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Einleitung
»Wer mit dem Feuer spielen will, muß wissen, wo das Wasser steht.«


Aktuelles


Aussehen

Es sind seine Hände die Sildar oft zum Mittelpunkt unerwünschter Aufmerksamkeit machen. Bis über die Handgelenke ist die Haut vollständig vernarbt und es gleicht einem Wunder das er überhaupt in der Lage ist die Finger ohne Einschränkungen zu benutzen. Schmal, klein und eher drahtig gebaut ist er zwar zäh und ausdauernd, aber nicht besonders stark. Seine Bewegungen sind eher die eines Tänzers als eines Kämpfers. Er besitzt ein gutes Gleichgewichtsgefühl und trotz seiner schweren Verletzungen erstaunlich flinke Finger. Fingerfertigkeit die er sich vor allem über das Lautespielen angeeignet hat. Auch sein restlicher Körper ist mit erschreckend vielen Narben bedeckt. Verblassende Striemen, Brandmale und Schnitte überziehen ihn wie ein gewaltsam aufgebrachtes, chaotisches Hautbild.

Sildars Gesicht ist mit hellen Sommersprossen bedeckt und zeigt die typische Zeichnungen seines Volkes. Dunkle Schatten unter seinen hellblauen Augen erzählen davon dass er ungesund wenig schläft. Seine Haare sind aschegrau und er trägt sie zumeist in mehreren Zöpfen zurückgeflochten und zusammengebunden. Das Fell an Ohren und Schwanz hat dieselbe Farbe und wirkt meist zerzaust und fast struppig.

Alles was Sildar am Leibe trägt wirkt einfach und gebraucht. Gepflegt aber von häufiger Benutzung gezeichnet. Seine Handschuhe legt er nie ab, auch wenn sie mittlerweile aus kaum mehr bestehen als Flickwerk. Sie scheinen das mit Abstand am häufig genutzten Kleidungsstück zu sein. Abgesehen davon, dass er kaum das nötige Kleingeld für Schmuck und Zierrat aufbringen könnte verschwendet Sildar kaum einen Gedanken daran. Schmuck ist nutzlos solange man ihn nicht als Gegenwert benutzt. Und nutzlose Dinge machen das Überleben nicht leichter. Das einzig wertvolle in seinem Besitz ist eine schmuckvoll verzierte Laute die er hütet wie einen Schatz.

Seine Stimme ist eigen. Noch jungenhaft hell aber mit einem rauen Unterton der sie interessant für einen Zuhörer macht.


Besitz
Neben den notwendigen Alltagsgegenständen, wie Feuerstein und Zunder, Messer, Decke, Nähset, Wasserschlauch etc. führt Sildar folgende gesondert zu erwähnende Gegenstände mit sich:

Inhalt der TaschenBearbeiten

  • Verzierte Laute
  • Erste- Hilfe- Tasche (klein)
  • Kreide, Kohlestifte, ein paar leere Seiten Pergament
  • Material für drei einfache Kleintierfallen, Angelhaken und Sehne
  • Ersatzsaiten, Wachs
  • Eine (leicht ramponierte) Kontaktperle
  • Eine zweite einwandfrei funktionierende Kontaktperle
  • Eine aus Haiknochen geschnitzte Delphinfigur
  • Ein angebissenes Stück Nusskuchen
  • Ein kleines Plüschtier (Eine Flamme mit Augen)


Verhalten
  • Sildar umgibt sich zumeist mit einer sehr abweisenden Aura und gehört damit nicht unbedingt zu den Personen die man gerne anspricht. Fremden begegnet er mit offenem Misstrauen und reagiert bis weilen sehr unwirsch. Angst macht ihn reizbar.
  • Er verlässt sich in allen Dingen die er tut und in allen Entscheidungen die er trifft auf sein Gefühl. Das macht ihn zu einem sehr schlechten Lügner und für andere einfach zu lesen.
  • Enge Räume bereiten ihm Unbehagen bis hin zur Panik.
  • Seine magische Begabung ist untrennbar mit seinem Gemütszustand verknüpft.


Wesenzüge
OOC Information: Wesenszüge im Detail
  • Charakter:

Wie das Element Feuer dem er sich so nahe fühlt besitzt Sildar ein sehr unstetes Wesen. Er ist nach außen hin oft reizbar und launisch, insgesamt jedoch eher verschlossen und zurückgezogen. Er ist sehr misstrauisch und gibt ungerne Dinge von sich preis. Drängt man ihn emotional in die Ecke reagiert er mit Aggression was unkontrollierte Wut- und damit meist magischen Ausbrüchen provozieren kann. Er verabscheut das Gefühl in seiner Freiheit eingeschränkt zu sein zu tiefst, was ihn zuweilen rastlos macht. Sildar denkt und handelt vor allem Gefühlsgeleitet. Viele Dinge entscheidet er sehr emotional/ intuitiv und spontan und verliert dabei die Tragweite seiner Handlungen aus den Augen. Vor allem Zorn macht ihn oft blind für Konsequenzen. Untypisch für einen Spielmann ist ihm nicht die Leichtigkeit und positive Energie zu eigen die fahrendes Volk so oft umgibt. Sieht man ihm beim Spielen zu, dann ist seine Liebe zur Musik unverkennbar doch er trägt sie sonst in kaum einer Weise nach außen. Dem aufmerksamen Beobachter allerdings zeigt sich darin seine weiche, kindliche Seite die er sonst in sich verschließt. Und sieht man etwas genauer hin wirkt er tatsächlich wie der verletzte, einsame Junge der er eigentlich ist. An seinen Fähigkeiten arbeitet er mit Hingabe. Die Kunst und die Schönheit gehören zu den wenigen Themen die ihm einen Funken der Begeisterung entlocken. Die Kunst und das Feuer. Er liebt das Feuer und kann Stunden damit verbringen in die Flammen zu blicken oder Bilder daraus zu formen. Und wenn man sein besonders ausgeprägtes Potential in dieser Art von Magie betrachtet könnte man meinen das Feuer liebt ihn ebenso. Er besitzt einen sehr ausgeprägten Sinn für Schönheit und ist in der Lage in vielen unscheinbaren Dingen Schönheit und Inspiration zu erkennen. Dabei spielt es keine besondere Rolle ob sie natürlich oder von Menschenhand geschaffen sind. Er ist hart im Nehmen und hat trotz seines Alters bereits viele Dinge erlebt die ihn verbittert haben. Er kennt den Überlebenskampf eines Mittellosen auf der Straße und hat gelernt mit Entbehrungen umzugehen. Da er bis dato hauptsächlich auf sich alleine gestellt war behält er Sorgen und Nöte meist solange für sich bis sie offensichtlich werden. Er würde niemals freiwillig Schwäche zeigen und kann Fehler schlecht ertragen. Ein Verhalten das aus der Erfahrung resultiert, dass Fehler und Schwächen meist schlimme Konsequenzen nach sich ziehen. Er besitzt ein sehr starkes Unrechtsbewusstsein bezogen auf vor allem soziale Benachteiligung und Ungerechtigkeit und fühlt sich Menschen die unter ihren nicht selbst verschuldeten Lebensbedingungen leiden deutlich schneller verbunden als seine verschlossene Natur es vermuten lässt. Für Sildar ist das Wort „Oligarch“ der Inbegriff der Tyrannei. Personen die mit ihrem Reichtum prahlen gegenüber ist er mehr als nur misstrauisch und meidet den Umgang wann immer es ihm möglich ist. Dabei lässt er es nicht selten an Respekt und Höflichkeit vermissen. Er würde nicht freiwillig das Knie vor Jemandem beugen, der seine Position und seinen Respekt mit Gil erkauft hat. Arroganz und Standesdünkel sind ihm verhasst ebenso wie er offensichtlich zur Schau getragene Eitelkeit und Reichtum schlecht ertragen kann.

