darauf, wenn sie nicht aufhören würde.. dass dies sehr ungemütlich für sie Enden dürfte. Kurz darauf... flüchtete sie mit hochrotem Kopf und einem "Fuueee"...

Strand-Event gildenintern.png
Gedanken

Rhages Brustkorb hob und senkte sich schnell, als er da so auf dem Bett sass.. er hatte kalt geduscht aber ihm gings nicht besser. Eigentlich hatte er sich ganz gut unter Kontrolle gehabt die letzten Wochen. Aber jetzt? Sein Gleichgewicht war absolut aus den Fugen geraten. Auch wenn viele Frauen hartnäckig waren... selten aber so wie die Kleine das hier zu Tage legte. Er schloss die Augen und griff mit dem gesunden Arm nach dem Verschluss der Schiene... ließ sie einfach so zu Boden fallen. Dann hob er die Hand an die Kontaktperle.

Er war einfach aus dem Wasser gerannt und hatte Micaiah von sich geworfen... und als wenn das nicht schon genug gewesen wäre, hat er auch noch irgendwas gesagt wodurch sie kurz darauf quasi... flüchtete. Hmm.. Entweder war das gut für ihn oder nicht. Da der Weg aber durchaus gefährlich sein kann vor allem gegen Abend, musste er sich vergewissern ob es ihr gut ging. "Hey." meldete er sich wie eh und je nüchtern mit tiefer Stimme. Micaiah klang leicht aufgeregt, doch sprach sie mit ihm. Und es ging ihr gut. Er gab der kleinen Goldschuppe einen gut gemeinten Rat, denn anscheinend ging sie hastig nach Hause wegen eines Problems. Weiter konnte und wollte er aber auch nicht helfen... er war müde, sie wohl auch und daher verabschiedete er sich.

Kurz darauf lag er mit dem Rücken auf dem Bett. Noch immer war er unruhig und machte sich seine Gedanken. Syele hat ihre Kräfte vielleicht verloren? Sie konnte das nicht kommen sehen was mit der Goldschuppe und dem Spitzohr war? Hmm... wenn das so war, würde sie überhaupt herausfinden und böse auf ihn sein, wenn er nachgeben würde? All diese Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Lange lag er einfach nur da und sah zur Decke hoch... bis er ruckartig aufstand, eine Hose wie das Shirt wieder anzog... in die Stiefel schlüpfte und sich mitten in der Nacht nach draußen begab.

Bücher und Missverständnisse

Als Rhage das Haus in der Kelchkuppe verliess, war der Morgen gerade am anbrechen. Noch war es eiskalt draussen und die ersten Sonnenstrahlen versuchten sich den Weg zu bahnen am Himmel. Einen Moment schloss er die Augen und atmete ganz tief durch, atmete die frische Luft ein und lauschte der Umgebung. Er war wieder vollends entspannt - wen wunderts nach den Stunden eben mit Micaiah. Er war zufrieden und wieder vollkommen ausgeglichen wie auch entspannt. Sie wirkte auch zufrieden, dass liess seinen Selbsthass zurückhalten... doch nun wo er hier stand, keimte er auf. Er war ein Tier gewesen... früher und eben auch. Jede Wette die Raen hatte blaue Flecken am Körper und alleine schon damit er das nicht sehen musste, verliess er sehr schnell was Zimmer, das Haus.. und nun die Kelchkuppe. Er musste zur Arbeit oder ihm blühte noch Schlimmeres als sonst schon.


Endlich war Feierabend. Er hatte noch länger gehabt, da er morgen nicht nochmals schälen wollte. Er brachte somit alles heute hinter sich und kippte bereits währenddessen beinahe um. Wieviele Stunden am Stück war er nun wach...? Müssten nun schon an die 43 sein. Der müde Blick fällt auf die Uhr... es war halb neun und er wollte doch noch mit Ren sprechen. Ob er dazu ernsthaft in der Lage war..? Hmm.. Nur einige Minuten später verliess er tatsächlich Ul'dah um zum Haus zurück zu kehren.

Nachdem er gefühlt JEDES Zimmer beinahe betreten hatte auf der Suche, fand er Ren dösend in der Bibliothek. Ein Buch über dem Gesicht lag er auf der Couch. "Raaaaainerrr!" kams von hinter ihm und er sah zur Tür. Natsume, sie war auch da. Viel bekam er nicht mit von den Gesprächen.. er hörte wie die beiden übers Erbrechen und küssen sprechen. Er war fix und alle und kurz davor selbst auf der Couch einzuschlafen, denn auch er hatte sich hingelegt.. auf die andere.

Es quietschte... der Schrei von Ren weckte ihn auf "Natsuuuuu!" schnell für seinen Zustand sprang er auf die Beine und sah quasi in Zeitlupe wie ein grosses Bücherregal voller.. Bücher und mit Natsu daran klebend zu Boden ging. Ren hechtete hin und... beide wurden darunter begraben mit einem lauten Knall. "Verdammt..." er stapfte schnell zu dem Regal und versuchte erst mit nur einem Arm das Regal wieder aufzustellen... vergebens. "Alles in Ordnung?" immerhin meldeten sich beide. Eigentlich sollte er nicht... und doch nahm er dann den anderen Arm zur Hilfe. Kräftig drückte er mit beiden Armen das schwere Regal hoch und Ren half von unten her mit... bis es wieder zu stehen kam. Kein Blut, keine gebrochenen Knochen.

Er half Natsume auf die Beine, Ren stand ja bereits wieder. Dann betrachtete er das Regal.. und die herumliegenden Bücher. Wenn da nicht einer austickt... er kannte dieses Spitzohr nicht wirklich aber er wirkte nicht gerade, als würde er sowas toll finden wenn er es sieht. Mit den Gedanken begann er dann, die Bücher wieder ins Regal zu stellen. Er achtete sich aber auf keine Ordnung dabei und Ren noch weniger, der stapelte sie sogar während Natsume sie nach farben auf ihrer Seite sortierte.

Klonk - er schlug Ren an den Hinterkopf mit einem der Bücher. "Das is noch für gestern." fest war der Schlag nicht aber bei seinem Schädel den er hatte, dürfte das doch auch gut gewirkt haben. Ren landete mit dem Kopf im Regal und... begann panisch und beinahe wie ein kreischendes Weib zurück zu zucken. "Eine Spinne!" und weg war er.. versteckte sich doch tatsächlich hinter der Pflanze vor einer ... Spinne. Was für ein Held. "He, halt du ihn fest... ich jubel ihm die Spinne unter..." Natsume wusste nicht so recht, ob sie mitmachen sollte während Ren schon die Fliege machte. Also griff Rhage sich die Spinne an einem Bein und hielt sie hoch. "Lass sie los, du tust ihr weh!" "Blödsinn." so hoch er konnte hielt er die Hand, damit Natsume sie nicht erreichte... bis sie dann einfach den gleichen 'Move' abzog wie beim Regal. Sie stürzte sich auf ihn und wollte an ihm hochklettern. Halb so schlimm, wenn sie dabei nicht seine Schulter berührt hätte. Unter Schmerzen sackte er zusammen - mit ihr und beide landeten auf dem Boden während die Spinne... frei war.

Plötzlich surrte ein Pfeil ganz nah an den beiden vorbei. Rhage zog den Kopf ein und Natsume auf ihm zuckte ebenso zusammen. Das... sah nun echt falsch aus und Ren verstand es auch falsch. Mist! Natsume sprang einfach über ihn hinweg und auch er ging los, um Ren zu suchen. "Der wird doch hoffentlich nicht ernsthaft denken, dass ich Natsume anfassen würde..." kopfschüttelnd suchte er nach Ren und rief auch ab und zu seinen Namen. Als er nach rechts etwas runter sah, fixierte er drei Miqo-te Tänzerinnen die ihm teils zuzwinkerten... bis er näher kam und auch Ren wie Natsume, die ihn gefunden hatte, bemerkte. "Wenn er dir nochmal zu nahe kommt verfehlt mein Pfeil nicht mehr!" - "Ren, da war nichts. Ich würde niemals sowas tun." aber er hatte es satt sich zu rechtfertigen und schaltete auf taub. Enttäuscht schüttelte er den Kopf. Wenn sogar einer seiner besten Kumpel ihm nicht vertraute, wozu dann noch Mühe geben? Daher drehte er sich einfach um und... ging durch die Kuppe.


Naja, er konnte Rens Reaktion nicht einmal übel nehmen. Er hatte einen echt miesen Ruf und war als Frauenheld bekannt. Er war ein Tier und wird es immer bleiben... er zog die Augenbrauen zusammen. Unterwegs riss er sich diese dumme Schiene von der Schulter, sie pochte eh wie wild. Das brachte also nichts, da konnte er sie auch ausziehen. Gerade als er um die Ecke bog zum Heilerhaus, lief er Micaiah vor die Füsse. Er drückte ihr die Schiene und etwas Gil in die Hände. "Danke. Das ist für die Behandlung." andauernd wollte sie ihn mit Magie heilen. Er mochte das nicht aber sie blieb stur und machte einfach, egal wie er wegzuckte. "Soll ich dich zur Kaserne begleiten?" Nein, sollte sie nicht. Aber die tut ja eh was sie wollte. "Mach, wie du meinst." er stapfte los und Micaiah ging neben ihm her, brachte ihn tatsächlich zur Kaserne als wäre er ein kleines Kind. Er tätschelte leicht ihren Kopf für die 'Hilfe' und ja, gab ihr noch bevor er durch die Tür schlüpfte einen kurzen Kuss auf die Wange als Dankeschön dafür, dass sie ihn aufbauen wollte. Eigentlich war sie ja nett, wenn sie ihn nicht grad reizte bis er drohte den Verstand zu verlieren.

Unangebrachtes Geschenk

Rhage schlief so fest wie schon lange nicht mehr diese Nacht. Und für sein Gefühl viel zu wenig, denn er fühlte sich nach den paar Stunden Schlaf wie fünfmal von einem fetten Chocobo überrannt. Aber es ging ihm zumindest besser als gestern. Da ist er ja beinahe im gehen eingeschlafen.


