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Edda Archiv

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»Und alles was blieb... war die dröhnende Leere des Chaos in meinem Kopf.«

Tintenblut
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<h2 style="font-family: Garamond; width: 100; text-align:center; font-size:20px; color:#000000;">Erscheinung

Schlange.

Auf den Ersten Blick ist klar was damit gemeint ist. Es sind die Augen, die in einem hellen, giftigen Grün einer Schlange gar nicht so unähnlich sehen. Ob es an den, für Goldtatzen üblichen, schmalen Pupillen liegen mag oder doch an der Farbe die durch die eher dunkle Haut und die dunklen Haare regelrecht hervor sticht?

Seine Größe liegt im Durchschnitt der Miqo'te, der Körperbau wirkt eher drahtig als übertrieben muskulös, schnelle, geschickte Bewegungen sind ihm daher durchaus zuzutrauen. Seine dunkelbraunen Haare sehen inzwischen aus als wäre ‚jemand‘ zu faul gewesen sie zu schneiden. Fransig hängen sie zu allen Seiten und werden meist achtlos aus dem Gesicht gewischt. Auch das Grün hat sich verwaschen und ist nur noch dezent zu sehen. Dort wo die Strähnen am längsten sind, auf der rechten Seite werden sie mit einem kleinen, groben, silbernen Schmuckstück zu einem kleinen Zopf gebunden.

Wert auf gepflegtes Aussehen scheint er nur bedingt zu legen, so wirkt er stets etwas heruntergekommen aber nicht übermäßig schmutzig. Auffällig sind jedoch die dunklen Flecken die meistens seine Hände sowie die Arme hinauf zieren, vielleicht Tinte? Die Flecken wirken dabei teilweise ziemlich großflächig als hätte er sich damit eingerieben, oder als hätte er etwas verwischt?

Narben scheinen an ihm nichts ungewöhnliches mehr zu sein. Sein linker Arm ist mit frischen, gut verheilten Narben überseht. Narben als hätte jemand die Haut dort versucht in Fetzen herunter zu reißen. Auch die vernarbten Fingerkuppen sind auffällig, jedoch scheinen diese deutlich älter.
Auffällig ist ebenso das sich das rechte Ohr sich im Gegensatz zum Linken beinahe träge bewegt. Auch hier ist an der Wurzel ein langer Riss zu erkennen der in den Haaren verschwindet.


Besitz

»Und Alles verging in Asche und Feuer.«



Auftreten

♦ Meist verhält er sich ruhig, bleibt am Rande, beobachtet, lauscht.. lauert? Was in ihm vorgehen mag ist nur selten an seinem Gesicht abzulesen, so scheint es für einige schwer, sein Verhalten richtig zu deuten.

♦ Wenn er mal redet, dann tut er das frei heraus, achtet dabei weniger darauf 'wie' er es sagt. Erwischt man ihn auf den falschen Fuße, passiert es recht schnell das er handgreiflich wird. Er scheint nur einen sehr dünnen Geduldsfaden zu haben wenn es darauf ankommt. - Dieser Faden scheint sogar noch dünner geworden zu sein.

♦ Er hat es nicht so mit Regeln und Verboten. Meistens wird er das tun was er will und sich dabei auch nicht stören lassen. Spricht man ihm offen Verbote aus kann man schnell beobachten das er alles daran setzt dieses zu umgehen. Respektlos!

♦ Er legt ein unglaublich kompliziertes Verhalten an den Tag wenn es um das Thema 'Gefühle' geht. Inzwischen scheint ihn dieses Thema regelrecht aggressiv zu machen. Wie alles andere auch.