  • Grundsätze und Ideale:

In einer von sozialer Ungerechtigkeit geprägten Welt, voller Hassgefühle für die Oberschicht, wünscht Sildar sich mehr Gerechtigkeit und Gleichbehandlung für diejenigen die unter der Knute ihrer Herren zu leiden haben. Lügen und Stehlen sind für ihn Mittel zum Zweck und ob eine solche Tat sein Gewissen belastet hängt sehr davon ab wen er sich dafür zum Ziel auserkoren hat. Einen reichen Kaufmann um seine Geldbörse zu erleichtern betrachtet er als recht und billig. Einem Bettler in seine Bettelschale zu greifen allerdings würde er nicht über das Herz bringen. Im Grunde seines Wesens verabscheut er Gewalt wird jedoch häufig Opfer seines eigenen Zorns und seines wechselhaften Gemüts was ihn manchmal zu extremen Mittel greifen lässt. Sildar ist Niemand der leichtfertig tötet, solange er Kontrolle über seine Gefühle besitzt. Zorn allerdings macht ihn unberechenbar und er neigt zu Überreaktionen die in extremen Handlungen resultieren können. Verliert er die Beherrschung benutzt er vor allem seine Magie sehr intuitiv und gefühlsgeleitet was, selbst wenn er den Vorsatz gefasst hat seinen Opponenten nicht zu töten, tödliche Folgen haben kann.

  • Persönliche Ziele:

Abgesehen vom reinen Überleben und dem Wunsch seine Heimat möglichst weit hinter sich zu lassen ist Sildar auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben. Der Tod seiner Familie, der Verrat seines Vaters und die Erlebnisse während der Katastrophe haben eine dumpfe Leere in ihm zurückgelassen die er mit einer neuen Bestimmung zu füllen versucht. Seit seine Geschwister den Trümmern Dalamuds zum Opfer fielen empfindet er einen wütenden Hass auf Galear und Primae gleichermaßen und lässt keine Gelegenheit aus gegen sie vorzugehen. Dabei ist er bereit große Risiken einzugehen.

  • Weitere Schwächen:

Seit er bei der Katastrophe unter Trümmern verschüttet wurde, mehrere Tage lang eingekerkert in der Dunkelheit, bereiten enge Räume und geschlossene Türen Sildar Beklemmungen. Fühlt er sich eingesperrt kann das von Nervosität und Unruhe bis hin zu Panikreaktionen führen. Die Erlebnisse der Katastrophe verfolgen Sildar in seine Träume und bringen ihn um den Schlaf. Oft schreckt er nachts schweißgebadet auf oder wälzt sich unruhig hin und her. Impulsiv und reizbar macht Zorn ihn oft kopflos und er verliert die Konsequenzen seines Handelns aus den Augen.

  • Weitere Stärken:

Sildar hat gelernt mit Schmerzen und Entbehrungen umzugehen. Er ist extrem hart im Nehmen und kann mehr ertragen als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Die Notwendigkeit zur Vorsicht macht Sildar zu einem sehr aufmerksamen Beobachter. Er hat einen verlässlichen Instinkt entwickelt. Ein Gefühl für Gefahr, das ihn schon oft vor Schlimmerem bewahrt hat.

Marotten und Eigenarten: Seine Laute liegt Sildar besonders am Herzen. Sie ist ein Andenken an seine verstorbene Mutter und er hütet sie wie seinen Augapfel. Er würde sie niemals verleihen oder in fremde Hände geben und selbst bei einer überstürzten Flucht nicht zurücklassen.


Fähigkeiten

Mundane Fähigkeiten:

Kindheit:

  • Jagd mit Schlingen und Fallen, Angeln
  • Einfache Handwerksarbeiten in div. Bereichen rund um Haus und Hof
  • Grundlegendes Versorgen von Wunden, Hausmittel gegen gängige Krankheiten
  • Laute spielen
  • Singen
  • Lesen/schreiben, Grundlagen der Mathematik
  • Grundlegende Kenntnisse zum Überleben in der Wildnis
  • Umgang mit domestizierten Tieren
  • Grundlegendes Verständnis für die Fauna und Flora Gridanias

Straße:

  • Beutel schneiden und andere Diebesfähigkeiten
  • Raufen
  • „Gassenwissen“ (Finden eines sicheren Unterschlupfes, Sammeln von Informationen, etc.)

Fähigkeiten als Äthernutzer:

Magie:

Sildars Element ist das Feuer. Das magische Potential des jungen Mannes ist ebenso groß wie es zerstörerisch sein kann. Als Intuitivzauberer ist sein Zugang zur Magie eng mit seiner Gefühlslage verknüpft. Eine Verbindung die bei ihm so stark ausgeprägt ist, dass es sogar abseits der eigentlichen Magieanwendung zu Manifestationen kommen kann. Vor allem Zorn und anderen negative Emotionen, aber auch andere starke Empfindungen, lösen solche Erscheinungen aus die in unterschiedlicher Intensität und Ausprägung ausfallen können. Funken regnen aus seinen Haaren. Holz beginnt unter seinen Händen zu verkohlen, ohne das er bewusst auf sein Potential zugreift, Gegenstände in seiner Umgebung fangen Feuer. Je nach Gefühlslage fällt ihm der Zugriff auf bestimmte Fähigkeiten leichter oder schwerer. Willentlich einen magischen Angriff gegen Jemanden auszuführen der in ihm Mitgefühl auslöst oder zu dem er eine starke Bindung hat ist ihm beinahe unmöglich. In Zorn und Angst wiederrum kann er dafür häufig das Zerstörungspotential seiner Attacken nicht kontrollieren. Und dieser Kontrollverlust macht auch vor Freunden nicht immer Halt.

Diese seltsam enge Bindung zwischen seinen Empfindungen, seinem Unterbewusstsein und dem Wirken seiner Magie spielt sich nicht nur auf aktiver sondern auch auf passiver Ebene ab. Sein Äther entzieht sich ohne sein Zutun einem fremden Zugriff, wehrt sich regelrecht dagegen, und setzt sich dabei häufig über Sildars bewussten Willen hinweg als habe er ein Eigenleben. Das beeinflusst alle Arten von Handlungen die ein Einstimmen auf oder eine Manipulation des Äthers einer anderen Person voraussetzen und betrifft sowohl positive als auch negative Effekte wie beispielsweise Heilmagie. Wie stark diese Gegenwehr erfolgt differiert von Person zu Person und kann von einem höheren Kraftaufwand beim Herbeiführen des gewünschten Effekts bis hin zu einer völligen Blockade oder sogar einem magischen Rückschlag reichen.