Seine Perle summte am Ohr als er gerade dabei war aufzustehen. Verwundert hob er die Hand und... stand auf. Nackt, wie Gott ihn schuf. Er schlief eh nie mit Kleidung am Leib außer... er war zu betrunken sich auszuziehen. "Hallo?" entgegnete er und die melodische Stimme meldete sich wieder. "Geh mal zur Tür." was zur... und so ging er zur Tür, öffnete sie auch. Da stand die Hyuran Sängerin vom letzten Mal und eine etwa so große Elezen wie er es war. "Was solln das werden?" die beiden starrten ihn nur an und nickten grinsend. Schließlich hatten sie grad den 'vollen Durchblick' also wollte er schon die Tür zuknallen. Daraus wurde dann nichts und Rhage hob die Hand von der Perle weg. "Ach komm schon, sowas belebt und macht frisch für den Tag." mit den Worten schoben sich die beiden ins Zimmer zu ihm.


Relativ 'schnell' standen die beiden wieder vor der Tür und verschwanden vor die Tore der ewigen Halle während Rhage kurz darauf aus dem Zimmer stapfte in Trainingsklamotten. Seine Schulter schmerzte nur noch wenig, da Micaiah Magie anwandte gestern und so beschloss er endlich wieder zu trainieren. Nur ein paar Räume weiter war der Raum und er griff sich seinen Mitbewohner um etwas zu üben. "Jo, hat dir mein Geschenk gefallen?" sagte er grinsend zu ihm, als er bereits gegenüber von Rhage stand um einen Übungskampf zu beginnen. "Ja, echt genial." Sarkasmus, wobei das der Andere nicht begriff allem Anschein nach denn er wirkte zufrieden mit sich. "Nächste Mal schick ich dir gleich drei aufs Mal."

Es folgte ein Schlag, den selbst einen Bullen umgehauen hätte von Rhage. Direkt ins Gesicht, ohne Rücksicht auf Verluste und sein Mitbewohner küsste die Matte. Rhage kniete sich zu ihm und griff grob an seinen Kragen. "Du Arsch. Nochmal sowas und du findest deinen kalten Leib unter einer Brücke in Thanalan irgendwo." Rhage funkelte den Kerl an .. die Drohung war leise nur zu ihm, aber mit Nachdruck gesprochen. "Was.. ich guck doch nur, dass unsere männliche Hure auch was zu tun hat. Glaub kaum dass dir die kleine Raen reicht von letztens."

Übungskampf mit Folgen

Alle denken zu wissen, wie ich bin. Was denken sie sich eigentlich dabei ein Urteil zu bilden?! Rhages Atmung ging schnell nach dem Schlag und als er den Kerl so am Kragen hielt.

"Sagst doch nie nein zu etwas Spaß.... - Sexsymbol-."

--Männliche Hure.--


Rhage lieferte sich einen echten Kampf mit seinem Mitbewohner. Er rangelte mit ihm und warf Rhage von sich runter, hüpfte auf die Beine wenn auch benommen vom Schlag. Gekonnt wich Rhage einem rechten Haken aus und holte noch in der Drehung mit dem Fuss zum Tritt aus. Wieder ein Volltreffer.

"Weil du gut aussiehst und dieses „Badguy“ Gefühl verbreitest... -Sexobjekt-."

--Männliche Hure.--


Der Mitbewohner taumelte... Rhage aber stoppte nicht. Es folgt ein Fusstritt in die Magengegend... der Kerl hielt sich die Arme vor den Bauch. "Sawyer, hör auf...!"

"Wenn er dir nochmal zu nah kommst."

--Männliche Hure.--


... er hörte nicht zu. Nein, er hob den Arm in einem Winkel an und... liess den Ellbogen nach unten auf den Kopf von besagtem Mitbewohner sausen. Es gab ein unschönes Geräusch. "SAWYER!"

"Nächste Mal schick ich dir gleich drei aufs Mal."

--Männliche Hure.--


Rhage wurde grob zu Boden geworfen. Zwei Kerle sassen auf seinem Rücken um ihn so festzuhalten. Er wehrte sich heftig und wollte weiter zuschlagen, dabei lag der Mitbewohner bereits neben ihm am Boden, bewusstlos. Andere hatten auch Schläge und Tritte abbekommen, als sie ihn aufhalten wollten. "Reiss dich zusammen!" war das Letzte, dass er vernahm ehe ihm schwarz vor Augen wurde und er einen Schmerz im Nacken spürte.


"Du bist bis auf weiteres beurlaubt Sawyer. Wer so austickt, ist eine Gefahr und keine Hilfe."

Da stand er nun... einen grösseren Sack und die Axt über die Schulter geworfen und in voller Montur vor der Kaserne. Alles, worauf sein Leben aufbaute und sich stützte war in diesen Hallen, denen er nun den Rücken zugekehrt hatte. Er hatte schon öfters Aussetzer, dabei aber nie einem Mitbewohner eine schwere Gehirnerschütterung und gebrochene Rippen verpasst.

Wo sollte er nun hin?

Mit grimmigem Gesichtsausdruck nahm er sich einen Chocobo der Legion, legte den Sack über diesen bevor er selbst sich auf diesen setzte. Das gelbe Federvieh fiebste unter dem Gewicht. Ihm fiel spontan nur ein Ort ein... er ritt los. Los in Richtung Coerthas.


Er hinterließ keinen Zettel, keine Nachrichten und meldete sich auch nicht über die Kontaktperle bei irgendwem. Er nahm sie in die Hände, betrachtete sie kurz ... --männliche Hure--... und ließ sie zu Boden fallen vor den Toren Ul'dahs.


Eine Auszeit würde ihm hoffentlich gut tun.

Aufenthalt in Coerthas

Eisige Kälte.

Rhage stand an einem Abhang und sah runter. Die Berge zu sehen war eine tolle Sache, wenn die Kälte und der viele Schnee nicht wären. Er hatte die Spuren des Schakals bis hierher verfolgt, er Vieh gerissen hatte in der Nähe der Stadt. Hier aber hörten sie auf, kurz vor dem Abhang. War das Vieh gesprungen?

-Männliche Hure.-

Dröhnte es wieder in seinem Kopf und er zog die Augenbrauen zusammen. Bisher hatte er keine Frau mehr angerührt nach dem Morgen, an dem er ausgetickt war. Er konnte es aber er bemerkte die innere Unruhe wieder. Immer gereizter trat er jeden Abend in die Bar. Zum Glück hatte er viele Blätter bei sich.. er liebte das Kraut, schon alleine weils ihm so half.

Rhage drehte sich dann um. Eine Böe trieb ihm etwas Schnee in die Augen und er blinzelte heftig. Das war keine Böe... da war ein Drache vor ihm, wenn auch nicht der Grösste. Unmut machte sich breit und doch freute er sich auf den Kampf, sollte er angegriffen werden. Doch nichts geschah. Er stand einfach nur vor ihm und beide sahen sich an. Abwartend und... anstarrend. Schien, als hätte das Vieh nicht vor ihn anzugreifen was .. verwunderlich war und so kehrte er ihm den Rücken zu... ging wieder zurück zur Stadt. Die Fußstapfen die er dahingehend hinterließ, wurden schnell wieder zugeschneit.

Mit nassen und halb eingefrorenen Haaren kam er durch die Tore der Stadt gestampft. Feierabend, endli... "Halloh", wurde er von der linken Seite her angesprochen. Die bekannte Stimme gehörte Micaiah und verwundert hob er eine Augenbraue. "Was machst du hier?" Sie waren auf der Suche nach ihm... wozu? und wer war ... schon hörte er Ren und Natsumes stimmen, wie sie laut durch die Gegend nach ihm brüllten. Na wunderbar... "Er ist hier bei mir!" kams dann auch von der Raen, noch ehe er sagen konnte dass sie still sein soll. Zudem hatte Micaiah ihm die schwarze Perle in die Hand gedrückt. Ihm war absolut nicht nach Gesellschaft aber was sollte er tun? So.. ging er mit ihnen in die Bar.


Er trank ein Bier, bevor er sich erhob und draußen etwas die Einsamkeit suchte. Leider hielt das nicht lange an, denn Ren war ihm gefolgt. "Willst du wieder abhauen?" das war seine Idee gewesen... zumindest bis sie weg waren aber da er nun eh ertappt wurde, brachte das wohl wenig. Seine verdammte Perle surrte und Ren wollte sie haben, gab sich als ihn aus. "Ich hab nun jemanden gefunden lass mich in Ruhe und sag das deinen Freundinnen!" Rhage fiel beinahe um als er das hörte und hechtete quasi nach Ren und der Perle. "Gib sie her!"

Ja, er wollte durchaus seine Ruhe haben jetzt aber das hieß ja nicht, dass er direkt alle verscheuchen musste mit einer schlechten Lüge und die niemand glauben würde. Am Ende schaffte es Ren wieder an seinem Ego zu kratzen, verdammter Idiot. Also ging er wieder rein mit ihm.

Da kam auch so ein großer Roe in einer Kutte, der ihm relativ suspekt schien an. Aber er beachtete ihn nicht großartig. Micaiah schien ihn zu kennen und dann lehnte sich Rhage in Micaiah's Richtung. Ihm ging das mit seinem Mitbewohner nicht aus dem Kopf. Der Kerl war bereits wegen sexueller Belästigung negativ aufgefallen. "Hat er dich angefasst?" fragte Rhage leise. Micaiah meinte, er habe ein paar Mal angesetzt aber ein Schweif sei durchaus praktisch. Der kleine Mistkerl... dauernd bietet er scheiße, sogar bei Rhage und nicht zuletzt das mit den beiden Weibern an dem Morgen. Doch das Schlimmste: nach der Abreibung beim Training begreift er noch immer nicht und macht sich an Micaiah ran weil sie Rhage einmal besuchte und Essen brachte...? Weiter ging er dem Gedanken nach, vor allem als er wieder nach oben ging um sich hinzulegen.

Viel weiter als bis zum Tisch kam er nicht. Völlig in dem Gedanken gefangen, was der Mitbewohner für eine Plage und im Endeffekt auch Gefahr war für andere... verlor er sich in der Zeit und hatte sich auf einen Hocker gesetzt. Die olle Perle summte weiterhin wie verrückt und er hielt sie sich ans Ohr. Erst wurde er laut und wimmelte die Frau ab... dann versuchte er selbst jemanden zu erreichen.