Fähigkeiten


Äther
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»Heilung & Gift.«

Von klein auf trug Szayel eine unglaubliche Begabung zur Hermetik in sich. Dieses Talent blieb nicht lange unentdeckt doch verging einige Zeit bis man sich ihm annahm und ihn lehrte. In der Gilde der Hermetiker sucht man ihn jedoch vergeblich, auch ist sein Name nur wenigen ein Begriff und wenn - dann wird er stets mit einem eher verachtenden Tonfall genannt:

Der? Er entzog sich der Norm, verachtet unsere Gesetze wiedersetzt sich jeglicher Logik und Ästhetik. Unsauber, wenn ihr mich fragt. Selbst sein Karfunkel hat es sofort bemerkt. Man munkelt es habe versucht seinen Herrn umzubringen.“

Inzwischen ist ihm jene Art der Äthernutzung mehr ein Mittel zum Zweck, ein Netz zum Fangen, stetig darauf erpicht mehr Wissen zu sammeln, mehr Macht. Eine gefährliche Gier.

Schreiber-, sowie Notarfähigkeiten
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»Die Ruhe.«

Eine ruhige Hand, ein Auge fürs Detail. Szayel ist gewiss kein Künstler, er besitzt nicht mal ansatzweise ein Gespür für Kunst, doch weiß er eine Feder meisterhaft zu führen. Schriftstücke auszustellen war nicht nur Teil seiner [manchmal nicht ganz so legalen] Arbeit, sondern auch eine Art Leidenschaft die er an den Tag legte. Inzwischen scheint er sich eben jener Leidenschaft wieder zuzuwenden. Man munkelt er würde sogar wieder Aufträge annehmen.

Handwerk
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»Der Ausgleich.«

Kein Handwerk liegt dem Schreiber so gut wie das Binden und Restaurieren von Büchern. Ob nun Neuwerk oder alte Bücher, die ein neues Kleid benötigen. Wie das Schreiben hat sich jene Arbeit zu einer Leidenschaft entwickelt, die fast in Vergessenheit geraten war. Nun würde man ihn wohl häufiger bei dieser Tätigkeit sehen, besäße man das Privileg, dabei zusehen zu dürfen.

Körperbeherrschung
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»Das Wissen, sich zu verteidigen.«

Einem geübten Krieger wird Szayel wohl niemals das Wasser reichen, er weiß sich jedoch durchaus zu wehren und scheut sich keinesfalls Gewalt einzusetzen wenn es denn sein muss. [Manchmal auch, wenn es nicht sein muss.] Seine Art zu kämpfen, fällt eher in die Kathegorie 'Straßenkampf' und wird im Ernstfall vermutlich alles andere als fair verlaufen.


Beziehungen

»[...] Und er beschloss, dass es der Mühe nicht mehr wert wäre Gesichter wie Briefmarken zu sammeln. Nur wenige blieben an seinem Gedächtnis haften wie eine Fliege, verheddert in Spinnenweben. Zeit zu speisen. [...]«


­»Fleisch, Blut, Magie.«

Shanya Lukambi

»Meine Schwester.« Die Worte schmeckten bitter, hatte er sie doch verloren.

Nevah Rishu

»Verirrt. Das war der erste Gedanke. Der zweite war: 'wie ich'.«

Sildar Mondschatten

»Ein wenig halt auf dieser seltsamen, sich viel zu schnell drehenden Welt. Einen Halt, den ich stets brauchen werde.«

▪ Vieh

»Ich habe nicht vor, dir einen richtigen Namen zu geben.«

»Das erträgliche Übel.«

Silvaire Fauchetemps

»Du hast noch etwas von mir.«

»Nimmermehr.«

»Bedeutungslos«


Gerede und Gerüchte

♦ »Wer?«
♦ »Ich glaube ich habe ihn neulich bei einer Prügelei in der Perlengasse gesehen. Aber das kann nicht sein, er ist doch verschwunden!«


Rollenspiel

Wo er zu finden ist:

Unbekannt, doch werden Gerüchte laut, das er hin und wieder in Ul'dahs Gassen nach Ärger sucht.

Was ihn interessiert:

Da er weniger nach jemanden aussieht den man gerne anspricht, besonders nicht in diversen Spelunken oder Tavernen, wird er es vermutlich sein der das Gespräch sucht, wenn ihr denn interessant genug seid.  Allerdings kann man beobachten, dass er sehr genau darauf achtet was in seiner Umgebung passiert, so fallen ihm recht schnell penetrante Blicke oder Kleinigkeiten auf. Tragt ihr ein Buch mit euch, seid ihr direkt im Fokus, besitzt ihr eine außergewöhnliche Ätherstruktur seid ihr sogar fast begehrt~! (ob das nun gut oder schlecht ist.)