Nebenwirkungen:

Über Schwäche, Schwindel, Orientierungslosigkeit, Kopfschmerzen und Erschöpfung hinaus kann als Folge langanhaltender oder sehr kräftezehrender Magieanwendung zu folgenden Symptomen kommen: Hitzewallungen, Hitzeempfindlichkeit, Fieber, Hautrötungen bis hin zu Verbrennungen, extrem erhöhte Hauttemperatur die ein anfassen beinahe unmöglich macht. Spontane Manifestationen vor der Anwendung in Form von zum Beispiel Entzündung in seinem Umfeld, Funkenregen, Verbrennung durch Berührung.

Waffen & Kampfstil:

Sildar wirkungsvollste und zugleich zerstörerischste Waffe ist seine Magie. Je nach Situation greift er instinktiv in unterschiedlichem Umfang darauf zurück. Im Nahkampf verteidigt er sich wenn notwendig mit den bloßen Fäusten, wobei ihm jedes Mittel recht ist.


Beziehungen
Familie
  • Anash Mondschatten: Vater (Clanloser Mondstreuner)
  • G´shiana Enra: Mutter (Goldtatze, verstorben)
  • Raye: Bruder (verstorben)
  • Eona: Schwester (verstorben)
  • Szayel Lyhre: "Wenn ich rauskriege wo du steckst reiß ich dir die Ohren ab! Du fehlst mir..." *
"Oh, nimm doch von mir dieses minniglich Lied,

Auf dass jeder Feind deinem Schritte entflieht.
Als schützender Schatten, so folge ich dir.

Mit Laute und Schwert dir zur Seit." *
Freunde
"Ein wahrer Freund ist jemand, der dich voll und ganz du selbst sein lässt."
Kameraden / Bekannte (positiv)
  • Akagi Kogane: "Es ist verdammt schön dich wiederzusehen." *
  • Ansil Marayas: "Ich hätte nicht erwartet das du dich entschuldigst." *
  • Shiruba Anba: "Ich mag dich Kein-Ohr-Aura."
  • Y'ehn Tia: "Du scheinst ein netter Kerl zu sein."
Bekannte (unentschlossen)
  • Degenheart: "Ich weiß einfach nicht wie ich mit dir umgehen soll..."
  • Gamma Mudo: "Die Welt dreht sich nicht nur um dich. Mach die Augen auf! Dann hörst du vielleicht auf anderer Leute Gefühle mit Füßen zu treten." *
Bekannte (negativ)
  • Taree At'thantanas: "Arroganter Scheißkerl! Tust du ihm das noch einmal an wirst du es bereuen."
  • Juliu Eruliu: "Leg es ruhig drauf an... Ich lass mich nicht von dir herumschubbsen!"
  • Yayamaya Nonomaya: "Du bist alles das was ich nicht leiden kann..."
  • Ravius Lux Metellus: "Machts dir Spaß mich zu provozieren, du Mistkerl?"
  • Rinh'a Bajhiri: "Lass mich bloß in Ruhe!"
  • Tautropfentrinkendes Feld: "Wie du mit Jeanne umgehst macht mich sowas von wütend!" *
  • Ankha Illylion: "Halt dich lieber zurück. Sonst vergesse ich das wir mal Freunde waren. "
  • Naoh'to Epocan: "Warum suchst du Ärger mit mir?"
Feinde
  • -
Lange nicht gesehen
In Erinnerung
  • -
OOC Information: Beziehungen im Detail
Zu seiner Mutter hatte Sildar eine sehr enge Beziehung. Sie sah und förderte sein musisches Talent von Kindesbeinen an und ermunterte ihn diese Fähigkeiten beständig auszubauen, verkannte jedoch sein magisches Potential. Sie legte den Grundstein für seine Liebe zu Musik und Malerei und lehrte ihn schon als kleiner Junge die erste Töne des Lautenspiels und Gesang. Ihr Tod warf den Sohn ebenso aus der Bahn wie den Vater. Ein Schicksalsschlag der den Grundstein für eine schwierige Beziehung zwischen den beiden legte. Während Anash anfing zu trinken und tatenlos dabei zusah wie ihm das Leben durch die Finger glitt, zog Sildar sich mehr und mehr in sich zurück. Er vernachlässigte die Arbeit auf dem Hof und flüchtete sich in seine Musik, während sein Vater mehr und mehr Verantwortung auf die Schultern seiner Kinder, vor allem seines ältesten Sohnes Raye lud, der in dieser Zeit sowohl für Sildar als auch für Anash eine große Stütze war. Doch auch er konnte das Unglück nicht abwenden. Erst nachdem der Hof kaum noch zu halten war und sich die Schulden häuften, begann Anash seine Verantwortung als Familienoberhaupt wieder wahrzunehmen. Ein heilsamer Schock der jedoch die Beziehung zu seinem jüngeren Sohn nicht mehr zu retten vermochte. Je mehr er sich darum bemühte den Jungen aus der Traumwelt in die er sich zurückgezogen hatte zurück in die Realität zu holen umso weiter entfernte sich der Junge von ihm. Streit und gegenseitige Vorwürfe bestimmten den Umgang miteinander. Nur in seiner jüngeren Schwester fand Sildar eine Gleichgesinnte die seine Wünsche und Träume teilt. Oft verbrachten sie viel Zeit miteinander auf der Flucht vor der dem Alltag was ein enges Band zwischen den Geschwistern knüpfte.


Gesinnung
Sildar ist in Gegenwart von Fremden egal welcher Kultur und Rasse sehr misstrauisch. 

Gerade gegenüber Lalafell mit ihrem sehr profitorientierten Wesen und verschwenderischen Umgang mit Gil gibt er sich sehr abweisend und nicht selten ignoriert er dabei bewusst die einfachsten Regeln der Höflichkeit.  Die wenigen Elezen denen er bis jetzt begegnet ist haben keinen allzu guten Eindruck bei ihm hinterlassen. Er kann ihre arrogante oft joviale Art und Weise schlecht ertragen. Er empfindet eine grundlegende Sympathie für die heimatlosen Aura und die Flüchtlinge aus Ala Mhigo. 

Au Ra

Neutral bis Freundlich

Elezen

Misstrauisch bis Feindselig

Hyuran

Neutral

Lalafel

Misstrauisch bis Feindselig

Miqo'te

Neutral bis Freundlich

Roegadyn

Neutral


Gerüchte

Dieser Bereich darf gerne interaktiv benutzt werden. Ich behalte mir vor groben Unfug zu löschen.