Abhauen-memme.png
Gesuchtundgefunden.png
Des Henkers Bestrafung

Rhage hatte einen dünnen Umhang um seine Schultern gelegt wie auch den Kopf in einer Kapuze gehüllt. Darunter trug er mehr praktische Kleidung und nicht seine Rüstung, nur die Axt hatte er dabei. Forschend sah er durch die Strassen Ul'dahs .. Micaiah hatte ihn auf seinen Wunsch hin hergebracht. Warum war er derart vermummt...? Nun, das war einfach gesagt.. er wollte nicht dass jemand wusste, dass er wieder hier war.


Da sichtete er endlich den Kerl von weitem.

Er kam gerade zum Seitenausgang des "Vergnügungshauses" raus, breit grinsend und rückte seine Hose zurecht. Am Kopf wie um die Brust hatte er noch immer einen Verband, zumindest konnte das Rhage so wahrnehmen... das war Micaiahs Werk. Wie auf das Stichwort ging Rhage dem Kerl hinterher, um zwei weitere Ecken. Er wusste genau, wie sein Weg sein würde und wo er ihn abfangen könnte. Der Kerl kam pfeifend daher. "Und als nächstes ist die Heilerin dran. Die sieht aus, als hätte sies nö..." ein ausgestreckter Arm erschien ganz plötzlich vor dem Kerl und warf ihn zu Boden.

"was...?!" Da stand Rhage vor ihm in den dünnen Mantel gehüllt. Das Gesicht nicht wirklich zu sehen.. nur eine blonde Haarsträhne und die Stimme war ihm bekannt. "Du lernst es nie, was?" die Stimme von Rhage war tief und drohend.

"Wie kannst du es wagen!? Sieh, wie ich wegen dir aussehe! So will mich doch keine mehr!" der Kerl griff vorsichtig und ungesehen mit der Hand an seinen Gürtel, lenkte die Aufmerksamkeit auf die Brust auf welche er zeigte mit der freien, anderen Hand. "Du bist selbst schuld. Hör auf mit dem Scheiß und vor allem hör auf der Raen nachzustellen. Ich weiß, was du versucht hast. Sie ist eine Freundin von mir." Rhage kniete sich zu ihm oder wollte es gerade, als der Kerl das Messer zückte. "DAS sind sie doch ALLE! Hure!" doch überrascht ob der Gegenwehr in seinem Zustand knickte Rhage etwas zur Seite, verlor das Gleichgewicht und er sah ein Messer auf sein Gesicht zuschnellen. Gerade noch so konnte er das Handgelenk des Kerls ergreifen und spürte einen brennenden Schmerz am Auge... kurz darauf lief ihm eine Flüssigkeit ins Auge und über die Wangen nach unten. Es tropfte leicht auf sein Hemd. "Ha! Getroffen du Hure! Nun wirds schwieriger für dich, eine abzukriegen meinst nicht?! Hoffentlich bist du BLIND!"


Ohne auch nur noch einen Wimpernschlag zu zögern schlug Rhage den Kerl, legte einen Fuss schwer auf dessen Brust und trat fest zu. Die bereits gebrochenen Rippen gaben unter dem Gewicht nach und der Kerl wand sich unter ihm. Eine Hand griff an die Axt hinter ihm, die an seinen Rücken geschnallt war. "Weisst du wie egal mir das wäre, wenns so ist? Du hast das letzte Mal eine Frau angegraben oder mich genervt. Ich hatte dich gewarnt..." Der Mann unter seinem Fuss wollte fliehen, versuchte wegzukommen... vor allem, als er die große Axt auf sich zukommen sah aber Rhage kannte keine Gnade. Die Zweihandaxt kam schwungvoll auf dem Boden auf und es gab ein unschönes Geräusch. Als sich der leichte Staub legte... sah man den abgetrennten Kopf neben dem noch leicht zuckenden Körper des Mannes liegen.


Als Rhage so durch die Gassen pirschte, wurden bereits die Stimmen laut wegen einer Leiche die gefunden wurde. Ihm war nicht so ganz wohl dabei.. ja, er wusste was er da tat und bereute es nicht. Doch die Konsequenzen wenn er gesehen worden wäre... hatte er zu wenig kalkuliert. Er musste das Blut an der Axt und seiner Kleidung loswerden, dringendst... Gerade als er nicht wusste, wo er hinsollte und eine Patrouille näher kam, spührte er eine Hand an seinem Arm. Sofort hob er einen seiner Dolche und wollte sich davon lösen... der Schnitt war da, nicht sooo tief aber... er hatte in die linke Hand seiner Schwester geschnitten.

Syele zischte und verzog das Gesicht. Ihr Blut quoll hervor und sie besah ihn böse und streng. "Verdammt.. Syele! Ich sagte, misch dich nicht ein..." - "Klappe!" sie konzentrierte sich... und hoffte, ihr würde das Unmögliche gelingen. Die Teleportation erfolgte.


Unsanft kam Syele zu Fall, mit dem Hintern voran und das irgendwo auf dem Markt der Kelchkuppe nahe beim Haus, nicht direkt beim Haus. Ihre Hand schmerzte wie verrückt und sie griff mit der Rechten danach um die Blutung etwas zu stoppen. Dann sah sie sich um. "Rhage...?" er war... nirgendwo zu sehen in der Nähe.

Rhage krachte in einen Baum mit einem lauten Knall. In der Teleportation hatte er Syele verloren und nun sah er sich um. Wo genau war er...? Nun das sah schon aus wie die Kelchkuppe, auch wenn er nicht wusste wo ganz genau er war. Er sass auf einem Ast und seine Perle surrte. "Rhage, alles gut bei dir? Tut mir leid... das ging nicht ganz so wie es sollte.. meine Kräfte weißt du." - "Mach dir keine Sorgen Kleines, danke für die Hilfe." - "ich bring dir ein paar Kleider... achte dich auf mich, ich geh einfach damit in der Kuppe umher. Pfeif nach mir, wenn du mich siehst..." schon war die Leitung tot. Verdammt... es war das Letzte, was er wollte. Doch nun wars soweit.

Er hatte seine Schwester verletzt...

Zwielichtige Aufträge
Rhage stapfte wenig begeistert zurück zur Legion.

"Jagdaufträge im Finsterwald" .... ich bin doch nicht von gestern - das dachte er sich dabei immer wieder. Ren verschwieg ihm viel, das stand nun fest... wahrscheinlich auch mehr, um sich selbst zu schützen oder gar ihn nicht in eine missliche Lage der Entscheidung zu drängen - abschätzen konnte er es nicht genau, was der Grund war. Vielleicht aber vertraute er ihm auch nicht. Wieso auch... sind diese Jagdaufträge das, was er dachte.. so hätte er den strickten Befehl, ihn hinter Gittern zu bringen auf dass er auf sein Urteil dort warten muss.

Rhage biss sich auf die Unterlippe. Auch als er wieder nach langer Zeit in seinem Zimmer war - nun einen Mitbewohner weniger darin - ging er zu seinem alten Bett und setzte sich auf dieses. Völlig regungslos sass er dann dort, abwartend ob er eine Offenbarung erlebte. Nichts. Wie würde er reagieren, sollte er jemals in die Situation kommen.. sich für seine Arbeit und die Legion zu entscheiden oder dafür, Ren zu schützen? Er war sein bester Kumpel, das war nicht zu leugnen. Und er... hatte ihn auch nicht verraten, nachdem er ihm das mit dem Mitbewohner erzählte. Wie könnte er ihm jemals in den Rücken fallen...? Aber die Legion war alles, was er noch im Leben hatte...

Mit der geballten Faust schlug er auf das Bett, es knallte laut und das Bett selbst knarzte ein wenig dabei. Die Platzwunde, die er sich an den Knöcheln dadurch zuzog, war ihm völlig egal.

Was hatte Ren getan? Was tat er... und was würde er noch tun?

Er musste Gewissheit haben und würde dem Ganzen auch bestimmt nachgehen. Jetzt war er nur froh, dass er endlich wieder in seiner Bude sein konnte.. arbeiten durfte und so ging er kurz darauf in den Trainingskleidern nach draußen in die Gänge.


Als Micaiah und auch Natsume gegangen waren, machte Rhage die Tür wieder zu... das ging ja mal gar nicht, wie gedacht und erhofft. Endlich erfuhr er, was da eigentlich ging... Ren, verdammt! Was für ein Trottel.. Er müsste doch selbst wissen, dass er nicht nur sich sondern auch alle um ihn herum in Gefahr brachte mit sowas. Seine verbundene Hand donnerte erneut los, traf aber 'nur' die Holztür statt der Wand.

Dass Natsume vor ihm weg rannte, war schon merkwürdig genug. Er vernahm von anderen der Legion, dass eine lila Raen hier ihr Unwesen trieb und ein Bild herumzeigte. Mit Narben im Gesicht... Natsume hat ja nicht gerade ein Allerwelts 0815'er Gesicht. Ihm war sofort klar, um wen es sich handeln musste.

Nachdem er sie durch einen Teil Ul'dahs verfolgt und gefunden hatte, gab sie vorsichtig zögernd nach und zeigte ihm ein Bild das ... wie Ren aussah. Nur dass er über Nacht gealtert sein müsste. "Was...." es war Rens Bruder, so erklärte Natsume. Das war definitiv kein Thema für die Strasse, so wie da ... war das Blut? auf dem Bild war. Also nahm er sie mit zur Legion und in seine Bude.. schloss auch ab. Er hatte nicht gewusst, wie er reagieren würde im Vorfeld auch wenn er bereits früher geahnt hatte, was los ist. Natsume packte letzten Endes doch aus und Rhage verlor kurz etwas die Fassung. Warf seinen Bierhumpen durchs Zimmer an die Wand und schlug mit der Faust gegen den Kamin.

Er musste helfen, auch wenn er nicht gut hieß was Ren da tat. Sie hatten ihn nicht verraten... und er würde es im Gegenzug auch nicht tun. Außerdem konnte Natsume wenig dafür und sie war in Gefahr. "Hör zu, ich kann euch gewissen Schutz bieten wenn du... ihr.. mir vertraut." doch noch bevor er oder auch Natsume über einen Plan diskutieren konnten, klopfte es an der Tür. Es... war Micaiah, mit einer Box zum Essen. Undenkbar schlechter Zeitpunkt, aber was solls... sie hat sich die Mühe gemacht und er ließ sie eintreten.

Das Thema wurde sofort auf Eis gelegt doch Micaiah war unheimlich misstrauisch, dabei haben sie nicht einmal gelogen mit einer Fee, dem zufälligen Treffen oder sonstigen Themen. Erst als Mica partout nicht aufhören wollte, skeptisch zu sein und rum schmollte, begann Rhage etwas zu flunkern.