Meta


𝔈𝔰 𝔴𝔞𝔯 𝔢𝔦𝔫𝔪𝔞𝔩...

Schlange, Schlange..!
“ Lachend tanzen sie um ihn herum, verzerrte Gesichter, Schatten, quiekend und johlend, zogen ihm am Schweif, an den Ohren, an den Haaren. „Schlange, Schlange..!“ Sangen sie höhnend, griffen mit ihren kleinen Händen nach Steinen und Ästen um sie zu werfen. „Schlange, Schlange…!“ Rot.

Stimmen hallten an seine sonst so empfindlichen Ohren wie aus weiter Ferne. Dumpf wie durch einen dichten Nebel. Schreie, Hysterie. „Nehmt ihm den Stein weg!“ Er spürte wie sich kräftige Finger um die seinen schlossen, wie sie etwas hartes, warmes, glitschiges aus den kindlichen Fingern zogen, an ihm rissen, ihn auf die Füße zerrten. „Lebt er noch!?“ Natürlich lebte er, wieso auch nicht? Worüber redeten sie, jene die sich ‚Erwachsene‘ schimpften, und glaubten die Welt zu beherrschen? „Bei den Zwölf, seht euch sein Gesicht an! Er hat es zertrümmert!!“ Langsam hoben sich die schmalen Finger, tasteten über die Wangen. Sie waren feucht, sein ganzes Gesicht schien nass zu sein. Sie glitten weiter, über sein Kinn, hinauf, die Augen, die Brauen die Stirn.
Ein stechender Schmerz durchfuhr ihn und ihm wurde übel. Trockenes würgen folgte, er hätte sich übergeben doch hatte es noch kein Frühstück gegeben… Frühstück? „Ich habe hunger.

Der Blick der hellen, giftgrünen Augen wanderte zu einem der großen Wesen, doch schien jenes zu aufgebracht zu sein also holte er Luft, er musste lauter sein. „Ich habe hunger!“ Stille.

Die Schreie waren verstummt. Die Blicke auf ihn gerichtet. Ihn, der dunkelhaarige Miqo’te. Er war vielleicht fünf, vielleicht sechs niemand wusste es genau, hatte man ihn doch gefunden ohne auch nur zu ahnen was man sich dort ins Waisenhaus geholt hatte. Die Platzwunde an seiner Stirn hatte eine Blutspur hinterlassen die die rechte Hälfte seines Gesichts bedeckte, doch klebte mehr Blut an ihm als das es von einer Platzwunde hätte stammen können. Es klebte auf seiner Kleidung, auf seinen Armen, auf seinen Händen, jene zierlichen Kinderhände die eben noch den Stein gehalten hatten mit dem er das Gesicht des Jungen zertrümmert hatte der vor ihnen regungslos im Gras lag. Dunkle graue Masse quoll aus dem unförmigen Ding welches einst sein Kopf gewesen war. „Ich habe hunger!

Szayel. Kein Stamm, kein Name. Einfach Szayel. An diesem schönen Frühlingstag, während die Vögel zwitscherten und das Blut der jungen den Boden tränkte, war zu erahnen welche Gefahr dieser Junge vielleicht einst werden würde.

𝟙 ५

Dumpf hallten die schweren Schritte über den Hafen des Nachts als eine Gestalt die modernde Holzwege entlang schritt. Szayel genoss die Ruhe die zu dieser tiefsten Stunde herrschte. Spät genug das trunkene Penner bereits in einer Ecke friedlich schliefen, und früh genug das noch keiner der Fischer auf seinem Boot erwacht war um sich für die Fischjagt vorzubereiten.
Dieser kurze Zeitraum nannte sich -Stille- etwas, das dem dunklen Kater stets verborgen blieb, denn selbst hier, in der so geliebten Einsamkeit, dröhnte das Chaos in seinem Kopf. Ein Verfolger, ein steter Begleiter und inzwischen beinahe ein Freund. Ein Freund der ihm sehr bald alles kosten würde was ihm lieb und teuer war. Seinen Verstand. Was würde dann geschehen? Diese Frage stellte er sich immer wieder, nicht aus Angst, sondern aus Neugierde. Doch eine Antwort blieb aus. Es gab zu viele Möglichkeiten, zu viele Variablen als das man sich hundertprozentig festlegen konnte. Die Antwort auf die Frage würde ihm verborgen bleiben.