Das flüstern die Straßen von Ul'dah:

  • "Für einen Krüppel hat er ganz schön flinke Finger."
  • "Der Kerl ist sehr gefährlich. Ich habe gehört er hat einem Legionssoldaten die Arme verbrannt. Am besten gehst du ihm aus dem Weg."
  • "Ich habe es gesehen! Alles was er anfasst geht in Flammen auf."
  • "Er hat ein echtes Händchen für Musik."
  • "Er kann Bilder aus Feuer erschaffen." (Wachmann am Goldbasar)
  • "Überfall? Feuer? Ich hab nichts gesehen und gehört!" (Verängstigter Bettler in der Perlengasse)
  • "Dieser Gestank! Als hätten die beiden dort Abfälle verbrannt." (Bewohner der Kelchkuppe)
  • "Der treibt sich doch auch manchmal bei dieser "Zuflucht" herum."
  • "Und wenn ichs doch sage. Es war eindeutig Frau Shanyas Unterwäsche die er in der Hand hatte." (Nachbarin der Zuflucht)

Das flüstern die Straßen von Gridania:

  • "Sildar? Den Jungen habe ich seit Jahren nicht gesehen. Eine Schande seinen armen Vater nach dieser Tragödie so im Stich zu lassen..."
  • "Ich hab ihn letztens hier in Zwieselgrund gesehen. Zusammen mit einem weißhaarigen Kater. Er hat sich wirklich verändert. Ich hab ihn kaum erkannt" (Chocobopflegerin Gut Zwieselgrund)

Das flüstern die Straßen von Limsa:

  • "Mein Mann hat ihn in der "Sorge" spielen hören."
  • "Ja, der war hier. Hat nach Streugut für den Federkiel gefragt." (Dockarbeiter am Bierhafen)
  • "Ich glaub es fehlte nicht viel und die beiden hätten sich geprügelt. Der stand im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen." (Bewohner des Nebeldorfs)


Mögliche Kommunikationsansätze
  • In Ul'dah kann man Sildar für Tagelöhneraufgaben und Botengänge anheuern. Er lässt sich auch als Musikant anwerben.
  • Sildar schneidet Beutel um zu überleben. Wer möchte kann sich von ihm bestehlen lassen.


  • Geht im offenen RP gerne auf ihn zu oder flüstert mich an um OOC ein Treffen auszumachen.
  • Der Charakter kommt neu ins Spiel. Wer Interesse an bestehenden Bekanntschaften oder anderen Vorabsprachen hat: Ich bin für alles offen.


Geschichte
OOC Information: Geschichte
Sildars Geschichte beginnt harmonisch. Als Sohn eines clanlosen Bauern (Die Familie hat sich bereits in Folge einer kurzen aber heftigen Fehde vor zwei Generationen aus der Clanstruktur gelöst um sich in Gridania niederzulassen.) und einer wandernden Musikantin wächst er in einem arbeitsreichen, nicht immer einfachen, aber behüteten Umfeld auf. Erst als er seine Mutter an ein tragisches aber unvorhersehbares Unglück verliert (Sie starb bei einem Sturz von einem scheuenden Chocobo.) beginnt diese heile Welt Stück für Stück auseinander zu brechen. Sein Vater fällt über den Verlust seiner geliebten Frau in eine tiefe Depression und das stürzt die kleine Familie in einen Teufelskreis aus Schulden. Immer häufiger sehen sich die drei Kinder mit der Arbeit auf dem Hof alleine konfrontiert, die sie auch mit vereinten Kräften nicht angemessen bewältigen können. Als die Bruchstücke Dalamuds über Eorzea niedergehen verwüstete eines dieser Geschosse den Hof der Familie und begräbt die drei Kinder unter den Trümmern des Wohnhauses nachdem der Vater

sie in kopfloser Flucht im Gebäude zurücklässt. Sildars Geschwister kommen in den Flammen ums Leben, während der junge Miquo´te das Unglück schwer verletzt und halb verdurstet überlebt. Tagelang harrt er eingeklemmt in einem kleinen Hohlraum aus bevor von Nachbarn und Soldaten geborgen werden kann. Der Tod seiner Geschwister und die feige Flucht seines Vaters rauben dem Jungen den Boden unter den Füßen. Kaum weit genug genesen um Laufen zu können, und mit der wenigen Habe die ihm geblieben ist im Gepäck, flüchtet er vor seinem alten Leben auf ein Luftschiff in Richtung Ul'dah. Er bricht sämtliche Brücken hinter sich ab - Auch zu seinem Vater von dem er sich im Stich gelassen und verraten fühlt. – und bestreitet seinen Lebensunterhalt von da an in den Gassen der Wüstenmetropole mit Betteleien, Diebereien, Tagelöhnerei und Straßenmusik. Es sind diese Jahre auf der Straße die sein ausgeprägtes Misstrauen aber auch sein empfinden für Gerechtigkeit nachhaltig prägen. Auf Ul'dahs Straßen lernt er Reichtum und Arroganz zu hassen und entwickelt sich mit Schmerz und Entbehrung als Lehrmeister zu einer streitbaren aber zähen Kämpfernatur. Doch selbst Schmerz und Zorn vermochten die Leere nicht zu füllen die der Verlust seiner Familie in ihm hinterlassen hat und die für ihn noch immer so präsent wie eine offene Wunde ist.


Schreibecke / Kreatives
Vergangenes: Überfall
Sildars Stimmung als angespannt zu bezeichnen war eine freundliche Untertreibung. Seit sie Klein Ala Mhigo verlassen hatten ging, saß und stand er sprichwörtlich wie auf glühenden Kohlen. Denn was eine beschwerliche aber nichts desto trotz zumindest erträgliche Reise hatte werden sollen verwandelte sich für ihn in den letzten Tagen in einen Spießrutenlauf. Diejenigen die sich mit ihm in der Siedlung der Karawane angeschlossen hatten mieden ihn. Und sie redeten. Laut und deutlich genug dass er sie auf keinen Fall überhören konnte. Als sei er eine personifizierte Gefahr die, einmal erkannt, mit Argusaugen beobachtet und über die jeder in der Gruppe informiert werden musste. Und so belauerten sie ihn. Verfolgten jede seiner Bewegungen, legten jedes seiner Worte auf die Goldwaage und trieben ihn mit ihrem Misstrauen immer weiter in die Ecke. Weit genug, damit durch die beständig größer werdenden Löcher in seinem Nervenkostüm bereits die ersten Feuerzungen leckten.