Bei den Göttern... diese Lüge und auch was er da erfahren hatte, würde ihn ganz bestimmt teuer zu stehen kommen. Mittlerweile kannte er Ren's Ansichten und Austicker doch recht gut aber auch im Hinblick auf die Arbeit der Legion, die er nun irgendwie hintergehen wollte oder sollte..das alles brachte ihm Kopfschmerzen ein.

Tödliche Träume
Rhage sah sich suchend um.. prüfend, wo er sich befand.

Er befand sich im Haus des Spitzohrs. Langsam kannte er sich aus und doch irrte er umher, den Grund wusste er selbst nicht. Er hatte seine Rüstung angezogen.. bei jedem Schritt schepperte diese leicht und der Boden knarzte etwas unter dem Gewicht des Mannes. Seine Stimmung war wie immer... nicht die Beste und als er vor der Tür zu Ren und Natsume stand, atmete er einmal tief durch. Das Leder unter und an der Rüstung war zu hören, als sich seine Brust weitete und er doch wieder ausatmete. Dann.. hob er die Hand und klopfte dreimal fest.

Nichts.

Nur einige Augenblicke später ließ er die Hand zur Türklinke sinken und testete, ob sie nachgab. In der Tat! Langsam öffnete er die Tür und trat in die Dunkelheit des Zimmers. Er konnte nicht einmal die Hand vor den Augen sehen. "Ren... Natsume...?"

Es war still - zu still.. bis er ein surren vernahm. Etwas stimmte hier doch ni... plötzlich ging ein Licht an und er bemerkte, dass er... im Wald stand? Wie kam das nun, war das ein schlechter Zauber? 

Es raschelte in einem Gebüsch etwas weiter vor ihm und sofort galt diesem Busch seine Aufmerksamkeit. Bereit auch die Axt zu ziehen, hielt er die Hand an diese und kniff die Augen zusammen, man konnte seine Rüstung erneut leise vernehmen bei der Bewegung. 

Plötzlich aber sah er einen lila Schopf und Natsume stand dort auf, war sie der "Geist" im Gebüsch gewesen. Ihr Gesicht war besorgt und ernst, wie er den Gesichtsausdruck erst einmal gesehen hatte. Erleichtert ließ er die Hand wieder sinken während das Surren diesmal schnell näher rückte und lauter wurde. Noch bevor er sich umdrehen konnte, da das Geräusch von hinten zu kommen schien, durchzuckte ihn ein ungeheuerlicher Schmerz in der linken Brust der ihn zusammensacken ließ, ihn einfach so in die Knie zwang. Mit einer Hand griff er in Richtung des Schmerzes und er sah auch an sich runter... er wurde angeschossen. Ein Pfeil, direkt durch seine Brust und sein Herz. Jeder Atemzug war eine der grössten Qualen die er bisher erlebte und doch drehte er sich mit der letzten Kraft um die ihm blieb... und sah Ren, wie er den Bogen senkte bevor er das Bewusstsein verlor und.. starb.


Ruckartig fuhr Rhage in seinem Bett hoch und griff sich panisch an seine linke Brust. Sein Atem ging schnell, ja raste quasi und sofort sah er an seiner nackten Brust runter. Da war nichts.. er.. er war auch nicht im Wald sondern in seinem Bett. Einmal fuhr er sich mit der anderen Hand durch das blonde, noch leicht feuchte Haar von der Dusche und ließ die Hand in den Nacken wandern, rieb diesen auch. Es war  'nur' ein Traum gewesen. "Verdammt...." kams nur von ihm.

Weinende Raen
Als Rhage so in seiner Bude sass und ein Bier trank, summte seine Kontaktperle. Nichts Neues, das tat sie sehr oft. Er hatte wenig Lust jetzt wieder eine Frau abwimmeln zu müssen, doch hob er die Hand und meldete sich. "Jo?"

Eine ihm sehr bekannte Stimme meldete sich. Es war Micaiah die etwas gebrochen fragte, ob sie zu ihm kommen kann. Ja, er hatte deutlich andere Sorgen und Dinge im Kopf, wollte sich aber auch Zeit nehmen zuzuhören. Schließlich hatte er angeboten, dass sie mit ihm reden konnte. "Du kennst den Weg." kams als Antwort darauf und die Leitung war wieder tot.


Nur etwas später kam dann Micaiah in sein Zimmer spaziert. Da er wusste, dass Besuch kam war auch nicht abgeschlossen. Sofort ging sie zu ihm... das Gesicht gerötet und sie sah auch genauso traurig und geknickt aus, wie sie vorher klang. Noch bevor er reagieren konnte setzte sie sich auf seinen Schoss und schlug mit den Fäusten auf seine Brust. Okay... sollte sie sich austoben, vielleicht tat ihr das gut. Aufmerksam hörte er zu und tätschelte einmal etwas unbeholfen in der Situation ihren Kopf. 

Irgendwann stellte er sie aber wieder auf und stand selbst auf, ging zum Bierfass und zapfte sich etwas davon. Andere finden sie eklig? Sie muss immer darum bitten, niemand rührt sie freiwillig an ...? Völliger Schwachsinn in seinen Augen. Nun, das Bier wurde sofort geleert und er stellte den Humpen weg. "Was genau willst du überhaupt Micaiah? Du scheinst mir ziellos umher zu irren." dabei sah er ihr in die Augen, forschend. 

Wie geahnt, wollte sie "ihn", in welcher Art und Form auch immer. "Hast du wirklich niemand, der dich möchte? Der dir Geschenke macht und dich umwirbt? Ich werde nie kuscheln, nie sein wie du es gern möchtest." nun doch, da gab es anscheinend einen Kerl doch Micaiah sträubte sich. Er sei irre...? War er das etwa nicht? Auf jeden Fall würde er diesen ihn aufsuchen... den Kerl wollte und musste er einmal selbst sehen wie auch erleben. 

Der Feind

Rhage sah, wie Ren aus dem Zimmer verschwand und Natsume zurückließ. Ihm war klar, dass er nicht begeistert sein würde dass er es wusste... von ihr. Doch dass er sogar die Hand erhoben hatte zur Faust... was wäre wohl gewesen, wäre er zu dem Zeitpunkt nicht da gewesen.. hätte er tatsächlich Natsume geschlagen obwohl er sie nie verletzen würde normalerweise? Irgendwas stimmte nicht.

Mit einigen letzten Worten gab Rhage dann Natsume eine tiefschwarze Kontaktperle damit man ihn erreichen kann zu jeder Zeit, sollte Ren zurückkommen oder sonst etwas sein. Er hatte versprochen, sie beide zu schützen und zu helfen. Und was er versprach, das hielt er auch. Als er aus dem Haus ging, den Gang entlang war gerade ein dunkler Xaela der in eines der Gästezimmer verschwand. Er hörte nur Gefiebse, da schien wohl noch jemand anderes im Zimmer zu sein... ihn kümmerte es wenig.

"Sora..." sagte er leise vor sich hin. Das war keine große Hilfe, der Name wird so oder so falsch sein und wenn nicht, wäre er sicher nicht so dumm sich überall mit dem Namen vorgestellt zu haben. Nicht einmal eine Rasse oder derartiges konnte Natsume ihm nennen.

"Verdammt..." wie gewohnt ging die Hand in den Nacken, er schloss die Augen und spazierte etwas durch die Kelchkuppe während er seinen Gedanken nachging. Nun da er mit drin hing, wäre es womöglich besser wenn... er sich nicht mehr mit Freunden offen blicken lassen würde. Vor allem nicht mit Ren. Was, wenn dieser Sora bereits wusste dass Rhage mit ihm befreundet war? Wenn.. er womöglich schon Rhage beobachtete, genau jetzt...?

Ihm lief ein Schauer über den Rücken und er sah sich um bei dem Gedanken. Suchte die dunkle Gegend ab und bemerkte, dass er vor dem Heilerhaus zu stehen kam. Leicht verzog er das Gesicht und schüttelte den Kopf. "Ich sollte auch Micaiah von mir fernhalten."

Dunkle Stimmen der Vergangenheit
[An der Front]

"Was für ein Drecksloch", entglitt Rhage der Kommentar dann doch, als er sich in der Gegend umsah. Irgendwo in der Wildnis war er gelandet mit zwei Dutzend anderen Soldaten und Soldatinnen. Nicht, dass ihn das gestört hätte. Irgendwie freute er sich auf den Kampf, waren die letzten Tage einfach zu ruhig und 'normal' für ihn. Ul'dah war meist geregelt und gesichert. In anderen Städten war er nicht gern und oft, zumal er dort auch nichts zu sagen hätte. Er wusste aber auch, dass er den Auftrag hier nicht unterschätzen darf. Einer der anspruchsvollsten und gefährlichsten die er bisher in seinem Leben übernommen hatte. Natürlich war es nicht 100% freiwillig geschehen. Hätte er sich geweigert wären die "du hast die letzte Zeit nur Scheiße gebaut" Karte gefallen. dann hätte es ihn so oder so erwischt.

Als er über einen leicht blutigen Stein hinweg ging, rümpfte er die Nase. Der Gestank war einprägend... es roch nach Tod und Verwesung. Allem Anschein nach waren bereits andere Truppen hier und sie waren wohl die Verstärkung, die Linien zu halten. Beim Gedanken an 'Gestank' musste er unweigerlich an die Taverne denken... den letzten Abend, den er noch im Wolf verbracht hatte. Die Taverne war schon in Ordnung, aber immer wenn viele Personen auf einen Haufen sind von denen jeder was isst, trinkt oder auch raucht wirds einfach ekelhaft vom Geruch her. Trotzdem wollte er unbedingt noch einen Abend dort verbringen. Wie immer wollte Micaiah auch kommen, durfte sie auch er würde es ihr nicht verbieten und sie hatte dort ja auch einige Freunde, die zu denen er sich dann ebenso gesellte. Irgend ein Davis - war ein ehemaliger Patient. Dazu zwei Miqo'te .. wo der Kerl auch noch einen Antrag stellte an die Frau. "Mein Beileid", sagte er nochmals leise bei dem Gedanken vor sich hin. Er würde wohl nie eine Beziehung führen. Niemals würde er sich binden. Lediglich Mitleid konnte er für Paare empfinden, die sich der Illusion von Gefühlen und vor allem der Liebe hingaben. Dummheit... reine Dummheit. 