Du bist spät.
Die Stimme klang nüchtern, rau, aber nicht übermäßig unfreundlich, eher tadelnd. „Ich bin genau richtig.“ Ein Schnalzen mit der Zunge folgte. Der Mann der dort zwischen Netzen und Seilen stand war kaum älter als Szayel selbst, viel von seinem Aussehen war in der Dunkelheit nicht zu erkennen, was auch an dem ranzigen Mantel liegen konnte den er trug. Er roch nicht nach Blumen oder anderen teuren Wässerchen, aber auch nicht nach Fisch oder Schweiß, eher nach Sand. „Wo ist der Rest?“ Schnarrte die Schlange während er sich neben den Mann an die Mauer lehnte.
Nach der Sache vor einigen Wochen trauen sie dir nicht mehr, du hast ihn fast umgebracht, was hast du erwartet?“ Missbilligend wurde der Kopf geschüttelt, ein knurren folgt. „Du kannst froh sein, das wir dich überhaupt anhören. - Also? Ist dir dein hübsches Zuhause~ zuwider geworden? Was hast du zu sagen?
Ein langes, schier endloses Schweigen folgte darauf, doch schien es beide nicht zu stören. Das leise Rauschen der Wellen die gegen die hellen Felsen prallte überdeckte jeden Atemzug.
Ich brauche etwas zu tun.“ Sprach die Schlange schließlich nach ewigen Minuten. „Ablenkung.“

Die hattest du damals schon gesucht und nie gefunden. Was macht dich so sicher das du sie jetzt findest?“ Ein Scharren, eine Ratte die über die Steine hastete, im Maul verfaulte Reste, vielleicht von einem Fisch. „Nichts.“ Gestand die Schlange, der Blick der giftgrünen Augen deren schmalen Pupillen beinahe vollkommen verschwunden waren wanderte nach rechts, musterte seinen Nebenmann. „Aber die Wahrscheinlichkeit liegt nicht bei Null.
Der Mann lachte rau auf, leise und doch wirkte es in der Stille unglaublich unangenehm das Szayel die Ohren zurück drehte. „Wie viel Prozent?“ Hakte der Nebenmann nach, die Zähne leicht gebleckt, der Hohn in der Stimme. Er kannte ihn. Er wusste das er es berechnet hatte.

Vierzehn.

ɓๅoɟɹƎ

Du hast dich verändert.

Das Lazarett roch nicht so wie es ein Arztzimmer hätte tun sollen. Es war auch nicht sauber, nicht steril. Es war eine Pritsche in einem Zimmer einer eingefallenen Hütte in Thanalan. Die Hitze hing noch klebrig über den Boden obwohl die Sonne sich langsam verabschiedete. Der Mann der bei ihm im Zimmer stand, an die rissige Mauer gelehnt, die Arme mürrisch verschränkt, war derselbe der ihn von Limsa mitgenommen hatte. Kahn. Braunblonde, zerzauste Haare, gebräunte Haut - offensichtlich ein Miqo’te auch wenn seine Ohren, sein Schweif ein wenig mehr an einen Wolf als an einen Kater erinnerten. Er sähe Szayel beinahe ähnlich wären da nicht die türkisen Augen die stechend zwischen den Zotteln seiner Haare hervor stachen.
Die Schlange drehte sich auf der Pritsche herum, ein Stöhnen entkam ihm als er dabei mit dem dick verbundenen, linken Arm gegen die Wand kam. Er hatte lieber Schmerzen als sich nun eine Predigt anzuhören... doch Kahn verstummte nicht. „Unüberrlegt, hektisch, rrennst du davon? Oder warum hast du es so verdammt eilig!?“ Die Stimme brauste ein wenig auf, das Fell des Katers sträubte sich, die Wut war deutlich zu hören, sie knurrte bei jedem Wort die R-Laute hervor.