Irgendwo hinter ihnen begrub der Sand den Holzbecher den er am gestrigen Tag beinahe in Flammen aufgehen lassen hatte. Man hatte beim Essen über ihn gesprochen. Gerade laut genug, dass er es nicht zu ignorieren vermochte. Zum Zuhören gezwungen hatten seine Finger ohne sein Zutun tiefe Spuren in den Becher hineingebrannt. Und als der erste dünne Rauchfaden daran emporstieg hatte er ihn einfach von sich geworfen. Fort in den Sand wo sie ihn entweder finden und sich darüber das Maul zerreißen würden oder die Wüste ihn irgendwann verschluckte. Sie hatten ihn angestarrt und er war wortlos aufgestanden und hatte sich hinter einen der Wagen zurückgezogen damit die Kälte die sich nachts aus dem Sand erhob sein Gemüt ein wenig besänftigen konnte. Hatte durchgeatmet und war den Rest der Rast für sich geblieben. Darüber hinaus hatte er auf die nächste Mahlzeit verzichtet um sich nicht erneut mit dem geballten Misstrauen der Gruppe konfrontiert zu sehen. Hatte sich kommentarlos am hinteren Ende der Karawane eingereiht und war froh über das angestrengte Schweigen gewesen das sich zusammen mit der Wüstensonne zwischen den mit spärlichem, trockenen Gras bedeckten Dünen ausbreitete. Niemand sprach viel während sie wanderten. Zu drückend war die Hitze. Zu trocken und staubig die Luft. Sildar machte vor allem die Sonne zu schaffen. Die Hitze allein war gut zu ertragen. Vertraut. Fast schon willkommen. Doch die Sonne brannte unangenehm auf seiner Haut und forderte ihn mit Nachdruck dazu auf sich bis über die Nasespitze vor ihr zu verstecken. Die Augen mit den Händen beschattet blickte er in das unendlich scheinende Auf und Ab der Steppe hinaus und bemerkte einige kleine beigebraune Punkte die sich am Horizont zwischen dem allgegenwärtigen Flimmern und Tanzen der Hitzeschlieren abzeichneten. Eine andere Karawane. Ihr Führer dehnte diesen Tagesmarsch bis in den Vormittag hinein um sich kurz nach Anbruch des Tages, der beinahe ohne Dämmerung vonstatten ging, mit der anderen Gruppe den Lagerplatz zu teilen. Und obwohl Sildar bereit war anzuerkennen, dass mehr Bewaffnete gleichzeitig auch mehr Schutz bedeuteten hätte er diese Entwicklung am liebsten lautstark und farbenfroh verflucht. Denn eine größere Gruppe bedeuteten meistens auch mehr Gerede. Und mehr Gerede brachte ihn früher oder später immer in Schwierigkeiten. Seufzend ließ er sein Bündel in den Sand fallen und nahm dann behutsam die Lautentasche vom Rücken um sie wesentlich vorsichtiger auf eine der zwei Decken zu betten. Um ihn herum schlugen die anderen Reisenden ebenfalls ihre Lager auf wobei sie, wie üblich, einen Bogen um ihn machten. Er öffnete die Tasche und ließ prüfend den Finger am Steg des Instrumentes herunterfahren. Das Holz war von einer dünnen Wachsschicht bedeckt die es vor dem Einfluss der Temperaturschwankungen schützen sollte und er wiederholte diese Prozedur bei jeder Rast um sicher zu gehen dass sein Instrument durch die Hitze auf keinen Fall schaden nahm. Erst einmal jedoch griff er nach seinem Wasserschlauch und spülte mit dem restlichen Inhalt den Sand des Marsches seine Kehle hinunter. Als er den Blick über den Rastplatz wandern ließ blieb seine Aufmerksamkeit an zwei der Bewaffneten hängen die unverhohlen in seine Richtung blickten während sie sich miteinander unterhielten. Einer von ihnen war bereits vor Klein Ala Mhigo mit ihrer Karawane unterwegs. Das Gesicht des Anderen hatte Sildar noch nicht in ihrer Gruppe gesehen. Doch die Art und Weise wie sie miteinander umgingen legte nahe, dass die beiden Männer einander kannten. Es forderte nicht viel Phantasie von ihm sich zusammenzureimen worüber die zwei miteinander sprachen. Manche Unterhaltungen waren auch ohne Worte so glasklar zu verstehen als würde man sich daran beteiligen. “Und behalt den Burschen da besser im Auge.“ Das war höchst wahrscheinlich die Essenz einer längeren Erklärung die er in vielen verschiedenen Ausführungen in den letzten paar Tagen hatte überhören können. Feuer und gefährlich waren die Begriffe die seit Klein Ala Mhigo am häufigsten in seiner Gegenwart gefallen waren. Und obwohl seine Laune bereits ihren Tiefpunkt erreicht hatte spürte er von neuem Wut in sich aufsteigen.