Leicht schüttelte er den Kopf, ging dann in Richtung der Zelte welche aufgeschlagen wurden im Lager. Tatkräftig half er mit, bei jedem Einzelnen. Viele waren erschöpft vom Marsch und bei ihm wars auch nicht viel anders, doch liebte er jegliche körperliche Anstrengung und die folgenden Schmerzen daraus. Einmal wischte er sich dann über die Stirn und den leichten Schweiß weg, der sich gebildet hatte. Langsam und durchaus aufmerksam sah er sich in der Gegend um, ein wenig kniff er die Augen zusammen dabei und trat zum Tor. Damit die anderen erst einmal ruhen und ein wenig schlafen konnten, übernahm er die erste Wache... setzte sich vor das Tor und verfiel wieder seinen Gedanken.

Und wo zur Hölle war Ren hin verschwunden? Leicht ballte sich seine rechte Hand zu einer Faust als er an die Szene im Zimmer der beiden zurückdachte. Hatte Ren doch tatsächlich die Hand - nein die Faust - gegen Natsume erhoben. Normalerweise würde er das niemals tun, nicht einmal denken und zum Glück war er vor Ort um ihn daran zu hindern. Etwas stimmte nicht, so gar nicht... Ren war immer etwas eigen und merkwürdig, darum mochte er ihn auch. Aber das war definitiv nicht mehr der Ren, den er mal kannte. Er war völlig.. neben sich.  

Wie aufs Kommando hörte Rhage erneut Stimmen und er fuhr hoch, wurde aus seinen Gedanken gerissen und sah sich um. "Nein, nicht! Schlag Mama nicht!", konnte er eine Jungenstimme deutlich aus den anderen heraus vernehmen. Wurde er doch langsam irre? Diese Stimme, sie wollten ihm einfach keine Ruhe geben. Schon seit Tagen, nein.. Wochen...  geisterten die Stimmen in seinem Kopf umher und er war kurz davor, dem Wahnsinn zu verfallen. Darum hatte er auch wieder mehr Entspannung nötig... täglich, mindestens. Und das NEBEN seinen Kräutern. Zum Glück hatte er sein Leben lang gelernt, sich eine neutrale Miene aufzusetzen und nichts anmerken zu lassen. So dass niemand seinen Wahnsinn mitbekam. "Hilfe, komm helfen!" die Stimme des Jungen war nun ganz klar zu hören, als würde er direkt neben ihm stehen. Daher wendete er den Kopf und sah einen Jungen um den nächsten Felsen verschwinden. "Was zum...", kams nur und er verließ das Tor wie auch seinen Posten, um nach dem Jungen zu sehen. "Hallo...? Kleiner..?" Was machte bitteschön ein kleiner Junge hier, mitten in der Wildnis zwischen Leichen und Kämpfen?! Wieder sah er den blonden Schopf um die nächste Ecke verschwinden, Rhage folgte ihm weiter. Sein Schwert hielt er auf dem Rücken bereit, leicht über die Schulter und fand sich vor einem großen Baum wieder. Der Junge sass da, die Arme verschränkt und die Beine an seinen kleinen, dürren Leib gezogen. Weinte er etwa? In der Tat... er konnte ein Weinen vernehmen. Langsam und sehr vorsichtig näherte er sich der kleinen Gestalt und ging vor ihr auf die Knie, hob eine Hand um die Schulter des Kleinen zu berühren. Noch bevor er ihn zu fassen bekam, sah der Junge auf. Rhage stockte der Atem, als er in die blauen, noch so unschuldigen blauen Augen sah. Wie zur Salzsäule erstarrt bleib Rhage kniend von dem Baum und senkte die Hand. 

 Das Kind da.. der Junge... das war er.

Mutter
Überall war tot und verderben. 

Rhage sah sich um, als er so mit der Truppe durch den Wald ging. Leise, kaum einen hörte man atmen. Schon seit ein paar Tagen waren sie nun hier und einige hatten das zeitliche segnen müssen. Nach einer Weile machten sie abseits des großen Lagers auf einem Hügel Rast. Ihnen wurde befohlen im Hintergrund und als zweite, unbemerkte Truppe abseits einen Posten zu beziehen was ziemlich klug war. 

Die Begegnung mit seinem früheren Ich ließ ihn noch jetzt erschauern. was war er damals schwach, ängstlich und dürr. Sein Nichtsnutz von einem reichen Vater verging  sich beinahe täglich an seiner Mutter, hielt sie sich mehr als Sklaven, wie als Angestellte. So oft konnte er einfach nur zusehen und nichts tun in seinem Alter. Als er 6 Jahre alt war und seine Mutter bereits keine blutjunge 18 Jahre mehr, wurde sie endlich von ihm erlöst. Wurde durch ein neues Opfer ersetzt, während seine Mutter, er und seine Schwestern auf die Strasse gesetzt wurden. 

Brummend griff er an seine Kontaktperle bei dem Gedanken, als eine leicht zittrige und lallende Stimme sich meldete. "Halloooo? Wersss daaaa?" er musste einmal leer schlucken. Seit etwa 15 Jahren hatte er seine Mutter nicht mehr gesehen und etwa 10 nicht mehr gesprochen. "Mutter..?" es wurde erst ganz still... bis die alte Frau am anderen Ende in Tränen ausbrach. Nicht einmal ein gescheiter Satz kam über ihre Lippen, derart betrunken war sie. Daher ließ er sie auch ziemlich schnell wieder in Ruhe. Früher, da war sie so unschuldig gewesen. Lieb und voller stolz.,. doch nachdem sein Vater, der die Bezeichnung nicht verdiente, sie beinahe zu Tode geprügelt hatte ... war sie wie verändert. Er selbst hörte nur davon, war er doch schon seit er 10 ist nicht mehr zu Hause. Er war nicht da gewesen für sie. Ein unnützer Sohn, bei all den Töchtern die da noch waren.

Rhage wurde übel und er würgte einmal leer. Der Gedanke an seine damals so liebe Mutter, deren Herz und Seele gebrochen wurde ließ ihn weiter leer würgen und er hatte Micaiah vor Augen. Sie war seiner Mutter sehr ähnlich, bevor sie gebrochen wurde. Das gleiche Schicksal sollte sie nicht miterleben müssen, darum hoffte er inständig sie möge zur Vernunft kommen und sich in einen Mann verlieben, der sie und das Ganze auch wollte. Der so verliebt war in sie, wie sie es verdiente.

Erneut hob sich seine Hand an die Kontaktperle und er stand auf, ging einige Schritte abseits des kleinen Lagers dabei....

Leher und Meister
Er war derart in den Kampf vertieft, dass er nicht bemerkte wie er sich weiter weg vom Lager weg bewegte. Als ob sie ihn weglocken würden... Normalerweise würde er sowas bemerken, leider war er völlig fixiert. Nicht noch einmal würde ihm etwas nicht gelingen... So holte er aus mit seinem Zweihandschwert und erschlug seinen letzten Gegner. Er war überall mit Blut überspritzt, ihm war kalt und er war auch verletzt. Doch das erste Mal seit langem fühlte er sich richtig gut.

"Nicht schlecht. Aber hier ist Ende für dich.", erklang eine Stimme hinter ihm. Gerade noch erkannte er den etwas kleineren Kerl hinter sich mit dem Tattoo am rechten Auge, als er auch schon einen fiesen Schmerz am Hinterkopf vernahm. "Was....?!" doch er hatte bereits eine verschwommene Sicht. "Ich spüre, dass du einen Meister brauchst.. keine Sorge, dir passiert nichts..."


Da stand Rhage nun. Keuchend, die Verletzungen waren noch immer nicht ganz weg doch das machte ihm nichts. Ihm gegenüber stand Yano, sein Lehrer und Meister. So zumindest betitelte er sich selbst ihm gegenüber. Er war ein eiskalter Kerl, aalglatt und sein Auge war irgendwie gruselig. Die Tattoo's liessen ihn noch gefährlicher wirken, welche sich um eben dieses seltsame Auge schlängelten. Wer es wusste: es waren Warnungen vor ihm - vor seinem Auge und vor seinen Kräften. "Rhage, du kannst nicht alle retten. Du bist einem Irrglauben hinterher gerannt bei der Legion. Du hörst Stimmen. Stimmen, die dich brauchen und denen du helfen magst, kannst und auch mitunter tust. Aber... du musst dich konzentrieren. Du kannst nicht alle retten." Einmal atmete er tief durch und brummte, hob eine Hand an die Schläfe und rieb sie einmal. "Für mich sind meine Freunde und die Familie wichtig. Wichtiger als alles andere. Sie mag ich retten... ihnen will ich helfen."

Yano nickte ihm verstehend zu und liess sein Schwert an die Wand gleiten, stellte es zur Seite. "Na dann hast du doch deine Antwort, wen oder was du retten willst." - "Wunderbar, nur dass ich immernoch.. keine Ahnung wo bin und schon seit Tagen hier mit dir trainiere. Ich muss zurück, sonst wird das nichts. Ich kann... keine Stimmen meiner Freunde vern..." da durchzuckte ihn etwas. War das seine Schwester...? "Rhage, bitte komm zurück. Ohne dich kann ich das nicht. Auf Mutter aufpassen, unsere Schwester..." sein Griff um das Schwert wurde fester und sofort umgab ihn die dunkle Energie. Die dunkle Magie. "Ah... ich glaube, du hast gerade etwas vernommen. Ich zumindest kenne diese Reaktion."

Rhage nickte ihm zu und trat an ihm vorbei. Noch immer hatte er nicht geduscht, immerhin hatte er hier und da das Blut von sich gewischt. "Ich werde nach Ul'dah zurückkehren. Meine Schwester braucht mich... und wer weiss, wer sonst noch." - "Klar, aber komm zurück. So weit ist das nicht, weisst du wo wir sind?" Er konnte nur den Kopf schütteln, da sie seit Tagen in irgendeinem Keller waren. "Thanalan. Du bist schon seit langem zu Hause, Junge." - "Verdammt, sag das doch!!" - "Tu ich ja jetzt. Komm zurück, um weiter zu üben und deine Kräfte zu schulen. Wenn nicht, hole ich dich und das wird ungemütlich werden."

Geschehnisse überschlagen sich
Noch immer war Rhage schlecht gelaunt, als er schon Stunden da lag und die Kleine bereits seelenruhig schlief. Seine Gedanken kreisten wild umher und ließen den Tag Revue passieren.