Schweigen. Szayel schwieg und starrte die Wand an die ihm nun gegenüber war. Die halb eingebundenen Finger der linken Hand zuckten. Sein Arm brannte, er schmerzte, er hasste Schmerzen. „Was ist passiert?

Die Wut wich aus Kahn’s Gesicht als hätte der sandige Wind jene fortgewischt, was blieb war Skepsis, vielleicht sogar Mitleid welches er dem Rücken der Schlange entgegen brachte - mehr bekam er ja gerade nicht zu sehen. Ein scharren, ein dumpfes Geräusch - ein Hocker der neben die Pritsche gestellt wurde und der Kater der sich darauf setzte, die Beine überschlug und den Blick gen Decke wandern ließ als würde er ausholen eine Gesichte zu erzählen.
Du hast gesagt du arbeitest an einem Auftrag.“ „Das weiß ich.“ „Unterbrich mich nicht.“ Knurrend starrte Kahn den Hinterkopf an, als jener tatsächlich schwieg, sprach er weiter. „Für diesen A-“ „Das weiß ich!“ „Willst du es jetzt hören!? Dann halt deine verdammte Fresse!
Wieder folgte ein abwartendes Schweigen.
Du hast gesagt du wolltest es heute testen.“ Kurz hielt er inne, nickte aber zufrieden als Szayel tatsächlich zu schweigen schien. „Du hast dir auf den Arm geschrieben. Sah‘ anders aus als sonst. Mehr Linien, weniger Schrift aber ich kenne mich damit nicht aus.“ Kahn hob den linken Arm, führte mit dem rechten Finger ein paar Linien an diesen entlang, das Szayel nicht hinsah, interessierte ihn nicht. „Es ging los, und am Anfang gab es keine Probleme - jeder tat was er sollte und der ganze Angriff verlief reibungslos. Wir waren gerade fertig, da hörten wir einen Schrei. Als wir uns umdrehten hattest du das Mädchen am Hals gepackt und in die Höhe gerissen. - Die, die für diesen Nunh gedacht war. Sie hätte ihm gefallen, und wir wären unsere Schulden bei ihm los, du hast ihr den verdammten Kopf weggesprengt, Sza!“ Die Stimme wallte auf, die Zähne wurden mit einem Knurren gebleckt. „Und deinen halben Arm gleich mit. - Weißt du wie es ausgesehen hat!? Drei der Kleinen haben gekotzt, einer davon fast auf meinen Fuß!“ Natürlich war das sein größtes Problem. Wer hatte schon gerne Erbrochenes zwischen den Zehen?

Was habt ihr ihm erzählt?“ Die Stimme der Schlange klang wie immer, nüchtern, monoton, unberührt. Er ließ sich die Geschichte durch den Kopf gehen, immer und immer wieder, doch bekam er kein Gefühl dafür überhaupt dabei gewesen zu sein.
Nichts.“ „Nichts?“ „Sie ist mit dem Kopf unter den Karren gekommen, dein Arm wurde beim Auftrag verletzt.“ Schweigen setzte sich in dem kleinen Raum fest während die Hitze langsam schwand, nur der Geruch blieb, der modrige Geruch nach Blut, Fleisch und Tod. Und Urin - wieso roch dieses Lazarett eigentlich immer nach Urin?! „Warum?“ „Du bist einer von uns. Es gibt keinen Grund dich zu verpfeifen.“ Wieder folgte Stille, wurde dieses Mal jedoch nicht von Stimmen sondern von dem Hocker unterbrochen den Kahn beim aufstehen bei Seite schob. „Wenn du keine Scheiße machst, wird der Arm bald wieder funktionieren. Tu mir den gefallen und spreng dir den anderen nicht auch noch in die Luft... spreng am besten überhaupt nichts mehr in die Luft.