Dass er es kommen gesehen hatte machte es nur unerträglicher. Missmutig und müde ließ er sich auf seine Decke sinken und versuchte einmal mehr vergeblich den Sand aus seinen Handschuhen zu klopfen. Das verdammte Zeug war nicht nur sprichwörtlich, sondern wirklich und wahrhaftig überall. Kroch in jede noch so kleine Ritze. Juckte, scheuerte und brannte einfach überall. Inzwischen hatte er eine ziemlich bildhafte Vorstellung davon wie sich ein räudiger Köter fühlen musste. Und für einen Zuber mit Wasser und einen Satz frischer Kleider war er im Moment sogar bereit sein Erstgeborenes zu verpfänden. Bedauerlicherweise war allerdings niemand bereit ihm diesbezüglich ein Angebot zu unterbreiten. Fast als hätte er sie mit diesem Gedanken heraufbeschworen ließ sich im selben Augenblick eine Gestalt zu ihm in den Sand fallen und für einen Moment verspürte Sildar den kurzen aber erschreckend starken Impuls sie ohne den Kopf zu heben an Ort und Stelle in Asche zu verwandeln. Doch er erstickte den Funken bereits in der Glut, ließ die Hände sinken und musterte den Fremden mit einem Ausdruck auf dem Gesicht der so eindeutig ablehnend war, dass er keinerlei Zweifel an seiner Begeisterung offen ließ. Der Hyuran der ihm gegenüber saß wäre in einer anderen Umgebung ein beinahe durchschnittlicher Anblick gewesen. Dunkles kurzes Haar, braune Augen in denen ein schalkhafter Zug lag und ein Gesicht das ihm etwas Jungenhaftes verlieh auch wenn er sicherlich älter war als der erste Eindruck es vorgaukelte. Doch hier in der brennenden Sonne Thanalans wirkte er mit seiner hellen Haut mindestens so deplatziert wie Sildar sich fühlte. Die angebotene Hand ignorierend musterte er den Fremden mit unverhohlenem Misstrauen. Versuchte ihn einzuschätzen. Er war sicherlich kein Söldner oder Soldat. Zu neugierig und eindeutig nicht ausreichend offensichtlich bewaffnet. Vielleicht ein Träger oder Mietling. Das jedenfalls entsprach noch am ehesten seinem äußeren Erscheinungsbild. Aber wenn er tatsächlich ein Dienstbote war, dann jedenfalls ein auffällig Unbeschäftigter der eindeutig zu viel Zeit hatte um seinen Mitreisenden auf die Nerven zu gehen. Schweigend und mit wachsendem Argwohn ließ er den ersten Schwall aus Fragen über sich ergehen, den Blick abweisend und unnahbar in das Gesicht des Anderen gerichtet. »Gratulation. Offenbar hast du zwei gesunde Ohren. Wenn du auch zwei gesunde Beine hast, dann würde ich dir nahelegen zu verschwinden.«, knurrte er unfreundlich und während er zuvor noch einen verschlossenen und unfreundlichen aber gefassten Eindruck gemacht hatte strahlte der junge Miqo´te nun eine gefährliche Anspannung aus. Als hätte die Atmosphäre um sie herum sich schlagartig verdichtet, hatte die Situation von einer Sekunde auf die Andere jegliche Unvergänglichkeit verloren. Lagen deutlich spürbar Aggression und Feindseligkeit in der Luft. »Was willst du von mir?«, zischte er, leise genug das Gespräch nicht über den ganzen Lagerplatz zu tragen. Doch es lag etwas unüberhörbar Drohendes in seiner Stimme. Der Fremde seufzte tief und Sildar wollte seinen Ohren nicht trauen, als er dann tatsächlich begann seinen kompletten Fragenkatalog erneut herunterzubeten, nur um sich dabei aufs übelste verhöhnt vorzukommen. »Für wie dumm hältst du mich eigentlich?«, fuhr er ihm barsch ins Wort. »Mindestens ein Dutzend Leute hier könnten dir deine Fragen beantworten und du suchst dir ausgerechnet den mit der miesesten Laune aus?« Einzelne Funken lösten sich aus seinem Haar und hinterließen dort wo sie auf den Stoff seiner Kleider trafen winzige schwarze Punkte. Er konnte es spüren. Wie der Zorn der Flamme Nahrung gab. Ein vertrautes Gefühl. Bekannt und willkommen. »Was willst du von MIR?« Zumindest äußerlich zeigte sein Gegenüber keine Regung. Trug weiterhin die unverbindlich gut gelaunte Miene zur Schau mit der er das Gespräch begonnen hatte. »Och, die hab ich alle schon gefragt. Irgendwie sind die nicht sonderlich gesprächig.«, stellte er fest und zuckte auf eine Art und Weise mit den Schultern die in diesem Zusammenhang alles und gleichzeitig nichts bedeuten mochte. Eine hohle Phrase die Sildars Unmut bis an die Grenze des Erträglichen steigerte. Der Drang danach sich umzudrehen war stark. Mindestens so stark wie das Bedürfnis dem Kerl die gute Laune aus dem Gesicht zu brennen. An einen unverfänglichen Austausch zwischen Reisenden hatte er von Anfang an nicht geglaubt. Niemand hier, ohne Ausnahme, war seit Klein Ala Mhigo ihm gegenüber noch unverfänglich. Und je beharrlicher der Bursche seinen so deutlich nach außen getragenen Missmut ertrug umso misstrauischer wurde er. Wer auch immer er sein mochte, er sprach nicht aus reiner Neugier mit ihm. Denn niemand ließ sich diesen Ton aus reiner Neugier gefallen. »Das bin ich auch nicht wie du siehst. Also scher dich einfach zum Eufel!«, schnappte er. Der Fremde allerdings machte keinerlei Anstalten ihn alleine zu lassen, sondern lächelte unbeeindruckt sein gut gelauntes Lächeln. Lächelte auf eine enervierende Art und Weise die Sildar langsam aber sicher zum aus der Haut fahren provozierte. Ein Funken fiel aus seiner Stirn und landete auf seinem Arm während er begann sein Gepäck aus dem Sand aufzuklauben. »Aber du bist doch der Kerl der auf dem Markt in Klein Ala Mhigo die beiden Stände abgefackelt hat, oder?«, fuhr der Kerl hartnäckig fort und in Ermangelung einer Alternative deutete Sildar ein vages Kopfnicken an. » Das kann ich im Moment schlecht leugnen, findest du nicht?«, murrte er unwillig, versuchte jedoch nicht ihn zu belügen. Er war sich nur allzu deutlich der Tatsache bewusst dass mindestens die Hälfte seiner Reisebegleitung bestens darüber im Bilde zu sein schien wer er war und was er in Klein Ala Mhigo getan hatte. »Ich hab ein Angebot für dich. Leute wie dich kann ich brauchen. Soll dein Schaden nicht sein« Sildar schnaubte abfällig. »Vielen Dank, aber komme bestens ohne deine Angebote zurecht.« Er warf sein Bündel über die Schulter und hob dann deutlich behutsamer die Lautentasche auf, bevor er sich umdrehte und den Fremden ohne ein weiteres Wort hinter sich zurückließ. Er rannte nicht, auch wenn ihm nach rennen zu Mute war, denn in seinem Kopf wetteiferten mittlerweile die wildesten Befürchtungen um die Gelegenheit ihm Angst einjagen zu können. Welche Hintergedanken auch immer diesen Mann motivierten, er sollte der Sache besser auf den Grund gehen. Anderenfalls würde ihm diese ach so zufällige Bekanntschaft vielleicht schneller in den Rücken fallen als ihm lieb sein konnte. Und tatsächlich nagte das Gespräch an ihm. Kreisten in seinem Kopf die Fragen während er versuchte ein Ventil für den Ärger und die Sorgen zu finden die konstant damit beschäftigt waren seine ohnehin auf unsicherem Boden gebaute Selbstbeherrschung zu untergraben. Er war nie besonders geduldig oder besonnen gewesen. Doch das Gefühl ständig von allen Anwesenden beobachtet zu werden machte ihn dünnhäutig und reizbar. Sie gingen ihm aus dem Weg, trauten sich jedoch nicht ihn aus den Augen zu lassen. Und so spürte er ihre Blicke im Rücken, während er eine der Dünen hinaufstapfte um das alles wenigstens für einen kurzen Moment hinter sich zu lassen. Die Augen mit den Händen beschattet blickte er in die gleichförmigen Berge und Täler der Steppe hinaus bemüht seine Gedanken zu ordnen. Und nur für einen winzigen Augenblick ließ er los. Tauchte in das Feuer ein, das in ihm lockte, griff danach und schleuderte den fernen Bergen einen einzelnen wütenden Feuerball entgegen. In dem dünnen Rauchfaden der zwischen seinen Fingern aufstieg verging auch ein Teil des Zorns der an ihm genagt hatte. Ein befreiendes Gefühl, das ihn etwas ruhiger zurückließ. Als er sich umdrehte um zum Lager zurückzukehren hatte er einen Entschluss gefasst. Er musste mit diesem Fremden reden. Und zwar allein. “Und bitte Sildar, sei ein einziges Mal in deinem Leben diplomatisch.“, wisperte eine Stimme hinter seiner Stirn als er zwischen die Wagen eintauchte. Das Fuhrwerk ansteuert in dem er den jungen Mann gerade verschwinden sah. Er schlug die Plane zurück und stieg ohne Umschweife mit auf die Ladefläche. »Ich weiß, wir hatten einen schlechten Start. Tut mir leid. Ich bin nicht gut darin freundlich zu sein. Ich bin Sildar.«, begann er, noch immer ruppiger als gut gewesen wäre, aber bei weitem nicht mehr so aggressiv. »Alistair, richtig? Du sagtest du hättest ein Angebot für mich…«

Alistair war… merkwürdig und alles was der er tat und sagte hatte die faszinierende Eigenschaft Sildar misstrauisch zu machen. Und vor allem dieses allgegenwärtige, sonnige, fast unbekümmerte Lächeln fühlte sich einfach so verdammt… falsch an. „Mach dich nicht lächerlich Sildar. Du siehst Gespenster.“, wisperte die Stimme der Vernunft hinter seiner Stirn. Und dieses Mal kam selbst sein Temperament nicht umhin ihr darin Recht zu geben. Möglicherweise war er tatsächlich an einem Punkt angelangt an dem das gesunde Maß an Paranoia das er aus reinem Selbstschutz an den Tag zu legen pflegte zu sehr die Kontrolle über sein Denken zu übernehmen begann. Er fühlte sich seit Klein Ala Mhigo beständig beobachtet, während man sich hinter seinem Rücken das Maul über ihn zerriss. Ihn argwöhnisch überwachte nur um ihm dann letztendlich doch aus dem Weg zu gehen. War es da wirklich verwunderlich, dass immer dünnhäutiger und gereizter reagierte. Dass er mittlerweile weder die Geduld noch die Gelassenheit aufbringen konnte sich unvoreingenommen mit seinem Umfeld auseinanderzusetzen. Vermutlich nicht. Auch wenn diese Erkenntnis nicht verhindern konnte, dass er die Antwort am liebsten aus seinem Gegenüber herausgeschüttelt hätte. Alistair plapperte und schien nicht in der Lage zu sein mehr als einen sinnvoll zusammenhängenden Satz zu formulieren geschweige denn eine einigermaßen strukturierte, klar verständliche Erklärung abzugeben. Als würde er die Gedanken gerade so aussprechen wie sie ihm in den Kopf kamen überschüttete er Sildar mit Worten, der wiederum verzweifelt versuchte die Quintessenz ihrer Unterhaltung dabei nicht aus dem Fokus zu verlieren. Was er erfuhr war zusammengefasst formuliert nicht sonderlich überraschend. Die Situation der Flüchtlinge war ihm nicht neu. Er der er mit diesen Leuten quasi Tür an Tür lebte sah sich beinahe täglich mit ihrer Armut und ihrem wachsenden Zorn konfrontiert. Einem Zorn der sich vage vertraut anfühlte und in dem er mit ihnen mehr als nur ein wenig sympathisierte. Was er überhörte während er abends in Tavernen aufspielte oder tagsüber auf dem Marktplatz aufschnappen konnte war wie ein Spiegelbild seiner eigenen Nöte und Probleme. Viele dieser Leute kannte er persönlich. Man hatte einander Unterschlupf gewährt. Für einander Lügen erzählten, wenn es notwendig war. Und er fühlte sich ihnen in gewisser Weise verbunden. So wie sich Seelen miteinander verbunden fühlten wenn sie das selbe Leid geteilt oder denselben Kampf gekämpft hatten. Trotzdem behagte ihm der Gedanke nicht Einzelheiten über seine persönlichen Verhältnisse einem Fremden anzuvertrauen. Er hatte gelernt mit Verpflichtungen und Versprechen vorsichtig umzugehen. Schulden besaßen ein übles Potential und nichts auf dieser Welt war ohne Preis. Eine Lektion für die er schnell, hart und schmerzhaft auf den Straßen Ul´dahs hatte lernen müssen. Darüber hinaus jedoch nährten Alistairs Worte ein Feuer in ihm das nie zur Gänze erloschen war, wenn es sich auch abmühen musste nicht an all den Rückschlägen, Demütigungen und Verletzungen zu ersticken die man ihm in den letzten Jahren beigebracht hatte. Dasselbe starke Unrechtsbewusstsein, jener Wunsch nach Gerechtigkeit, das ihn erst zum Opfer, dann zum Dieb und schließlich zum Mörder gemacht hatte. Doch er kam nicht dazu diesen Gedankengang zu verfolgen. Spürte das schwache Glimmen jener Gefühle und Erinnerungen kaum, weil das Splittern von Holz ihn alarmiert hochfahren ließ. Im hinteren Drittel des Wagens hatte ein Pfeil die Zeltbahn durchschlagen und sich in den Bretterboden gebohrt. Und so blieb er Alistair eine Antwort schuldig, als er sich umwand um die Plane beiseite zu schlagen und in das Lager hinaus zu spähen. Der Ruf „Amal´jaa“ echote mehrfach über den Platz, während sich die Bewaffneten zu einem Verteidigungsring um die Fuhrwerke formierten und die anderen Reisenden eilends Schutz und Deckung zwischen ihnen suchten. Er sprang von der Ladefläche und kauerte sich hinter dem Wagen neben dem Abstieg zusammen um sich nicht zum Ziel für einen Schützen zu machen, derweil sein Magen sich zu einem festen harten Knoten zusammenzog. Ein Schauer aus winzigen Funken hüllte ihn ein, während er angespannt in die Dünen hinausstarrte bereit zum Sprung. Bereits zur Flucht. Als kurz darauf ein weiterer ungezielter Pfeilhagel über dem Lager herniederging brach zwischen den Wagen plötzlich Hektik aus. Reisende flohen in Deckung vor dem Beschuss, während die Eskorte beider Karawanen in einem lockeren Schutzkreis um das Lager herum Stellung bezog. Sich auf einen Angriff vorbereitete. Auch Sildar blieb keine andere Wahl als den Kopf einzuziehen und erst einmal unter der Ladefläche des Fuhrwerkes abzutauchen, wo er nur widerwillig die Lautentasche von der Schulter streifte und das Instrument vorsichtig im Sand deponierte. Er gab sie nur ungerne aus der Hand. Doch hier lag sie sicherer, als wenn er sie am Körper trug und er wollte auf keinen Fall riskieren dass ein verirrter Pfeil das Instrument beschädigte. Was er noch an Gepäck bei sich hatte warf er achtlos daneben und kroch dann zum hinteren Teil des Wagens zurück, während er auf Händen und Knien versuchte sich aus der Deckung heraus einen Überblick zu verschaffen. Eine junge Frau rannte geduckt, die Arme schützend über dem Kopf verschränkt, auf einen der Bewaffneten zu. Eine irgendwie lächerliche Geste, die entsetzlich hilflos wirkte und ihr Leben nicht retten würde wenn die nächste Salve Pfeile auf sie hinabregnete. Als sie nur wenige Meter entfernt an seinem Versteck vorbeihastete, war er mit ein paar schnellen Schritten auf den Beinen, packte sie am Arm und zerrte sie hinter den Aufbau zurück. Ein Geschoss fiel harmlos neben ihnen zu Boden, während er sie rücksichtslos, fast brutal in die nächste Deckung drängte. Im ersten Moment zu überrascht um Gegenwehr zu leisten taumelte sie hinter ihm her, bevor sie begann sich in seinem Griff wie wild zu gebärden. »Er hat meinen Schmuck! Dieser Mann hat meinen Schmuck!« Wie eine Furie gestikulierte sie in Richtung der Eskorte, drehte und wand sich, bis Sildar ihr mit der freien Hand eine kräftige Ohrfeige auf die Wange brannte. Sie hielt inne wie erstarrte. Blickte ihn furchtsam aus geweiteten Augen an, als könne sie nicht fassen was er gerade getan hatte. »Dein verdammter Schmuck nützt dir Garnichts wenn du tot bist!«, fauchte er und deutete auf einen der Pfeile, dessen Schaft in ihrer Nähe aus dem Sand ragte. »Da hättest du stehen können, du dumme Gans! Ist dein Schmuck dir wirklich dein Leben wert?« Eine Mischung aus Erkenntnis und Entsetzen breitete sich auf ihrem Gesicht aus und sie schüttelte wie benommen den Kopf, bevor sie sich ohne weiteren Widerstand von ihm unter den Wagen bugsieren ließ. Suchend blickte er sich nach Alistair um, konnte ihn jedoch nirgends entdecken. Um ihn herum war der Lagerplatz in Chaos versunken. Um Überblick bemüht bewegte er sich von Deckung zu Deckung. Versuchte das Kampfgeschehen zu begreifen, als nicht weit von ihm entfernt der Knall einer Detonation alle anderen Geräusche für einen Augenblick erstickte. Die letzten spürbaren Ausläufer einer Druckwelle wanderten über ihn hinweg, gefolgt von einem Hagel aus Holzsplittern und Metallstücken die auf ihn hinabregneten. Diesmal war er Sildar, der die Arme hochriss um seinen Kopf vor den Schrapnellen zu schützen. Schnell genug um zu verhindern, dass er von den Trümmerteilen des Wagens ernsthaft verletzt wurde wich er hinter den Kutschbock eines anderen Fuhrwerkes zurück, während schräg über ihm die Geschosse Löcher in die Plane rissen. Mit hämmerndem Herzen presste er sich mit dem Rücken gegen die Bohlen bis der tödliche Schauer sich über ihn ergossen hatte. Ein hohes dünnes Pfeifen hallte in seinen empfindlichen Ohren wieder und übertönte den Lärm der plötzlich zu kaum mehr als einem Flüstern verklungen war. Erst als er sich vorsichtig weiter aus der Deckung wagte wurde ihm das volle Ausmaß der Verwüstung bewusst. Die Detonation hatte alles innerhalb mehrerer Meter um ihren Ausgangspunkt herum direkt oder indirekt in Mitleidenschaft gezogen. Überall lagen Überreste im Sand. Teile zerstörter Waren. Schwelende Holzbalken. Rußgeschwärztes Metall. Während dort wo zuvor der Wagen gestanden hatte eine dunkle Rauchsäule das brennenden Gerippe einhüllte das von der Zerstörung verschont geblieben war. Die letzten Überreste der Plane flatterten im Hitzesog der Flammen wie in einem geisterhaften Wind, während das Metallgestell hin und wieder als verzerrter Schemen im Rauch auftauchte. Er begann zu laufen. Hielt gedeckt durch die übrigen Wagen auf die brennenden Trümmer zu. Ohne zu zögern kletterte er zwischen den glimmenden Balken hindurch auf die Stelle zu, wo er vage die Umrisse einer Person zwischen Rauch und aufgewirbeltem Sand erahnen konnte. Er hatte keine Angst. Nicht vor dem Feuer. Die Hitze die ihn umfing war angenehm vertraut und die als die Flammen ihn einhüllten geschah es in einer liebevollen Umarmung. Dort wo sie nackte Haut berührten hinter ließen sie keine Spuren. Mit bloßen Händen zerrte er einen schwelenden Balken zur Seite und packte den Bewusstlosen unter den Achseln. Zog ihn aus den Überresten und in den Schutz der nächsten Deckung, während ein paar Meter weiter bereits ein zweites Fuhrwerk in Flammen aufging. Ein gellender Schrei hallte über den Lagerplatz, so voller Pein, dass er Sildar direkt unter die Haut zu kriechen schien. Er sprang auf, gab jegliche Sicherheit auf und rannte los. Um ihn herum hatte sich die Steppe in ein Inferno verwandelt. Panische Reisende flohen vor den Flammen mitten in den unablässigen Hagel aus Geschossen hinein. Brennende Trümmer regneten gemeinsam mit Ascheflocken vom Himmel. Die Luft war von beißendem Qualm und Sand erfüllt. Brannte in den Augen. Machte das Atmen zur Qual. Ein Mann dem ein Pfeilschaft aus dem Rücken ragte taumelte in ihn hinein. Als sich dabei ihre Körper berührten jagte dem jungen Kater ein Schauer die Arme hinab. Die Haut des Hyuran war eiskalt. Feucht und klebrig von Schweiß und Blut. Er griff zu. Bekam das Hemd des Mannes zu fassen. Doch er konnte den schweren Körper nicht aufrecht halten. Als das letzte bisschen Kraft aus seinen Gliedern wich sank der Sterbende leb- und reglos vor ihm im Sand zusammen. Doch Sildar, halb verrückt vor Panik zerrte ihn weiter. Klammerte sich an die irrationale Hoffnung ihm irgendeine Art von Beistand leisten zu können. Flammen tanzten über seine Hände, leckten nach den Kleidern des Toten, als seine Selbstbeherrschung langsam aber sicher von Verzweiflung übermannt zu werden drohte. Und dann traf ihn der Pfeil. Schmerz explodierte in seiner linken Schulter als die Spitze sich tief in sein Fleisch grub. Und sein bewusstes Denken setzte aus. Ein einziger Impuls erstickte das letzte bisschen Verstand das bis jetzt verzweifelt versucht hatte ihn zur Vernunft zu bewegen. Brachte die Stimme zum Schweigen die ihn anschrie in Deckung zu gehen. Hinter seiner Stirn war es mit einem Mal totenstill. Regte sich nichts außer dieser eine einzige wütende Entschluss. Diese Bastarde werden nicht noch mehr von uns töten! Er löste die Hände vom Hemd des Mannes und ging auf den nächststehenden brennenden Wagen zu. Tauchte die Arme tief in die Flammen, während er nach ihnen rief. Und sie folgten. Strebten ihm entgegen um ihn einzuhüllen wie ein Schild. Immer weiter griffen seine Kräfte aus. Geboten jedem Feuer, jedem Funken seinem Willen zu folgen. Und dann setzte er im wahrsten Sinne des Wortes den Himmel in Brand. In einer meterhohen Flammensäule strebte das Flammenschild senkrecht hinauf, bevor es sich kuppelförmig über dem Lagerplatz aufspannte. Zwei Geschosse jagten hinein, verbrannten lange bevor sie Schaden anrichten konnten und fielen als schwelende Holzsplitter harmlos zu Boden. Dort, wo sie mit der Kuppel kollidierten, regnete ein dichter Teppich aus Funken auf Söldner, Reisende, Wagen und Trümmer hinab. Dann wurde es still und einige Herzschläge lang legte sich eine gespenstische Ruhe über den Lagerplatz. Nur gebrochen vom Brausen des Feuers das die fast schon irreale Szenerie als beständiges Hintergrundgeräusch untermalte. Als der Flammenvorhang fiel blieb weiterer Beschuss aus. Die Amal´jaa hatten sich zurückgezogen. Ein mühevoll erkaufter Sieg, dem viele Tote vorausgegangen waren. Doch die Bedeutung der plötzlich ausbrechenden Geschäftigkeit, als sich die Menschen ihrer Rettung bewusst wurden, sickerte nur langsam in Sildars Bewusstsein ein. Seine Wut war verraucht. War mit dem Feuer zusammen erloschen. Ihm war übel. Sein Magen war ein harter kleiner Klumpen, fest zusammengedrückt vom Geruch nach Blut, verbranntem Fleisch und Asche der ihm mit einem Mal erdrückend präsent in die Nase stieg. Sich mit der Hitze mischte die in seinem Körper brannte und dem scharfen pulsierenden Schmerz der von seiner Schulter in seinen Arm ausstrahlte. Er griff nach dem Pfeil, ließ jedoch sofort wieder davon ab als das Holz unter seiner Berührung zu schwelen begann. Unter der Berührung seiner bloßen Händen. Von den Handschuhen die er getragen hatte war nicht mehr übrig geblieben als zwei noch glimmende Ringe aus Stoff, wenige Maschen breit, die wie Armbänder um seine Handgelenke lagen. Sein Oberhemd war zu geschwärzten Fetzen verbrannt und offenbarte die von Narben übersäte Haut, die entstellten Hände. Wie betäubt blickte Sildar sich um. Versuchte den Dingen die er sah Sinn abzuringen. Doch erst als Alistair auf ihn zukam, ihn direkt ansprach und ihm Hilfe anbot, kehrte sein Verstand langsam aber sicher ins hier und jetzt zurück. Er taumelte zwei Schritte und hob abwehrend die Hände. »Nicht… nicht anfassen. Du verbrennst dich an mir.«, brachte er schließlich mühsam hervor, bevor er sich mit einem gequälten Seufzen in den Sand sinken ließ. Seine Beine versagten ihm den Dienst.


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