Brummend stand er auf und fuhr sich durch die neustens etwas gekürzten Haare. Danach stupste er mit einem Finger die gebrochene Nase leicht an, zischte leise dabei und verdrehte die Augen als er auch kurz an sich runter sah. Der Schlag ins Gesicht und auch der Tritt zwischen seine Beine ... waren zielgerecht, schnell und hinterhältig ausgeführt. Dieser dreckige Au Ra Verbrecher 'Shinobi' kämpfte weder mit Ehre noch würdevoll. Zu dessen Pech war genau das sein Problem gewesen. Hätte er Rhage nicht derart provoziert, wäre er mit einer Haft weggekommen. So wurde ihm eben seitlich der Schädel gespalten.

"Dummes Arschloch..." brummelte und murmelte er leise vor sich hin als er aufstand, seinen Nacken rieb und im Zimmer auf und ab tigerte, so leise er eben konnte. Schlaf? Daran war heute nicht zu denken...

... und als ob der Tag dadurch nicht schon Panne genug gewesen wäre, klingelte die Kontaktperle von Micaiah heute Vormittag. Endlich würde sich Ren melden, dachte sich Rhage schon und blieb erst ruhig neben ihr doch als eine fremde, männliche Stimme zu hören war, meldeten sich seine Alarmglocken. Das war... Sora... und er wusste seinen Namen. 

Wusste, wo er arbeitete. Wusste um die 'Verbindung' zu Ren. "Verdammte Tratschtante..." fluchte er unterdrückt und sah zur Glut, die langsam im Kamin zu erlischen drohte. Jetzt war auch er im Visier dieses kleinen, kranken Psychopatenkaters und seinem kleinen Anhängsel-Fellknäuel. Großartig, echt toll gemacht Ren. Das, naja mehr oder weniger, unerwartete Treffen mit den Katzen verhagelte seine Laune nur noch mehr, doch viel scheinen sie nicht zu wissen.. glaubte er bisher zumindest. Dringend und so schnell es ging musste er mit Ren sprechen, der im Zimmer verharrte und Natsume anstarrte die da so lag. Für einen Tag wars echt genug, sogar für seine Verhältnisse und darum schob er einen Zettel unter der Tür durch...

Rhage seufzte und lehnte sich an eine der Wände, sah sich um. Genau wegen sowas hielt er sich mit Freundschaften zurück... nun hatte er Schwachstellen die man ausnutzen konnte und... das machte ihn wütend. Wütend auf diesen Bastard Sora, seine Freunde.. und vor allem auf sich selbst.

Wahrer Freund
Leise knarzend öffnete Rhage die Tür zum Haus in der Kelchkuppe. Vorsichtig und lauschend betrat er den Engangsbereich, sah sich wachsam um und der Angestellte sah ihn bereits verwirrt an bei der Reaktion, als er von unten - der Bar - polternde Geräusche vernahm. Auch andere, merkwürdige Geräusche. Bereit zum Kampf hob er die Hand und tastete nach dem großen Griff seines Zweihandschwertes. Mit ebenso leisen wie langsamen Schritten geht er die paar Treppenstufen nach unten und als niemand zu sehen war, nur weitere Geräusche und ein deutliches Klirren... erhob Rhage die Stimme. "Ren...?"

Eine Weile war kam keine Antwort und schon dachte er wieder an Sora oder die andere Katze als... dann doch Ren um die Ecke hinter dem hölzernen Tresen erschien. Er sah...furchtbar aus, wobei er es nicht aussprach. Zumal er gerade nicht besser aussah mit der blauen, geschwollenen Nase. "Rhayer?" erleichtert ließ Rhage dann auch sofort die Hand vom Schwert und trat näher heran. 

Dieses erste Sehen nach längerer Zeit fühlte sich merkwürdig an, was es im Prinzip auch war. So viele Dinge sind schief gelaufen davor.. und während der Zeit. Wie sollte man da reagieren? Zum Glück machte Ren den Schritt, wenn auch nicht einen sinnvollen oder erwarteten. "Entschuldige dich nicht bei mir für das damals im Zimmer, sondern bei Natsume." Rhage sah sich um... die Bar war definitiv nicht der richtige Ort für eine solche Unterhaltung. Darum...verzogen sie sich nach oben.

 Sitrnrunzelnd trat Rhage hinter Ren ins... Badezimmer. Warum denn das Badezimmer?! Dachte er für sich und Ren meinte, es sei schön ruhig hier. Na von mir aus... Als Ren da so sass, etwas zerfleddert, mit Schürfwunden und irgendwie erschöpft konnte er einfach nicht anders als sich neben ihn zu setzen und den Arm um seinen Kumpel zu legen, welcher etwas zuckte dabei. Doch das störte kaum. Jetzt war er für seinen Freund da und musste Informationen haben. Schließlich, damit Rhage nicht noch fünfzig Fragen stellen musste.. packte Ren aus und erklärte alles von Grund auf. 

Mit Sora zusammenarbeiten...? Gleich auf...? Partner...? Sora wollte sich lösen und dann, soll Ren auch frei sein...? 

Rhage konnte dem Ganzen zwar folgen, aber er befand es nicht als eine gute Idee diesem psychopatischen Kater zu helfen in der Hoffnung, dass man danach frei sein könnte. Dem Kerl kann man nicht vertrauen, was... Ren ihm sogar noch bestätigte. Doch eine andere Lösung gab es nicht und allem Anschein nach schien Sora ein gewisses Interesse an Rhage zu haben, sonst hätte er sich weder die Mühe gemacht etwas herauszufinden noch ihn hier zu 'besuchen'. 

Da....fragte Ren doch das erste Mal nach Hilfe... was Rhage in eine ungemütliche Situation brachte in der er nicht anders konnte, als aufzuspringen und an den Haaren zu rupfen. Kurz schielte er zu seinem.. nunja besten Freund und brummte... seufzte.. und dachte nach. Wobei er nicht genau wusste, warum er nachdenken musste. "Ich werde dir helfen... und mir den Vorschlag anhören. Außerdem habe ich auch Natsume gesagt.. versprochen... dass ich helfen werde." 

Wie hätte er seinen Freund auch im Stich lassen können?

Beschaffung der Akte "Sora"
Er konnte es nicht mehr zurückhalten...

... laut lachend verließ Rhage das Zimmer des Katers Sora, nachdem die beiden sich nun noch an die Gurgel gegangen sind... also der Sora und seine Gespielin.

Irgendwie heiterte ihn das ein wenig auf, war er doch mit absolut miserabler Laune dort aufgetaucht. 

Rhage würde morgen einen Vertrag, wie er ihn verlangt hatte, erhalten von dem Kater den er unterzeichnen muss. Damit er auch schriftlich etwas hatte, denn er traute ihm nicht. Ob das wirklich etwas bringen wird, bezweifelte er stark aber es war ein Versuch wert. Ren würde frei sein, wenn Rhage die Akte von Sora mitgehen lassen würde damit er diese vernichten konnte.

Leider bewahrte man solch heikle 'Daten' nicht leichtfertig irgendwo in einem Zimmerchen, wo man relativ simpel hin kam, auf. Zumindest wusste er das... wo genau aber diese Akten waren, musste er selbst noch rausfinden und das möglichst unauffällig. Bisher scherte er sich nicht so darum... naja, was solls. Es gibt immer ein erstes Mal.

Da er noch immer in guter Laune war, auch nachdem er bei Micaiah ankam ass er... gefühlt tonnenweise von dem Essen, dass sie da bereit hatte. Eintopf, Reis... viel Fleisch. Alles wurde verdrückt, schnell und ziemlich wahllos.


Rhage ließ sich für die Nachtschicht eintragen zusammen mit 2 weiteren innerhalb der ewigen Hallen. Er trug daher nicht seine gewöhnliche Rüstung, sondern Lederklamotten und.. verbrachte die erste Zeit damit, umherzugehen. "Ich mach mal nen Rundgang ob alles in Ordnung ist." meinte er zu seinen Kollegen, die das nur abnickten. Keiner von denen war begeistert von der Nachtschicht und waren froh, wenn jemand anderes sich bewegte.

So stapfte er durch die Gänge, sah sich immer wieder um als würde er doch tatsächlich Wache halten. Eine kleine Lampe hielt er dabei in der linken Hand, welche nur ein schwaches wie auch milchiges Licht von sich gab. Als er dann doch abbog und die Treppen nach unten wanderte, ein Stockwerk tiefer. Es verfolgte ihn niemand, das war gut und daher nutzte er die Gelegenheit.

Den Tag über hatte er sich schlau gemacht darüber, wo die Akten denn alle zu finden waren. Nach einigen Stunden des 'möglichst unauffälligen' herantastens, wusste er es auch und ging nun ziemlich zielstrebig auf eben jenen Raum zu. Hier und da tropfte es leicht von der Decke, waren diese Mauern nun doch schon sehr alt und es überkam ihn eine unheimliche Kälte. Wirklich wohl war ihm dabei nicht... würde es jemals herauskommen, wäre er ein Verräter.. würde gefangen genommen oder gar getötet.

Endlich sah er die Tür vor sich. So unscheinbar sie war, verbargen sich dahinter alle Akten der Legion. Dass er schnell, diese Akte finden würde war ein Ding der Unmöglichkeit, doch er musste es versuchen. Ihm lief die Zeit davon... morgen musste er die Akten bereit haben zur Übergabe oder dieser Bastard würde Ren umbringen lassen. Außerdem wollte er davor noch Kopien anlegen. "ich bin ja nicht blöd...." meinte er leise  zu sich selbst, als er den Schlüssel zog den er für die interne Wache bekam und das Schloss.. schnappte leise auf. Nochmal sah er sich um... bevor er dann eintrat und leise die Tür schloss hinter sich. Der Raum war in tiefster Dunkelheit von Schatten überzogen. Nur knapp konnte er den Umriss eines Schreibtisches vernehmen und... viel zu viele Regale mit Büchern, Akten und viel weiterer Schreibkram. Seufzend begann er einfach einmal.. hinten links. So stellte er die Lampe auf den Boden und begann die Akten durchzusehen...

Gute drei Stunden später war Rhage noch immer dort, war noch nicht einmal halbwegs mit den Akten durch. "Verdammt..." Einmal rieb er sich über das Gesicht, knautschte es und die Hand wanderte weiter in den Nacken. Hoffentlich würden seine Kameraden  nicht stutzig werden dass er bereits Stunden nicht mehr bei ihnen aufgekreuzt war. 