Die Schlange brummte, richtete sich auf um sich mit dem Rücken an die Wand zu lehnen. Die Blicke kreuzten sich für einige Sekunden. Der Wolfskater wirkte lädert, trug ein schwarzblaues Feilchen direkt unter dem rechten Auge. Kahn gab ein leises Schnauben von sich, wand sich der Tür ab um auf die Pritsche zu zugehen und Szayel recht grob die Hand auf den Kopf zu legen und durch die Haare zu scharren. „Zieh‘ nicht so ein Gesicht!“ Mit diesen Worten verschwand der Miqo’te aus dem Zimmer und überließ Szayel seinen Gedanken.

Es hat funktioniert.

𝕊𝕖𝕝𝕓𝕤𝕥𝕘𝕖𝕤𝕡𝕣𝕒̈𝕔𝕙𝕖

Stille.
Die griftgrünen Augen starrten im halbdunkeln des Zimmers auf den jungen Leib in seinem Bett. In Decken gehüllt schien er zu schlafen, doch wussten sie es besser. „Er ist tapfer.“ Die helle, kristallklare Stimme zerrisst die Stille wie ein Messer nachdem sie aus dem endlosen Nichts der Schatten zu kommen schien.
„Ist mir egal.“
„Ist es nicht~.“
Szayel knurrte, wand sich mit einem Ruck um und griff in die Schatten. „Tch...“ um die Hand der Schlange herum die mit einem metallenen, filigranen Gebilde umflochten war, manifestierte sich eine Gestalt. Zierlich, doch nicht all zu klein, männlich, nackt, mit dunklen Haaren die wie flüssiges Öl schier endlos über die Schultern hinab gen Boden flossen. Das linke Auge war geschlossen, das rechte starrte mit Trotz gen der Schlange hinauf. Das selbe Auge die auch Szayel trug.
„Wie siehst du denn aus?“
„Gefällt es dir nicht?“
„Hast du es für ihn getan?“
Die helle Stimme lachte und löste sich mit einer fließenden Bewegung von der Hand.
„Du magst ihn~.“
Mit rollenden Augen drehte sich die Schlange herum und hockte sich an den Schreibtisch zurück, griff nach dem noch feuchten, filigranen Pinsel und begann weiter die Tinte in sanften Strichen und Mustern über seine Haut des rechten Armes zu führen.
„Oh, du versuchst es immer noch?“
„Wieso nicht?“
„Weil du IHN verschmäht hast.“
Szayel hielt inne, atmete tief durch und widmete sich wieder seiner ‚Arbeit‘.
„Vermisst du ihn?“
„Nein.“
„Woher weißt du das?“
„Ich entschied es so.“
„Tut es weh?“
Stille.
Der Junge, die Gestalt, was auch immer es war trat hinter die Schlange, dabei begann der Äther um ihn herum zu flirren, seine Form veränderte sich zusehends. Auf die Zehen gestellt wanden sich die zierlichen Arme eines jungen Mädchens, vielleicht elf, um die Schultern Szayels.
„Ich weiß. Verzeih.“
Er regte sich nicht, verharrte in der Umarmung, der Blick verschwand im halbdunkeln des Zimmers. Die Zeit verging ohne ein Wort, ohne eine Bewegung, bis das Tintenblut die Stille brach. „Ist es nicht.“ Griff er die Worte von vorhin wieder auf.
„Wird er es schaffen?“
„Ich weiß es nicht. Er sagt, er hat losgelassen, er sagt er will gehen, doch... spricht sein Herz andere Worte.“
„So weich.“
Das Mädchen lachte.
„Du auch. Du bist weich geworden~, du gefällst mir weich, Meister~.“
Das Mädchen verschwand.
Szayel blieb allein. Allein mit dem kämpfenden, schlafenden Jungen, seiner Tinte und seinem Chaos. Wie lange würde es dauern bis es ihn gänzlich zerfraß, jetzt wo er die Tore bereitwillig geöffnet hatte?
...


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