Heute war einfach nicht sein Glückstag. Er hörte draußen Schritte, wenn auch nur schwach. Sofort erhob er sich, das Leder gab etwas nach und er atmete tief durch, bevor er die Hand ans Ohr hielt. Es summte ganz schön lange, VIEL zu lange für die Zeit die ihm bliebt. 

"Ja?" drang die männliche Stimme mit dem leichten Akzent an sein Ohr. "Du musst für Ablenkung sorgen.", kam es herrisch von Rhage, auch wenn er sich bemühte leise zu sprechen. "Bist du übergeschnappt? Du sagtest, ich soll draußen warten und die Papiere an mich ne..." - "Halt die Klappe und tu was Daca'to." ... es war einen Moment ruhig und der Kater fauchte am anderen Ende "Und was?!" - "Jag halt irgendwas in die Luft,renn weg oder teleportiere.. aber tu irgendwas.. das bist du MIR SCHULDIG!" nun wurde Rhage doch etwas lauter, wodurch die Schritte in Richtung seiner Türe kamen. Sofort ließ er die Hand sinken und löschte das Licht der Lampe, um sich hinter einem dunklen wie auch großen Regal zu verstecken. Nur wenige Sekunden später hörte er, wie die Tür gerade aufgeschlossen wurde als... es einen riesigen Knall gab draußen.

"Wir werden angegriffen... ?!" brüllten die Wachen, die gerade die Tür öffnen wollten und schon... rannten sie weg, der Raum schien unwichtig geworden zu sein. 

 Erleichtert amtete Rhage aus und machte die Lampe wieder an. Durch den Knall und das leichte Beben waren einige Akten aus einem nahen Regal gefallen. Er kniete sich hin und wollte sie gerade einreihen, als ihm eine recht dicke Akte ins Auge fiel. Er griff danach und... fand, was er suchte. "Na endlich. Ren, bald bist du frei."

Kein Preis zu hoch - dem Tode nahe
Schmerzen.

Rhage war bewusstlos geworden, nachdem er sich noch aus dem Zimmer der Katzen 'retten' konnte. Zum Glück war die Stadt ziemlich belebt und Sora würde bestimmt nicht einen Fehler begehen wollen ihn in Limsa töten zu wollen - derart offen. 

Schmerzen.

Gedanklich ging er alles nochmal durch. Unter grösserem Aufwand hatte er die Akten beschaffen können und übergab sie Sora - nun nach dem Wortgefecht das irgendwie ausartete als er ihm den Zettel vorenthielt... diese sogar in sein Gesicht klatschen wollte und sie auf dem Boden landeten. Hohn.

Schmerzen.

Er hatte gerade noch Micaiah erreicht. Jedes Wort tat weh in seiner Brust, dem Hals... die Katzen hatten ihn übel zugerichtet. Die Maskierte nutzte eine Sekunde  seines Übermutes um ihm den linken Arm zu brechen. Er hatte aufgejault, das hätte er ihr nicht zugetraut. Doch irgendwie waren seinen Bewegungen bei dem Kampf auch träger und unkoordinierter geworden. Die Sicht... schlechter, verschwamm alles vor den Augen langsam immer mehr. Das war nach einem Treffer mit dem Dolch des Katers... war das etwa Gift...?

Schmerzen.

Er hatte halbwegs vernommen, wie zwei Gestalten ihn in Limsa aufgriffen. Benebelt nahm er an, dass es Micaiah war die auch versuchte ihn zu heilen. Immer wieder schlug er verwirrt die Hand weg, bis er... angehoben wurde. Wer konnte sein doch stolzes Gewicht einfach so heben?! Das musste Tau gewesen sein...

Schmerzen.

"Liebesprinz"... "wehe sie folgen uns" ... "mein Bruder, verletzt?!" ... "Halte durch." .. nur Wortfetzen bekam er mit in seinem Zustand. Auch ein leiser Gesang, der ihm bekannt vorkam. Die Atmung wurde immer langsamer und jeder Atemzug tat weh. Ihm war warm - nein heiß geworden und sein Herz setzte einmal aus. 

Würde er jetzt sterben? Fühlte es sich so... leer an?

Stunden später erwachte Rhage. Blinzelnd sah er sich im Raum um. Ihm war warm, die Hitze hatte sich gelegt. Er fühlte sich besser und etwas plumpste neben ihn. Noch immer nicht ganz hier schielte er aus den Augenwinkeln zu der Raen, die ihn bis an den Anschlag ihrer Kräfte geheilt haben muss. "Micaiah." kams von ihm und sie begann erleichtert zu weinen.

Ohne Dank und Gil
An einem viel zu warmen Abend sass Rhage einmal mehr an seinem geheimen Lieblingsplatz in Ul'dah, den nur er, Marissa und mittlerweile Micaiah kannte. Es war eine kleine Ecke mit einem stumpfen Holzstück als Sitzgelegenheit... etwas erhöht hinter den hohen Mauern.

Die warme, viel zu trockene Luft wehte ihm ins Gesicht begleitet von etwas Sand, der aufgewirbelt wurde. Ein Sandkorn flog ihm direkt ins linke Auge und er musste eifrig anfangen zu blinzeln, hob die Hand und versuchte es aus dem Auge zu reiben."Verdammt..." 

Bei dem Aufruf unterbrach er das angestrengte Kauen auf seinen Kräutern kurz und schluckte sie gänzlich, war bereits deren Effekt verflogen. Ohne Umschweife wollte er weitere in seinen Mund stecken, daher griff er mit zwei Fingern in einen kleinen Beutel an seinem Gürtel doch... er war leer. Schon wieder. "Verdammt..." fluchte er nochmals unterdrückt und liess den Blick wieder über den Stadtteil gleiten.

"Ren... wo bist du? Warum meldest du dich nicht?"

Brummend hatte er seine pechschwarze Kontaktperle in die Hand genommen und betrachtete diese. Schliesslich hatte er beim letzten Mal eine bei ihm gelassen.. ihm eine gegeben... War alles, was er getan hatte etwa umsonst gewesen? Hätte er sich benahe töten lassen für... nichts? Hatte er die Legion hintergangen und Akten verschwinden lassen ohne überhaupt einen Dank in Worten zu erhalten?

Die Hand umschloss die Perle und ballte sich so zur Faust. Wut durchzuckte ihn und die Perle wollte beinahe nachgeben, doch schwächte er den Druck daraufhin. Nicht zuletzt, weil er leise Schritte vernahm.

Kurz darauf tauchte Marissa hinter ihm auf. Niemand kannte ihn so gut wie seine Schwester und doch wollte er nicht offen mit ihr sprechen. Er konnte es nicht, damit ihre und die Sicherheit von Emelie gewährleistet war.

"Rhage... Em gehts wieder schlechter. Ich muss mehr Medizin kaufen und du weisst... es ist teuer... ich meine, ich arbeite ja nun im Gasthaus aber..." ihr schien das Thema deutlich unangenehm doch er zuckte keine Sekunde. Nein... er hob die Hand zu seinem Gilbeutel und hielt ihn ihr hin. "Hier Missa, nimm es. Sorge gut für sie, ich komm... bald wieder vorbei." 

Seine Schwester blieb einen Moment stehen und nahm den Beutel, betrachtete ihn eingehend. "Rhage, wenn etwas nicht stimmt sa-..." er unterbrach sie unsanft, hob die Hand und winkte sie weg. "Verschwinde Missa!" Sie zuckte zusammen, senkte den Blick leicht und nickend verschwand sie wieder.

"Das war mein letztes Gil...." murmelte er vor sich hin als er gerade mal 3 Gilmünzen aus seinem anderen Beutelchen fischen konnte.

Die Kräuter, der Rum und die Medizin für seine Schwester die immer teurer wurde... das alles drückte auf seinen Gilbeutel.

Auf seine Nerven. Auf alles eben.

Gil-Not und zu was es uns treibt
Deutlich müde sass Rhage auf dem nervigen Chocobo, der andauernd fiebste und tun wollte was ihm recht war. Hart griff Rhage ab und zu durch, um das Federvieh in seine Schranken zu weisen. Auch hatte er noch kurz ein Gespräch an der Perle mit Micaiah gehabt die ihn kontaktiert hatte. Es waren  nicht seine besten Tage, bei Weitem nicht.. und dann dieser Brief von Sora verhagelte ihm nur noch mehr die Laune. Eine leicht zitternde Hand ließ er an die Tasche wandern, wo er die Nachricht hingesteckt hatte. "Stecken in ner Höhle in Coerthas fest.. na wunderbar."

Eigentlich sollte ihn das wenig kümmern, tats prinzipiell auch. Wenn da nicht der Aspekt mit dem Gil wäre, den man ihm in Aussicht gestellt hatte. Er hatte das Kopfgeld für Hiiro zwar eingesackt, nachdem die beiden.. explosiv verschwunden sind aber alles was er zur Zeit so konsumierte war nicht billig. Zudem hatte Ray seine Nase einfach zum falschen Zeitpunkt reingesteckt, denn der Kater wirkte sehr gereizt. Wenigstens konnte er noch nach oben joggen und war so fein raus. Hätte aber auch verdammt schief geehn können... "... nochmal Glück gehabt."

Das Federvieh unter ihm fiebste erneut, wollte davonrennen mit ihm und das andere, das er angebunden hatte, wollte es ihm gleich tun. Rhage zog feste an den Zügeln und fluchte. "Verdammtes Federvieh! Wenn du dich JETZT nicht benimmst wirst heut Abend in die Pfanne gehauen hast du gehört?!" ein weiteres Fiebsen und wieder war... Ruhe. Die Warnung kam an.

Er ritt weiter mit den Chocobos in Richtung Coerthas mit all den Gedanken. Gedanken an das, was war... was ist und sein wird.

Rhage spielte mit dem Feuer und hatte sich schon jetzt beinahe verbrannt...

Entschluss zur Ruhe
Pochender Schmerz.

Das Gesicht verzogen hob Rhage eine Hand an die Schläfe, welche Marissa heute zielgerecht und auch hart getroffen hatte. Eine kleine Platzwunde prangte nun an der Stelle. Wie konnte sie es wagen... wie konnte sein Mitbewohner es wagen...! X-mal hatte er ihm gesagt, er sollte seine dreckigen Pfoten von seiner Schwester lassen. Ihn gemahnt, nichts zu tun. 

Rhage ballte die Faust, bis die Knöchel hervortraten und die Finger zu knacken begannen. So sass er benommen auf dem Luftschiff und in der anderen Hand hatte er seinen mittlerweile... ständigen Begleiter 'Joint' in der Hand. Angezündet hatte er ihn bisher jedoch nicht...

Immer wieder huschte das Bild von Micaiah gedanklich vor seine Augen. Er hatte sich wie ein Tier und... Monster benommen. Die Arme waren völlig blau gewesen... und doch war sie ihm nicht böse. Leise seufzt und brummt er auf, der Wind weht durch seine Haare. Erneut fixiert er den Stängel in der Hand mit den Augen. Es hatte so harmlos angefangen... und was hatte es aus ihm gemacht? Ihm entglitt jegliche Kontrolle über sich selbst. Er hatte... Freunde und Familie verletzt. 

Er wusste schon lange, dass in seinem Inneren eine unterschwellige Wut, ein Hass brodelte. Anfangs schob er es alles auf seinen Vater, der nie da gewesen war, der seine Mutter und alles verleugnete um ja nicht sein Gesicht im Adel zu verlieren. Doch hatte sich der Hass im Bauch ausgebreitet... seit Ren verschwunden war. Wie ein Buschfeuer... schnell, über eine große Region und es zerstörte alles in ihm. Jeder letzte, gute Funke drohte zu Asche zu werden.

So erhob er sich, holte mit dem Arm weit aus um... den Stängel in hohem Bogen vom Luftschiff aus wegzuwerfen. "Ich muss hier weg und mein Leben in den Griff bekommen. Verzeiht mir."

Erholung auf hoher See
Bereits eine Weile war Rhage nun auf dem Schiff.. auf dem Meer unterwegs.  Die Wellen manchmal ruhig, schlugen sie öfters auch hoch und drohten das Schiff mit sich in die Tiefe zu reißen. Eigentlich... waren er und das Meer sich ziemlich ähnlich, wie er so darüber nachdachte.

Das blonde, lange Haar weht im Wind und er sieht zu seiner zitternden Hand. Der 'Entzug' von all den Dingen war schwierig, doch hatte er sich bisher darauf beschränkt nur einmal ein paar wenige Kräuter zu kauen. Was ein deutlicher Rückgang bedeutete. Die Sinne frei von allem nahm er alles um sich herum besser wahr... aber auch seine Gedanken.

Bereits jetzt hatte er kein Gefühl dafür, was an Zeit verstrichen war seit er aufgebrochen war. Ihm blieben jedoch die Bilder des Abschieds im Kopf als ständige Begleiter. Wie Em weinend und brüllend sich an ihm festklammerte.. wie Marissa sie von ihm löste und zurückhielt, wo sie doch selbst an die Grenze ihrer Beherrschung kam. Der traurige, wissende Blick von ihr, dass er anfangs nicht vorhatte, je wieder zurück zu kommen. Und dann auch der Anblick des Dorf des Nebels als er davonsegelte, während er mit Micaiah an der Perle sprach und sich auch von ihr verabschiedete. Da merkte er erst, dass er gar nicht alleine war. Das war er nie, er machte sich selbst zu einem Einzelkämpfer durch die Isolation und Abweisung anderer. All das ließ ihn versprechen, doch wieder nach Hause zu kommen.

Land Ahoi!
Das Schiff war erneut nahe, in Limsa anzulegen als Rhage das alte und wohl bekannte Dorf des Nebels sichtete. Sie waren nah an der Küste, er hatte seine wenigen Habseeligkeiten bereits in einen kleinen Beutel gepackt und ... hüpfte kurzerhand ins Wasser.

Ihm war egal, wie lange er schwimmen musste oder wie anstrengend es werden würde. 

Als er endlich stehen konnte an der Küste, sah er sich um. Einige Badegäste waren verstreut. Einige bauten Sandburgen, andere sonnten sich. Mitten in all den Anwesenden sah er von weitem Micaiah und hob die Hand, um auf sich aufmerksam zu machen. Nach einigen Momenten, in denen er bereits aus dem Wasser schritt, bemerkte sie ihn auch und sah ihn freundlich und freudig wie eh und je an.

Nach einem längeren Gespräch entschloss er sich, Micaiah auf einen Freizeitmarkt zu begleiten oder mehr, sie mitzunehmen. Längere Zeit wünschte sie sich bereits einen Ausflug mit ihm und diesen gewährte er ihr auch nach der langen Abwesenheit. Das, was sie am Markt am meisten bewegte ... waren wohl die Plüschtiere die es zu gewinnen gab. Somit konnte er gar nicht anders und versuchte sich darin. Ziel gerecht warf er mit seinen Schüssen alle Dosen um und gewann den Hauptpreis - einen riesigen Mogry-Plüschie. Diesen überreichte er Micaiah, welche fast gestorben wäre vor Freude.

Immerhin eine gute Tat nach seiner Rückkehr. Auch wenn ihn bald wieder alles einholen würde. Soviel war sicher...

Alte Freundschaft zum Leben erwecken
Ul'dah, Nachmittag.

Einmal mehr war es heiß in Ul'dah und Rhage sass auf einer Bank beim Brunnen in der Nähe der Marktgasse. In der Hand hatte er seine angefangene Flasche rum. Vieles ging ihm durch den Kopf. 

Viel zu viel hatte er zerstört mit seiner Art und doch konnte er, auch wenn er es versuchte, nicht anders. Schließlich musste er nun mal arbeiten und ihm war sein Leben lang nur das geblieben. Und zu allem Überfluss ist sein Alter noch gestorben. Gut, eigentlich war er froh dass dieser Kerl das zeitliche gesegnet hatte... aber ihm wurde unerwarteter weise ein Haus überlassen, da er der einzige, männliche Erbe war wenn auch ein Bastard.

Ihm drehte es den Magen um.

"Verfluchter Idiot..." und schon merkte er, wie er erneut drohte in alte Muster zu fallen. Denn er betrachtete gerade seine Blätter, als eine bekannte Frauenstimmte seine Aufmerksamkeit erregte. "Rya...? Hey!" da setzte sich die Hyuran mit dem schwarz/roten Haar neben ihn und sie begannen über Vergangenes zu sprechen.

Etwas später kam von der Marktgasse mit einem Korb Micaiah daher, welche unbedingt mit ihm reden wollte. Leider war ihm nach allem was geschehen war nicht danach. Eigentlich hätte er das Ganze nicht so eng sehen sollen und doch traf es ihn irgendwie. Rya, welche zu bemerken schien wie es ihm ging, half ihm aus. Wenn auch auf eigensinnige Art und Weise, denn kurz darauf verschwand die Raen wieder.

Die Folgen der Versuchung
"Ich bin vielleicht schwanger."

Dieser Satz dröhnte in seinem Kopf. Erst leise, zischend wurden diese Worte in seinem Kopf gesagt, dann schwoll es immer mehr an bis hin zu einem Brüllen und Schreien. Die Kopfschmerzen trieben ihn noch in den Wahnsinn, um ihn herum war es schwarz.

Der Abend hatte zu der Zeit normal angefangen. In seiner Bude gab er sich dem Rum hin, als die alte Freundin von ihm eintrat nach einem Klopfen. Gegen Gesellschaft hatte er nichts, vor allem wenn sie mit ihm sprach und auch etwas trank. Nicht viel, aber ein wenig.

So erzählte er alles, was all die vergangene Zeit geschehen war. Diese Sache mit Sora, dass Ren und Natsume abhauen sind... noch immer belastete ihn das, auch wenn er es niemals zugegeben hätte. Und sie hörte zu. Sie war da, sah ihn an und hörte zu.

Das macht ihn unruhig. Denn... sie kannte ihn zu gut. Viel zu lange...

Und so geschah, was nicht hätte passieren sollen denn später bekam er die Quittung dafür.

"Rhage..? Rhage wach auf!" er öffnete flackernd die Augen und sah sich um. Er... war bei sich zu Hause. Lag auf dem harten Boden. Die Nachricht hatte ihn wohl umgehauen und er sah hoch in das bekannte Gesicht. 

In Rya's Gesicht, welches von schwarzem Haar umrahmt wurde und ihn besorgt ansah.

Gefühle, Freundschaft und Zweifel?
Viele.. wirklich viele Wochen waren vergangen. Die Zeit flog nur so dahin, als er sich aus dem Staub gemacht hatte.

Wäre er ein Mensch, ein Mann.. der Beziehungen führen konnte, gut fand und Hochzeiten wie auch Kinder mögen würde, so wäre er bestimmt hier geblieben. Doch konnte er nicht so schnell aus seiner Haut. Ja, er hatte sich verändert. Durch alles, was ihm an Liebe entgegengebracht wurde auch wenn er es nie so erwiderte, wie dies normal war. Und doch war diese Nachricht, dass Rya schwanger sein könnte von ihm, der Auslöser für eine weitere lange Auszeit.

Er hatte sie, Micaiah... seine Familie... einfach alle ohne ein Wort zurückgelassen.

Und doch führte es ihn immer wieder zurück, so dachte er nach als er die weisse Muschel in der Hand betrachtete. Neben ihm sass Micaiah, mit der er gesprochen hatte. Natürlich hatte sie jedes Recht böse zu sein und doch wirkte sie nicht so. 

Sie waren eben... Freunde. 

Und für alles was sie früher für ihn getan hatte und dass sie jetzt nicht böse war, mochte er sie. Sie verstand ihn auf eine Weise, wie es selten jemand tat. Ebenso tat sie ihm gut, seit er sie kannte hatte er sich gebessert in vielerlei Hinsicht. 

Was er jetzt noch tun konnte: ein guter Freund sein.

Und genau darum half er ihr auch beim Sternlichtfest aus. Kisten schleppen, das konnte er. Und tat er auch. Kaum war er wieder in der Gegend, in ihrer Umgebung, machte er neue Bekanntschaften. Sie waren alle nett, teils sehr neugierig und auch witzig. 

Doch ... hatte er schlechte Erfahrungen mit Freunden gemacht. Auch Gute, aber mehrheitlich Schlechte. Es war wohl besser, sich nicht zu sehr an all die Gesichter zu gewöhnen. Egal, wie toll man sich verstand.

Oder...?

Galerie

|} |}

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki